TV Dötlingen hat VfL Wildeshausen 2015 schon einmal im Bezirkspokal düpiert

Puchler glaubt nicht an erneuten Coup

Immer noch dabei: Die Kapitäne Julian Eilers (TV Dötlingen, l.) und Sascha Görke (VfL Wildeshausen, r.) könnten auch an diesem Mittwoch im Bezirkspokal wieder aufeinandertreffen. Vor fünf Jahren, als diese Aufnahme entstand, triumphierten die Dötlinger mit 6:3 nach Elfmeterschießen.
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Immer noch dabei: Die Kapitäne Julian Eilers (TV Dötlingen, l.) und Sascha Görke (VfL Wildeshausen, r.) könnten auch an diesem Mittwoch im Bezirkspokal wieder aufeinandertreffen. Vor fünf Jahren, als diese Aufnahme entstand, triumphierten die Dötlinger mit 6:3 nach Elfmeterschießen.

Wildeshausen – Wenn er könnte, würde Marcel Bragula den 2. August 2015 am liebsten aus seinem Gedächtnis löschen. „Das ist einer der wenigen Tage in meiner Amtszeit, an die ich gar nicht gerne zurückdenke“, sagt der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen. Damals, an jenem sonnigen Sonntag vor etwas mehr als fünf Jahren, verloren Bragula und seine Crew in der ersten Runde des Bezirkspokals mit 3:6 (2:2, 0:0) nach Elfmeterschießen beim Kreisligisten TV Dötlingen.

„Ich kann mich bei den mitgereisten Wildeshausern nur entschuldigen: Dieser peinliche und inakzeptable Auftritt war eines Landesligisten und einer ersten Herren des VfL Wittekind nicht würdig“, zürnte der VfL-Coach nach dem Spiel, während die Dötlinger ihren Torhüter Hendrik Schulz feierten, der die Elfmeter von Sascha Görke und Kevin Kari pariert hatte.

Seitdem ist viel Wasser die Hunte hinunter geflossen. Doch in diesen Tagen werden die Erinnerungen wieder lebendig. Denn an diesem Mittwoch, 18 Uhr, stehen sich der VfL Wildeshausen und der TV Dötlingen zum Auftakt des Bezirkspokals 2020/2021 erneut gegenüber. Aufgrund der besseren Umsetzbarkeit der Hygienevorschriften im Zuge der Coronapandemie, steigt die Partie jedoch diesmal im Wildeshauser Krandelstadion.

„Im Pokal sind schon viele Favoriten gestolpert. Diese Geschichten, die der Fußball schreibt, wollen die Fans sehen. Ich möchte so eine Blamage aber nicht noch einmal erleben“, sagt Bragula. Die Ausgangslage ist damals wie heute dieselbe: Die Krandel-Kicker sind im Duell mit den zwei Ligen tiefer spielenden Dötlingern haushoher Favorit. Und an einen erneuten Dötlinger Coup wie damals unter seinem Vor-Vorgänger Georg Zimmermann mag Joachim Puchler nicht glauben – zumal sein Team im jüngsten Test gegen den Harpstedter TB eine 0:7-Klatsche kassiert hat. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir eine Überraschung schaffen. Das Schlimmste wäre, wenn sich noch jemand verletzt. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Ligastart am Freitag gegen Achternmeer“, sagt der Trainer des Kreispokalsiegers.

Dötlingens Kader ist in den vergangenen Monaten stark geschrumpft. Nach den Wechseln von Johan Hannink (TV Munderloh), Kevin Strumpski (Ahlhorner SV) und Roman Seibel (Harpstedter TB II) hat Puchler „bis auf Enis Stublla keinen richtigen Stürmer mehr“. Neuzugang Tobias Pelz (Harpstedter TB II) und Ruben Gelder fallen wegen Zerrungen aus. Maximilian Struve wird es berufsbedingt wahrscheinlich nicht pünktlich bis zum Anpfiff schaffen. Aus dem gleichen Grund steht „Elfmeterkiller“ Max-Philipp Schultz nicht zur Verfügung, so dass der gerade erst von einer Bänderverletzung genesene Patrick Stefan das Tor hüten wird.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Aufgrund der Dötlinger Personalmisere hat Benjamin Bohrer sein geplantes Laufbahnende verschoben und wird noch ein paar Monate dranhängen. Gegen seinen Ex-Club VfL Wildeshausen dürfte der 31-Jährige besonders motiviert sein. „Wir werden elf Leute auf den Platz kriegen und versuchen, das Beste daraus zu machen“, kündigt Puchler an. Er rechnet mit früh attackierenden Wildeshausern. „Wir müssen sehen, dass wir nicht überlaufen werden“, warnt er.

Auch die Sinne der Gastgeber sind geschärft. „Wir werden Dötlingen nicht unterschätzen. Die haben ein paar gute Fußballer in ihren Reihen – der Respekt ist da“, betont Bragula. Er wünscht sich, dass seine Mannschaft „so engagiert spielt, wie am Sonntag“ bei der Generalprobe gegen den VfL Stenum. Der 3:0-Erfolg über den Bezirksligisten hat jedoch ein Opfer gefordert: Alexander Kupka ist nach dem unnötigen Foul von Silas Dohrmann an Gehhilfen unterwegs. „Die CT-Bilder sind noch nicht ausgewertet, aber ich rechne mit einer längeren Auszeit“, meint Bragula, der außerdem auf Ole Lehmkuhl (Oberschenkelzerrung) verzichten muss. Der VfL-Coach hofft, dass seine Mannen nach durchwachsener Vorbereitung auf den letzten Metern vor dem Landesliga-Start die Kurve bekommen. „Dafür müssen wir im letzten Drittel vor dem Tor zielstrebiger und genauer werden“, fordert Bragula.  mar

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