Sorge um Görke und Schneider

VfL Wildeshausen gewinnt Test gegen DFB-Pokalteilnehmer mit 4:0

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Glänzend aufgelegt: VfL-Keeper Sebastian Pundsack ließ in Hastedt keinen Gegentreffer zu.

Wildeshausen - Marcel Bragula ist kein Typ, der sich schnell aus der Reserve locken lässt. Doch nach dem Testspiel beim BSC Hastedt war der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen schon „ein bisschen baff“. Klar mit 4:0 (2:0) hatte seine Crew den Vergleich mit dem Bremen-Liga-Achten gewonnen.

Vor allem körperlich und konditionell waren die Krandel-Kicker dem DFB-Pokalteilnehmer (1:11-Erstrundenniederlage gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach) überlegen. Dennoch wollte Bragula „das Ergebnis nicht zu hoch bewerten und in Euphorie verfallen“.

Kurz vor dem Anpfiff hatte es begonnen zu schneien. Bei schwierigen Platzverhältnissen auf dem Kunstrasen am Hastedter Osterdeich konzentrierten sich die Gäste weisungsgemäß vor allem auf Basics wie Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und taktische Disziplin. „Das hat gut geklappt“, fand Bragula. Beide Mannschaften erspielten sich in etwa gleich viele Chancen, doch nur der Bezirksliga-Spitzenreiter konnte daraus auch Kapital schlagen. Die Hastedter scheiterten entweder am glänzend aufgelegten VfL-Keeper Sebastian Pundsack oder aber am eigenen Unvermögen. „Das 4:0 entspricht nicht dem Spielverlauf“, bestätigte Bragula.

Mit einer verunglückten Flanke, die hinter BSC-Schlussmann Pascal Wiewrodt zum 1:0 im Netz einschlug, eröffnete Linksverteidiger Philipp Finger den Torreigen (21.). Nach Foul an Sebastian Bröcker scheiterte Sascha Görke per Strafstoß zunächst an Wiewrodt. Im Nachschuss traf René Tramitzke zur 2:0-Pausenführung (36.).

Einen tollen Spielzug über sechs, sieben Stationen krönte Maximilian Seidel auf Vorlage von Andreas Kari mit dem 3:0 (82.). Den 4:0-Endstand stellte Andreas Kari nach Zuspiel von Alexander Kupka mit einem humorlosen 16-Meter-Schuss in den Winkel her (86.). Zuvor hatte Michael Eberle den Pfosten getroffen. Obwohl der VfL noch einen oder zwei Treffer mehr hätte erzielen können, als die Bremer Kräfte nach etwa einer Stunde merklich schwanden, sei der Sieg zu hoch ausgefallen, erklärte Bragula.

Getrübt wurde die Freude über den gelungenen Ausflug in die Hansestadt durch die Verletzungen von Sascha Görke und Lukas Schneider. Beim Mittelfeldstrategen Görke brach jene Hüftverletzung auf, die ihm schon länger zu schaffen macht (40.). Linksverteidiger Schneider musste das Aufwärmprogramm wegen Knieproblemen abbrechen. „Dadurch drohen uns zwei Schlüsselspieler auszufallen. Ich hoffe, dass sie nicht länger fehlen“, meinte Bragula besorgt.  

mar

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