Der 1000-Matches-Mann

Nur Punkt- und Pokalspiele sind dem Wildeshauser Thomas Mauczik nicht genug

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Thomas Mauczik ist im positiven Sinn tischtennisverrückt. Der Leistungsträger des VfL Wildeshausen II hat im Jahr 2018 mehr als 1000 Einzelmatches absolviert.

Wildeshausen - Von Carsten Drösemeyer. Thomas Mauczik ist im positiven Sinn tischtennisverrückt. Der Leistungsträger des VfL Wildeshausen II (1. Bezirksklasse) hat im zu Ende gehenden Jahr mehr als 1000 Einzel bestritten. Damit hat er deutschlandweit die zweitmeisten Partien auf dem Buckel. Nur zum Vergleich: Die meisten Spieler kommen im Schnitt auf 50 Begegnungen, viele sogar auf deutlich weniger.

Doch Mauczik ist aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Nur Punkt- und Pokalspiele füllten den 55-Jährigen schon länger nicht mehr aus, so dass er schon seit einiger Zeit Stammgast bei Turnieren ist.

Aber zum richtigen Vielspieler wurde der technische Zeichner erst, als der niedersächsische Tischtennis-Verband im vergangenen Sommer die „Race-Serie“ einführte. „Das hat mich sofort gepackt“, schildert Mauczik mit leuchtenden Augen: „Innerhalb von nur drei Stunden kommt man auf garantierte sechs Einzel. Das ist besser als jeder Trainingsabend.“

Besonders erfreulich für den Routinier: Er spielte nicht nur extrem oft, sondern auch äußerst erfolgreich. Mit seinen unangenehmen langen Noppen knackte er Gegner um Gegner und löste so zur Krönung das Ticket für das „Race-Finale“ in Hannover. Aufgrund einer schmerzhaften Schulterverletzung reichte es für den Huntestädter dort dann zwar nur zum vorletzten Platz, doch bereits die Teilnahme stellte für ihn einen beeindruckenden Erfolg dar.

Aber mal ehrlich – wie lassen sich Familie und ein derart zeitintensives Hobby unter einen Hut bringen? „Ich bin ja Junggeselle“, erläutert Mauczik: „Mit Frau und Kind würde es natürlich nicht gehen.“

Aber selbst bei Vielspieler Mauczik hat sich nach dem kräftezehrenden Jahr 2018 mittlerweile eine gewisse Tischtennis-Müdigkeit eingestellt. Das VfL-Urgestein denkt nach der Saison gar über eine Pause nach. „Aber nicht, weil ich zu viel gespielt habe“, betont Mauczik: „Es liegt daran, dass von Zelluloid- auf Plastikbälle umgestellt wird. Und das ist Gift für mein Spiel. Ich könnte mir deshalb eine längere Auszeit vorstellen.“ Ob es Mauczik länger als einige Wochen ohne seinen geliebten Sport aushalten kann, bliebe abzuwarten. Vielleicht wird er 2019 nicht noch einmal die 1000-Einzel-Marke knacken, aber ein Vielspieler wird er trotzdem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bleiben.

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