Tor und zwei Vorlagen beim 3:0 über Eversten

Ramke reißt Wildeshausen mit

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Auf dem Weg zum 2:0 gegen Eversten – hier mit Jannes Busch (l.): Wildeshausens Ole Lehmkuhl (vorn links) hatte gerade den Ball von Robin Ramke (Mitte) bekommen, scheiterte mit seinem Torschuss – doch den Abpraller nutzte Maximilian Seidel (2. v. r.).

Wildeshausen - Von Cord Krüger. Manche Halbzeiten wollen scheinbar kein Ende nehmen. Wie der erste Durchgang gestern im Krandel, als sich der VfL Wildeshausen in seinem Auftaktspiel zur neuen Bezirksliga-Saison gegen Aufsteiger TuS Eversten mühte.

„Über die erste Hälfte will ich nicht mehr reden“, sagte Wildeshausens Trainer Marcel Bragula, „dazu habe ich in der Pause schon alles gesagt.“ Dabei muss es in der Kabine mächtig gescheppert haben, denn nach Wiederanpfiff spielten die Platzherren wie ausgewechselt. „Die zweite Halbzeit hat dann Spaß gemacht“, befand der versöhnte VfL-Coach nach dem insgesamt mehr als verdienten 3:0 (0:0)-Sieg: „Wir waren konsequenter im Torabschluss und am Ende die fittere Mannschaft.“

Zunächst fand der Vizemeister jedoch kein rechtes Mittel gegen den gut sortiert stehenden Neuling, der hinten teilweise mit Manndeckung gegen Maximilian Seidel im Sturmzentrum sowie dessen Offensivkollegen Michael Eberle und Christopher Kant operierte. Nach vorn hin machte das Kollektiv von Trainer Nils Reckemeier einen eingespielten Eindruck und konterte durch schnelles Umschalten gefährlich – jedenfalls bis zum Strafraum: „Wir haben in der ersten Halbzeit nichts zugelassen“, lobte Bragula seine Abwehr mit Thorben Schütte und Marius Krumland in der Mitte. 

Innenverteidiger Krumland hatte auch die erste Chance – mit einem 18-Meter-Freistoß aus zentraler Position. Doch TuS-Keeper Yannick Zytur war auf dem Posten (13.). Anschließend tanzte Seidel nach einem Ballgewinn des starken Mittelfeld-Antreibers Sascha Görke zwei Gegner aus, zielte aber knapp drüber (18.). Ole Lehmkuhls 1:0 warf sich Defensivmann Piet Stenzel entgegen (22.), Görke brachte den Ball nach einer Ecke von Michael Eberle und Zuspiel von Seidel nicht am Gewühl im Fünfmeterraum vorbei (24.). So blieb es bis zur Pause beim 0:0 – nicht zuletzt, weil Jannik Wallner nach einem Rechtspass von Lehmkuhl haarscharf über den Giebel zielte (45.). Es war seine letzte Szene, denn zum zweiten Durchgang wechselte ihn Bragula gegen Robin Ramke aus.

Auch die erste Chance nach dem Seitenwechsel hatte der VfL: Thorben Schütte setzte einen Kopfball nach einer Eberle-Ecke neben den Pfosten (50.). Kurz danach hätte es Elfmeter für die Gastgeber geben müssen, als Jannes Busch Eberle legte – doch die Pfeife von Schiedsrichter David Gäbe blieb stumm (52.). Aber mit dem nächsten Angriff platzte der Knoten: Seidel tankte sich nach feinem Steilpass von Görke über halblinks durch bis zur Grundlinie, spielte zurück auf den eingewechselten Ramke – und der schloss aus vier Metern zum 1:0 ab (53.). 

Der fleißige Kevin Kari verpasste die Vorentscheidung, als sein Schuss knapp über den Querbalken rauschte (61.) – doch danach spielten die Kreisstädter ihre konditionellen Vorteile mit flinkem Flügelspiel aus: „Eversten war ab der 70. Minute stehend k. o.“, hatte Bragula beobachtet. Ramkes Tempodribbling durchs Mittelfeld in Minute 74 soll das nicht schmälern. 

Er passte links raus zu Lehmkuhl, dessen Schuss prallte von der TuS-Abwehr zurück, doch Seidel setzte zum 2:0 nach. Anschließend parierte VfL-Keeper Felix Dittrich (für den frischgebackenen Vater Sebastian Pundsack im Tor) glänzend gegen Ingmar Peters (78.), und fast im Gegenzug machte Wildeshausen mit Köpfchen den Sack zu: Ecke Eberle, Kopfball-Hereingabe von Alexander Kupka, Kopfball von Ramke zu Görke – und der köpfte frei vor dem leeren Gehäuse das 3:0 (79.)! „Schön, dass ich einen wie Robin von der Bank bringen konnte“, lobte Bragula den starken Auftritt von Neuzugang Ramke.

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