VfL Wildeshausen wirkt beim 0:0 gegen Voslapp ziemlich müde

Nur Pundsack in Normalform

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Die Gäste aus Voslapp machten den Wildeshausern das Leben schwer. Selten hatten Maximilian Seidel (r.) und Co. so viel Raum wie in dieser Szene. ·

Wildeshausen - Von Daniel Wiechert. Die Gefühlswelten hätten nach dem Bezirksliga-Spiel zwischen dem VfL Wildeshausen und STV Voslapp nicht unterschiedlicher sein können. Während die Gäste das 0:0 euphorisch feierten, schüttelten Maxi Seidel und Co. nur die Köpfe.

Die Wildeshauser haderten mit ihrem eigenen Spiel, das gestern viel zu ideenlos und lustlos daherkam. „Unsere Fehlpassquote war deutlich zu hoch“, analysierte VfL-Trainer Jörg Peuker, „dadurch wurden unsere Offensivbemühungen schon erstickt, bevor es überhaupt hätte gefährlich werden können.“

Voslapp machte es allerdings auch clever, spielte ab der Mittellinie Pressing und stellte mögliche Passwege der Wildeshauser direkt mit mehreren Spielern zu. Es waren bereits 28 Minuten gespielt, bis Wildeshausen zur ersten Torchance kam. Sascha Goerke tanzte sich mit einem technischen Kabinettstück an seinem Gegenspieler vorbei und zog aus spitzem Winkel ab. Voslapps Keeper Benjamin Blasczyk bekam noch so eben seine Fäuste an den Ball. Ansonsten war Voslapp in der ersten Halbzeit zwingender, doch Sebastian Pundsack verhinderte Schlimmeres gegen Steffen Kamin (26.). Direkt nach der Pause konnten sich die Wildeshauser wieder bei Pundsack bedanken, als er Sven Niederhausens Schuss noch soeben mit den Fingerspitzen entschärfen konnte.

Wildeshausen wurde dagegen erst in der Schlussphase gefährlicher. Zunächst bekam Jannik Wallner nicht genügend Druck hinter seinem Kopfball (84.), dann verhinderte die Latte, dass Wallners Kopfball-Bogenlampe nicht doch noch das Spiel zugunsten der Wildeshauser entschied (90.). Aber auch Voslapp hätte in der Nachspielzeit noch die Partie für sich entscheiden können, wenn Tim-Oliver Frerichs‘ Schuss etwas platzierter gewesen wäre. So blieb es beim torlosen Remis, Voslapp ist damit bereits seit vier Partien ohne Gegentor: „Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt nicht zufrieden gewesen“, sagte Peuker, „doch letztlich müssen wir uns für dieses 0:0 sogar noch bedanken.“ Der VfL-Trainer haderte gestern vor allem damit, dass seine Akteure zu wenig Gefahr über die Außenpositionen entwickeln konnten. „Das wäre heute ein probates Mittel gewesen“, sagte Peuker. Doch letztlich fehlten dem Trainer die Alternativen, auch weil Tobias Düser bereits nach 52. Minuten mit Knieproblemen ausgewechselt werden musste.

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