VfL Wildeshausen unterliegt mit 0:3 bei Kickers Emden

Pundsack und Görke nehmen das Heft in die Hand

Wildeshausens Innenverteidiger Jan Gusfeld-Ordemann feierte nach mehr als achtmonatiger Abstinenz in Emden sein Landesliga-Comeback. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Mehrere Stammspieler verletzt, diverse Akteure angeschlagen und einige Leistungsträger außer Form – in dieser Konstellation reicht es für die Fußballer des VfL Wildeshausen nicht, um gegen die ganz Großen der Landesliga zu bestehen. Diese Erfahrung musste der Aufsteiger nach dem 0:5 beim Spitzenreiter TuS Bersenbrück nun auch beim 0:3 (0:2) beim neuen Tabellenzweiten BSV Kickers Emden machen.

„Bersenbrück und Emden sind nicht unser Maßstab – wenn wir da nicht in Topform sind, können wir nicht mithalten“, musste VfL-Coach Marco Elia eingestehen. Den Krandel-Kickern war anzumerken, dass sie sich nach der Lehrstunde von Bersenbrück viel vorgenommen hatten und die geforderte Reaktion zeigen wollten. „Das hat zehn Minuten sehr gut geklappt“, berichtete Elia. Doch dann segelte ein hoher Ball durch den VfL-Strafraum, Abwehrchef Lennart Flege streckte sich vergeblich, und Tido Steffens hatte alle Zeit der Welt, um die Kugel anzunehmen, Keeper Sebastian Pundsack zu umkurven und zum 1:0 einzuschieben (13.). „Damit war alles über den Haufen“, ärgerte sich Elia.

Nicht ganz. Denn die Gäste hielten dagegen und hatten durch Torjäger Lennart Feldhus die große Chance zum Ausgleich, die BSV-Schlussmann Karsten Buß jedoch zunichte machte (32.). Wenig später knickte VfL-Innenverteidiger Niklas Heinrich im Mittelfeld um und fehlte anschließend im Abwehrzentrum. Den Freiraum nutzte Torben Lange zum 2:0 (38.). Damit nicht genug: Heinrich konnte nicht weitermachen und musste ausgewechselt werden. „Er wird wahrscheinlich auch am Mittwoch gegen Leer nicht spielen können“, bedauerte Elia. Im Abschlusstraining war schon Bastian Stuckenschmidt umgeknickt und musste passen. Für Heinrich kam der lange verletzte Jan Gusfeld-Ordemann zu seinem ersten Landesliga-Einsatz seit dem 16. August 2015. „Jan hat das ordentlich gemacht“, meinte Elia.

Nach Wiederanpfiff drängte Emden auf die Entscheidung, scheiterte aber immer wieder am starken Sebastian Pundsack. Und mit der Einwechslung von Sturmtank René Tramitzke ging plötzlich noch mal ein Ruck durch die Wittekind-Crew. „Da haben wir angefangen uns zu wehren“, sagte Elia. Doch für eine Wende reichte das Aufbäumen nicht. Stattdessen nutzte Andre Geiken mit der letzten Aktion des Spiels eine der unzähligen Emder Konterchancen zum 3:0 (90.+3).

„Man merkt, dass die Mannschaft verunsichert ist. Wir haben eine flache Hierarchie. Aber es kristallisiert sich heraus, dass Sebastian Pundsack und Sascha Görke das Heft in die Hand nehmen – von ihnen kamen gute Ansagen“, machte sich Elia im Hinblick auf das Heimspiel gegen den Tabellenfünfzehnten VfL Germania Leer (Mittwoch, 4. Mai, 20 Uhr) Mut: „Da muss ein Dreier her – das ist Fakt!“ - mar

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