Rademacher-Team bietet Cloppenburg Paroli

Neerstedt geht die Puste aus

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Die Neerstedter um Ole Goyert lieferten Cloppenburg einen großen Kampf, letztlich blieb der Ertrag aber aus. 

Neerstedt - Es ist immer die alte Leier: Während der Gegner immer wieder frische Kräfte bringen kann, fehlen dem Handball-Oberligisten TV Neerstedt häufig die Wechsel-Alternativen. Der Kräfteverschleiß macht sich dann oft zum Ende der Spiele bemerkbar, so auch bei der Neerstedter 30:33 (18:16)-Pleite beim TV Cloppenburg. Dabei hatte die Mannschaft von TVN-Trainer Jörg Rademacher drei Minuten vor Schluss noch mit 30:29 geführt, bevor der TVC mit mehr Spritzigkeit die Punkte behielt.

Dabei schien Rademacher die richtige Taktik gefunden zu haben: Statt der 6:0-Deckung setzte er auf die 3:2:1-Variante. Vor allem Eike Kolpack als vorgezogener Deckungsspieler bereitete den Gastgebern viele Probleme. Dadurch gingen die Gäste schnell mit 6:1 (7.) in Führung. In einer Auszeit stellte TVC-Trainer Adrian Hoppe um und legte Kolpack an die Kette. Zwar fand seine Mannschaft nun besser ins Spiel und kam zum zwischenzeitlichen 8:8 (15.). Aber die Grün-Weißen steckten nicht auf. Für Kolpack sprang Routinier Björn Wolken in die Bresche und sorgte mit seinen sieben Toren im ersten Durchgang maßgeblich dafür, dass die Neerstedter vorne blieben.

Es war nun aber eine enge Partie. Während Kolpak in der Deckungsmitte gut abräumte, kam der Gast auf den Halbabwehrpositionen immer wieder ins Schwimmen. Weder Andrej Kunz noch Jan Busse konnten im Spiel Mann gegen Mann die Cloppenburger Tobias Freese und Christian Schmidt stoppen. Zudem wurde der angeschlagene TVC-Kreisläufer Ole Harms mit zunehmender Spielzeit immer stärker. Trotzdem führte Neerstedt zur Pause noch mit 18:16. In der Halbzeit sprach Rademacher die Probleme an. „Ich habe meiner Mannschaft noch einmal erklärt, wie man das Spiel Mann gegen Mann verteidigen muss“, erklärte er später.

Genützt hat es aber wenig. Nach der Pause waren die Gastgeber am Drücker. Harms (3) und Mark Schulat (2) sorgten zwischen der 40. und 50. Minute fast im Alleingang für die 29:26-Führung der Hausherren (50.). Rademacher justierte um, brachte Routinier Christoph Kuper für Hendrik Legler zwischen die Pfosten.

Schon ging ein Ruck durch die Mannschaft. Kuper hielt nicht nur zwei Siebenmeter (47./49.) von Karl Niehaus, sondern dirigierte die Abwehr hervorragend. Der TVN kam zurück: Ole Goyert (2), Wolken und Kunz sorgten für das 30:29 (57.). Doch die Aufholjagd hatte viel Kraft gekostet, dem TVC gelang es nun häufig, Harms freizuspielen. Dadurch stand Neerstedt am Ende mit leeren Händen da. „Ärgerlich, dass wir in den letzten dreieinhalb Minuten alles verspielt haben“, erklärte ein enttäuschter Rademacher. 

wz

TV Neerstedt: Legler, Kuper, Oltmanns (n.e.) - Goyert (6), Mirko Reuter (n.e.), Marcel Reuter (2), Hübner (n.e.), Kolpack (7), Hoffmann, Wolken (9), Busse (1), Kunz (5).

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