VfL Wildeshausen sendet durch 4:1 bei Frisia Wilhelmshaven ein starkes Signal

Pundsacks Parade die Schlüsselszene

Willensstark: Durch seinen Einsatz erzwang Robin Ramke (am Ball) in Wilhelmshaven den Ausgleich. Foto: Marquart

Wildeshausen - Besser hätte der VfL Wildeshausen kaum aus der Winterpause der Fußball-Bezirksliga kommen können: Durch das 4:1 (2:1) beim Tabellendritten WSC Frisia Wilhelmshaven sendete der Spitzenreiter ein ganz starkes Signal im Titelkampf. Doch davon wollte Marcel Bragula nichts wissen. „Wir gucken von Spiel zu Spiel“, betonte der VfL-Coach.

Denn trotz des deutlichen Ergebnisses hatten die Krandel-Kicker auf dem Kunstrasenplatz an der Freiligrathstraße kein überragendes Spiel gemacht. Vor allem offensiv klemmte es bei den Gästen. Hier fehlten die verletzten Sebastian Bröcker und Michael Eberle. In der Defensive musste Bragula auf seine beiden etatmäßigen Innenverteidiger Thorben Schütte und Marius Krumland verzichten, zudem fiel Mittelfeldabräumer Hauke Glück verletzt aus. Dafür beorderte er Christoph Stolle und Alexander Kupka ins Abwehrzentrum. Rückkehrer Lennart Feldhus, eigentlich Angreifer, lief im Wildeshauser 4-1-4-1 als alleiniger Sechser auf. Trotz ihrer Blessuren bissen Maximilian Seidel, Sascha Görke und Niklas Heinrich auf die Zähne. Bragula rechnete es ihnen hoch an, dass sie sich in den Dienst der Mannschaft stellten, gleichwohl tat es ihm „leid, dass ich sie angeschlagen aufs Feld schicken musste“.

Die erste gute Möglichkeit der Partie bot sich Feldhus, dessen Kopfball nach Ecke von Lukas Schneider von der Linie gekratzt wurde (9.). Auf der Gegenseite entschärfte VfL-Keeper Sebastian Pundsack einen Freistoß von David Sorg (14.). Zehn Minuten später war Pundsack dann machtlos: Tim Rister traf per Foulelfmeter zum 1:0 für Frisia (24.). Feldhus hatte einen schönen Wilhelmshavener Angriff nur durch ein Foul an Sorg stoppen können. „Er trifft ihn, keine Frage“, bestätigte Bragula.

Die Wildeshauser waren jedoch keinesfalls geschockt und kamen durch Robin Ramke zum Ausgleich: Der Flügelflitzer setzte Frisias Torhüter Benjamin Blasczyk so stark unter Druck, dass der Ball nach einem Pressschlag ins Netz trudelte (33.). Der vom Heimverein bediente Liveticker kürte das 1:1 prompt zum „Kacktor des Monats“, für Bragula war es indes „ein Tor des Willens“.

Ein echtes Traumtor war hingegen das 2:1 durch Ole Lehmkuhl: Der 26-Jährige zog vom linken Flügel nach innen und hämmerte die Kugel mit seinem schwächeren linken Fuß aus rund 20 Metern unhaltbar oben links in den Winkel (42.). „Ole ist zurzeit wirklich in Topform“, lobte Bragula seinen Mittelfeldmann, der auf der Achterposition begann und in der zweiten Halbzeit nach Umstellung auf ein 4-2-3-1 zusammen mit Görke die Doppelsechs bildete.

Unmittelbar vor der Pause hätte es beinahe zum zweiten Mal im Kasten des Klassenprimus geklingelt: Heinrich übersah WSC-Torjäger Rister, der allein aufs Gästetor zulief. Doch Pundsack rettete bärenstark im Eins-gegen-eins (45.) - für Bragula „eine Schlüsselszene“. Auch im zweiten Abschnitt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Ein Freistoß von Melvin Lamberty, der knapp am VfL-Tor vorbeizischte, war der Gipfel der Wilhelmshavener Ausgleichsbemühungen (72.).

Stattdessen machten die Wildeshauser im Stile einer Spitzenmannschaft den Sack zu. Der eingewechselte René Tramitzke wurde am Abschluss gehindert. Den anschließenden Eckball beförderte Feldhus zum 3:1 in die Maschen (83.). Das 4:1 besorgte Sturmtank Tramitzke dann selbst, indem er einen Schneider-Eckstoß per Kopf über die Linie wuchtete (85.). Unmittelbar vor dem Schlusspfiff hätte Andreas Kari nach starkem Tramitzke-Pass sogar beinahe noch weiter erhöht, schob die Kugel aber knapp am Kasten vorbei (90.).

„Das war kein besonders gutes Spiel von uns, aber ich will auch nicht zu kritisch sein. Der Sieg geht in Ordnung, ist aber um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen“, bilanzierte Bragula.  mar

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