VfL Wildeshausen behauptet sich im Pokal souverän gegen TV Dötlingen – 4:0

Radke sorgt für zwei Hingucker

Doppeltorschütze: Wildeshausens Kevin Radke (r., im Zweikampf mit Dötlingens Niclas Schemionek).
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Doppeltorschütze: Wildeshausens Kevin Radke (r., im Zweikampf mit Dötlingens Niclas Schemionek).

Wildeshausen – Als Außenverteidiger ist Kevin Radkes Kernkompetenz eigentlich die Abwehrarbeit. In seinem ersten Pflichtspiel für den Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen glänzte der Neuzugang vom Regionalliga-Aufsteiger SV Atlas Delmenhorst aber durch Torjägerqualitäten: Mit einem Doppelpack binnen drei Minuten brachte der 29-Jährige im Erstrundenspiel des Bezirkspokals den 4:0 (2:0)-Erfolg über den Kreisligisten TV Dötlingen auf den Weg.

Augenscheinlich ist Radke in Windeseile in Wildeshausen angekommen. Vor nicht einmal drei Wochen hatte er erstmals mit seinem neuen Team trainiert. „Es macht Spaß“, meinte der Stuhrer. Wie schon im Testspiel gegen den Bezirksligisten VfL Stenum (3:0) hatte VfL-Coach Marcel Bragula in der Abwehr erneut eine Dreierkette mit Lukas Schneider, Marius Krumland und Mika Ostendorf aufgeboten. Davor beackerte Radke die rechte Flanke. „Marcel hat mich ein bisschen offensiver aufgestellt“, erläuterte er.

Dass Radke bei den Krandel-Kickern eine Führungsrolle einnehmen wird, ist auch daran abzulesen, dass er viele Standards trat. So auch jenen Freistoß in der 31. Minute: Aus gut 20 Metern, halblinke Position, hob er die Kugel zum 1:0 in den Winkel. Dötlingens Keeper Patrick Stefan war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Noch schöner war dann Radkes zweiter Streich: Aus vollem Lauf setzte er das Spielgerät von rechts mit Risiko, aber dennoch wohl überlegt, zum 2:0 ins lange Eck (33.). „Das waren zwei echte Hingucker“, schwärmte Bragula. Fast hätte Radke noch vor der Pause einen dritten Scorerpunkt eingesammelt, doch Michael Eberle jagte seine scharfe Hereingabe neben das Tor (44.). Kurz darauf schoss nochmal Eberle weit über den Kasten (45.+1).

„Insgesamt bin ich mit dem Spiel eigentlich ganz zufrieden – vor allem, wenn man bedenkt, mit welch zusammengewürfelter Mannschaft wir angetreten sind“, sagte Dötlingens Trainer Joachim Puchler. Seine Crew schlug sich in der Tat wacker, brachte im ersten Durchgang bis auf einen Kopfball von Joole Bredehöft aus Abseitsposition (19.) aber keinen Abschluss zustande.

„Dötlingen hat gut verschoben und die Räume zugestellt“, lobte Bragula den Kreispokalsieger. Deshalb hätte er sich gewünscht, „dass wir in der Offensive mit mehr Tempo und weniger Kontakten gespielt hätten“. Trotz aller Kritik wollte er aber „nichts überdramatisieren“ – zumal sein Team nun schon zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor blieb.

Dafür packten die Krandel-Kicker im zweiten Abschnitt noch zwei eigene Treffer obenauf: Zunächst köpfte Lennart Feldhus eine Flanke von Lukas Schneider zum 3:0 in die Maschen (69.). Dann erzielte der lange Angreifer mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze, der vom Innenpfosten hinter die Torlinie sprang, auch noch das 4:0 (88.).

Dazwischen waren die Gäste dem Ehrentreffer sehr nahe: VfL-Keeper Miguel Förster konnte einen Freistoß von Lukas Welz nicht festhalten, und Finn Kipper traf zum vermeintlichen 1:3 für den Außenseiter (83.). Doch Schiedsrichter Andre Bakenhus (SF Littel-Charlottendorf) entschied auf Abseits. „Es wäre schön gewesen, wenn das Tor gezählt hätte“, bedauerte Puchler. Wichtiger war für ihn jedoch etwas anderes: „Wenn wir in den nächsten Spielen so auftreten, mache ich mir keine Sorgen.“

Dagegen wächst im Wildeshauser Lager die Beunruhigung wegen des sich weiter füllenden Lazaretts: So verletzte sich „Dauerpatient“ Steven Müller-Rautenberg bei einem Pressschlag am Knie (24.). „Ich hoffe, dass das Innenband nur gedehnt ist“, meinte der Flügelstürmer und flüchtete sich in Galgenhumor: „Ich kann darüber eigentlich nur noch lachen.“ Dann erwischte es auch noch den für ihn eingewechselten Steve Köster. Der Mittelfeldspieler, der gerade erst einen Bänderriss auskuriert hatte, knickte erneut mit dem Sprunggelenk um und humpelte vom Feld. Weil Bragula bereits dreimal gewechselt hatte, musste der VfL fast eine halbe Stunde in Unterzahl spielen.

Von Sven Marquart

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