Handball-Oberligist TV Neerstedt präsentiert Neuzugänge / Depenbrock und Tytus weg

Rademacher leitet Umbruch ein

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Torwarttrainer Jens Kanzog (v.l.) und Coach Jörg Rademacher mit ihren Neuverpflichtungen Julian Hoffmann, Christoph Groß, Lukas Oltmanns, Hendrik Legler und Leon Linngroen.

Neerstedt - Das Personalkarussell beim Handball-Oberligisten TV Neerstedt rotiert kräftig. Durch den späten Amtsantritt von Jörg Rademacher war der Transfermarkt vor der laufenden Saison bereits abgegrast. Jetzt leitet der Trainer bei den Grün-Weißen durch die „Verpflichtung von jungen dynamischen Leuten“ etwas verzögert den Umbruch ein. Das geschnürte Paket mache ihn hungrig auf mehr.

„Besonders stolz“ ist Rademacher auf die Verpflichtung von Torhüter Hendrik Legler. Der 22-Jährige überzeugte beim Drittligisten HSG Varel-Friesland, für den er auch zwei Zweitligaspiele bestritt, durch starke Leistungen. „Hendrik wird der Mannschaft unwahrscheinlich viel Schub geben“, glaubt der Coach. „Das ist kein Rückschritt für mich“, betont der Keeper. „Aber in Varel lagen die Trainingszeiten für mich berufsbedingt so ungünstig, dass ich nur zwei Mal in der Woche mit der Mannschaft trainieren konnte. In Neerstedt passt es mit den Trainingszeiten besser. Außerdem hat Jörg, den ich schon aus Varel kenne, hier ein interessantes Projekt“, begründet der Versicherungskaufmann seinen Wechsel.

Der in Oldenburg wohnende Legler wird zusammen mit dem 21-jährigen Lukas Oltmanns, der aus der eigenen Landesliga-Mannschaft aufrückt, das komplett runderneuerte Neerstedter Torhütergespann bilden. Aktuell teilen sich den sechs Quadratmeter großen Arbeitsbereich beim Tabellensiebten noch Christoph Kuper und Tristan Depenbrock. Depenbrock verlässt den Verein aus persönlichen Gründen. Kuper, der sich beruflich selbstständig gemacht hat und kürzlich Vater geworden ist, wird kürzer treten und als Stand-by-Spieler zur Verfügung stehen.

Gleiches gilt für Spielmacher Tim Schulenberg. Das Neerstedter Urgestein, das künftig den A-Jugend-Bundesligisten HC Bremen trainieren wird, springt aber nur noch in absoluten Ausnahmefällen ein. Als Ersatz für die Mittelposition konnte Rademacher den 20-jährigen Christoph Groß verpflichten. Der in Oldenburg wohnende Student, der auch auf Halblinks eingesetzt werden kann, kommt vom Landesligisten Wilhelmshavener HV II. „Christoph ist ein Rohdiamant, den man schleifen muss“, meint der Übungsleiter.

Bereits im Derby gegen die HSG Delmenhorst (Sonnabend, 9. April, 19.30 Uhr) ist Julian Hoffmann spielberechtigt. Der 17-jährige Bookholzberger ersetzt Kreisläufer Marcel Tytus, der seine Zelte beim TV Neerstedt nach nur einer Saison aus gesundheitlichen Gründen wieder abbrechen wird. Hoffmann trug zuletzt das Trikot des A-Jugend-Bundesligisten HC Bremen, den er aber nach Differenzen mit HC-Trainer Christian Maaßen verließ. „Um Julian habe ich lange gekämpft“, verrät Rademacher.

Vierter Neuzugang ist Linkshänder Leon Linngroen. Der 17-jährige Wilhelmshavener kommt ebenfalls vom HC Bremen. Der wurfgewaltige Rückraumspieler laboriert zurzeit noch an einer Bänderverletzung. Trotzdem ist Rademacher „froh, dass wir endlich einen Linkshänder gefunden haben“.

Das aktuell schmale Neerstedter Aufgebot wird also kräftig umgekrempelt, könnte eine weitere Aufstockung aber durchaus vertragen. Und noch ist die Kaderplanung auch nicht abgeschlossen. „Wir haben noch weitere Leute in der Pipeline“, erzählt Rademacher, der gerne noch einen erfahrenen Mann für die Rückraummitte und Alternativen für die Außenpositionen verpflichten würde.

wz/mar

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