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Robin Ramke beschert VfL Wildeshausen den ersten Punkt

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Von: Sven Marquart

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Wildeshausens Robin Ramke (rechts) behauptet den Ball.
Erzielte die Wildeshauser Führung: Robin Ramke (r.) vollendete eine einstudierte Eckballvariante zum 1:0. © Sven Marquart

Wildeshausen – Marcel Bragulas Analyse fiel nüchtern aus. „Das war in Ordnung – nicht mehr und nicht weniger“, sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen nach dem 1:1 (0:0) gegen den SV GW Mühlen. Mit dem Remis hatten die Krandel-Kicker zum Abschluss der ersten Halbserie ihren ersten Punkt in der Aufstiegsrunde geholt, bleiben mit insgesamt fünf Zählern aber Tabellenletzter.

Auch wenn in den vergangenen Wochen schon reichlich Arbeit investiert worden war und der Rasen zumindest optisch wie ein Teppich wirkte, war angesichts der Platzverhältnisse nicht an einen gepflegten Spielaufbau zu denken. „Jeder Ball ist weggehoppelt“, erklärte Bragula und nannte stellvertretend eine Szene, in der Michael Eberle das Spielgerät in aussichtsreicher Schussposition versprang: „Das wäre normalerweise die sichere Führung gewesen.“

Mühlen war zunächst die etwas aktivere Mannschaft. Bereits in der zweiten Minute musste VfL-Keeper Janne Ole Kay in höchster Not gegen Benjamin Willenbrink klären. Dann flankte Willenbrink auf Jonas Pöhlking, der die Kugel unbedrängt über den Kasten köpfte (10.). Die erste Wildeshauser Duftmarke setzte Steven Müller-Rautenberg, der jedoch ebenfalls zu hoch zielte (12.). Anschließend waren wieder die Gäste aus dem Landkreis Vechta am Zug: Einen Distanzschuss von Tom Ungemach sicherte Kay erst im Nachfassen (22.). Auf der Gegenseite probierte es Mattes Hehr ebenfalls aus der Entfernung. Und wie: Das 20-Meter-Geschoss des Dünseners klatschte an den Querbalken (24.).

Anschließend verflachte die Partie. Bis Wildeshausens Robin Ramke bei einem Duell mit Tom-Johannes Olberding im Strafraum zu Fall kam. Schiedsrichter Rainer Wulftange (TuS Haste 01) zögerte kurz, entschied dann aber auf Abstoß. In der Nachspielzeit nötigte Jan Leiber mit seinem Kopfball Kay zu einem starken Reflex (45.+1).

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Willenbrink Pech, dass sein Schuss vom Innenpfosten wieder ins Feld sprang (48.). Sein nächster Versuch geriet um wenige Zentimeter zu hoch (54.). „Deshalb war unsere Führung ein wenig schmeichelhaft“, gab Bragula zu. Das 1:0 resultierte aus einer Eckballvariante: Nach dem kurz getretenen Standard bediente Hehr den zum kurzen Pfosten laufenden Ramke, der die Kugel in den Winkel bugsierte (71.). „Genau da sollte er hin“, freute sich Bragula über die gelungene Ausführung.

Kurz darauf war für den Torschützen wegen einer Oberschenkelverletzung Schluss (80.). Da hatte Mühlen aber schon den nicht unverdienten Ausgleich erzielt. Pöhlking durfte ungestört Maß nehmen (79.). „Das haben wir schlecht verteidigt! Da muss es einmal richtig scheppern“, ärgerte sich Bragula über das zu passive Abwehrverhalten seiner Crew. Unmittelbar vor Schluss rettete beim letzten Mühlener Eckball die Latte für die Hausherren. „Aufgrund der ausgeglichenen Spielanteile geht das 1:1 aus meiner Sicht in Ordnung“, bilanzierte Bragula.

Stenogramm

VfL Wildeshausen – SV GW Mühlen 1:1 (0:0)

VfL Wildeshausen: Kay - Rothe, Ramke (80. Lehmkuhl), Hehr, Müller-Rautenberg (90.+2 Berger), Radke, Kant, Eberle, Stolle, Ostendorf, Tramitzke

SV GW Mühlen: Deters - von Lehmden (85. Balster), Pöhlking, Willenbrink, Albers (73. Hinxlage), Ungemach, Westermann, Olberding, Kröger (77. Blömer), Leiber (87. Benzien), Schillmöller

Tore: 1:0 (71.) Robin Ramke, 1:1 (79.) Jonas Pöhlking

Schiedsrichter: Rainer Wulftange (TuS Haste 01)

Zuschauer: 170

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