Joachim Puchler hat wieder Alternativen

Personallage beim TV Dötlingen entspannt sich

Dötlingens Niclas Schemionek (rechts) behauptet sich im Zweikampf.
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Willkommene Alternative: Der TV Dötlingen kann für das Heimspiel gegen den Harpstedter TB mit Niclas Schemionek (r.) planen.

Landkreis – Halbzeit in der Fußball-Kreisliga. Mit Ausnahme von drei noch ausstehenden Nachholspielen ist die Hinrunde komplett absolviert. Den einzigen Abstiegsplatz belegt derzeit der TV Falkenburg – fünf Zähler und das schlechtere Torverhältnis trennen das Schlusslicht vom rettenden Ufer. An der Tabellenspitze gibt es einen Vierkampf. Aktuell führen der TSV Großenkneten und der VfR Wardenburg das Klassement mit jeweils 34 Punkten an. Allerdings können der Harpstedter TB (33) und der TV Jahn (32) mit einem Sieg im Verfolgerduell am Dienstag, 2. November, 20.15 Uhr, vorbeiziehen. Vorher steht allerdings noch der Rückrundenstart auf dem Programm.

FC Huntlosen – TV Munderloh (Freitag, 19.30 Uhr/Hinspiel: 1:7): Mit nur zehn Zählern und Rang 13 hinken die Huntloser ihren Ansprüchen hinterher. Doch angesichts des Sieben-Punkte-Polsters auf die „Falken“ hat Trainer Jan Schindler keine Bedenken, dass in puncto Klassenerhalt noch etwas anbrennt. Zunächst gelte es, die drei verbleibenden Partien vor der Winterpause bestmöglich über die Bühne zu bringen. „Und dann bin ich fest davon überzeugt, dass wir eine geile Vorbereitung hinlegen und eine deutlich bessere Rückrunde spielen werden“, bekräftigt der B-Lizenzinhaber. Nach der langen Zwangspause und der durchwachsenen Sommervorbereitung war Schindlers Crew im Hinspiel komplett überfordert. „Aber Munderloh hat das auch überzeugend gemacht“, erinnert sich der 34-Jährige nur ungern an das 1:7. Beim Streben nach Wiedergutmachung wäre eine sattelfeste Defensive hilfreich Allerdings hat sich Sebastian Merz beim jüngsten 1:4 in Achternmeer den Oberschenkel gezerrt. Für den Abwehrchef ist das Fußballjahr 2021 ebenso gelaufen wie für seinen Nebenmann Tim Künnemann, der sich das Knie verdreht hat. „Wenn wir Glück haben, ist es nur eine Verstauchung mit Wassereinlagerung. Dann ist Tim in acht Wochen damit durch. Aber wir müssen die MRT-Untersuchung abwarten“, erläutert Schindler. Da auch Eike Fiedler (Leistenverletzung) ausfällt, sind Marvin Schoon und Malte Bolling die heißesten Kandidaten für die Innenverteidigung. „Aber inzwischen habe ich mir angewöhnt, erst am Spieltag zu entscheiden, wen ich aufstelle“, verweist Schindler auf das immense Verletzungspech. Durch die ständigen Formationswechsel habe sein Team bislang nicht in den Rhythmus gefunden und keine Automatismen schaffen können.

TV Dötlingen – Harpstedter TB (Freitag, 20 Uhr/Hinspiel: 1:4): „Mit 33 Punkten aus 13 Spielen muss man zufrieden sein“, lautet die Zwischenbilanz von Marcus Metschulat. Allerdings weiß Harpstedts Trainer auch um „zwei, drei kleine Sachen, an denen wir arbeiten müssen“. Dabei denkt er zuvorderst an die Chancenverwertung. 53 Treffer sind keine schlechte Ausbeute. „Aber es hätten schon ein paar Törchen mehr sein können“, findet der 45-Jährige. Den Gedanken an die mögliche Herbstmeisterschaft wischt er hingegen ganz schnell beiseite: „Wir denken von Spiel zu Spiel, sonst verlierst du ganz schnell den Fokus.“ Und der liegt zunächst einmal auf dem TV Dötlingen. Nachdem die Gastgeber zuletzt wegen Personalmangels nicht gegen den VfR Wardenburg angetreten waren, erwartet Metschulat „einen hochmotivierten Gegner“. Inzwischen hat sich die Lage beim Tabellenachten entspannt. „So wie es aussieht, bekommen wir wohl 15, 16 Mann zusammen und können eine schlagkräftige Truppe aufbieten“, berichtet TVD-Coach Joachim Puchler. Unter anderem ist Joole Bredehöft wieder fit, und auch Niclas Schemionek steht an diesem Wochenende zur Verfügung. Beim HTB fehlen Ole Volkmer (USA-Aufenthalt), Thies Meyer (Urlaub), die verletzten Julian Meyer (Knie) und Hendrik Glück (Rippe) sowie Philip George und Magnus Ellermann (beide Arbeit). „Vom Papier ist Harpstedt der klare Favorit. Sie müssen gewinnen, wenn sie oben dran bleiben wollen. Aber in der Liga ist hat es schon viele komische Ergebnisse gegeben. Warum sollte nicht mal was für uns drin sein? Umgekehrt müssen wir aufpassen, dass wir nicht unter die Räder kommen, wenn Harpstedt einen Mördertag erwischt“, sagt Puchler.

TSV Großenkneten – VfL Wildeshausen II (Freitag, 20 Uhr/Hinspiel: 2:0): Acht hohe Siege am Stück hat Großenkneten zuletzt eingefahren. „Deshalb ist es nicht sehr realistisch, dass wir dort punkten werden“, sagt Georg Zimmermann. Stattdessen hofft Wildeshausens Übungsleiter bei seiner jungen Mannschaft auf einen Zugewinn an Erfahrung. Denn wieder einmal muss Zimmermann auf einige routinierte Eckpfeiler seines Kaders verzichten. Andreas Kari ist im Urlaub, Hauke Glück mit dem Landesliga-Team auf Mannschaftsfahrt. Philipp Finger (Bänderriss) und Florian Düser (Verletzung des Syndesmosebandes) fallen ebenfalls aus. Der Einsatz von Marco D’Elia (Wadenzerrung) ist fraglich. Stattdessen dürfen sich Stürmer Noah Richter und Sechser Chris Löwe aus der A-Jugend gegen den Klassenprimus beweisen. Auch gegen den mit bislang 60 Treffern besten Angriff der Liga um Torjäger Mattis Asche, der allein 25 „Buden“ erzielt hat, will Zimmermann in der Defensive keinen Beton anrühren. „Davon halte ich nichts“, erklärt der 67-Jährige. Schon im Hinspiel hielten die Krandel-Kicker lange gut mit, ehe Mitte der zweiten Hälfte die Kräfte schwanden. Bei einem ähnlichen Auftritt wäre Zimmermann zufrieden.

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