Torhüter hält zwei Elfmeter

Prieto-Falk ist Wildeshausens Pokalheld

Michael Eberle (links) bedankt sich bei Torhüter Nico Prieto-Falk.
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Sieggarant: Mit zwei gehaltenen Elfmetern ebnete Nico Prieto-Falk (r.) dem VfL Wildeshausen den Weg in die dritte Bezirkspokalrunde.

Wildeshausen – Die elftägige Pause bis zu ihrem nächsten Landesliga-Spiel haben sich die Fußballer des VfL Wildeshausen redlich verdient. Mit dem allerletzten Aufgebot behaupteten sich die Krandel-Kicker am Mittwochabend in der zweiten Bezirkspokalrunde mit 5:4 (1:1, 1:1) nach Elfmeterschießen beim Bezirksligisten SFN Vechta und müssen nun in der dritten Runde beim Bezirksligisten Amasyaspor Lohne antreten (Mittwoch, 8. September, 18.30 Uhr).

Mann des Abends war zweifellos VfL-Keeper Nico Prieto-Falk. Der Neuzugang vom SV Vorwärts Nordhorn hütete erstmals in einem Pflichtspiel das Wildeshauser Tor und machte seine Sache hervorragend. Der 28-Jährige parierte in der ersten Halbzeit ganz stark zwei Freistöße und wurde im Elfmeterschießen mit zwei gehaltenen Versuchen endgültig zum Pokalhelden. „So viel ist sicher: Ein Torwartproblem haben wir in dieser Saison ganz bestimmt nicht“, freute sich VfL-Coach Marcel Bragula. Denn in den drei bisherigen Punktspielen war auch Prieto-Falks Kollege Janne Ole Kay ein sicherer Rückhalt.

Vor rund 350 Zuschauern im Vechtaer Reiterwaldstadion, darunter gut 100 Groundhopper, mussten die Gäste ohne Kapitän Marius Krumland (Fußprellung plus Erkältung), Mattes Hehr (Dienst) und Marco Nakelski (Oberschenkelzerrung) auskommen. Die Innenverteidigung bildeten Alexander Kupka und Mika Ostendorf. Kupka hielt jedoch eine knappe halbe Stunde durch. Für ihn kam Ole Lehmkuhl, der seinerseits in der 65. Minute passen musste.

„Die erste Halbzeit ging aus meiner Sicht klar an Vechta“, berichtete Bragula. Was ihm verständlicherweise gar nicht schmeckte. „Wenn man schon so einen geilen Pokalabend präsentiert bekommt, in einem tollen Stadion, mit einer guten Zuschauerkulisse und bei Nieselregen, dann muss da mehr Einsatz kommen. Mir hat irgendwie das Pokalfeeling gefehlt“, monierte der 47-Jährige.

Verdientermaßen gingen die Sportfreunde Niedersachsen mit 1:0 in Führung. Nachdem Prieto-Falk zweimal einen Einschlag verhindern konnte, war er beim Schuss von Leo Kamke aus spitzem Winkel machtlos (38.). Zuvor hatte der Neuzugang vom TuS BW Lohne zwei Wildeshauser regelrecht vernascht.

Eine der wenigen guten Offensivaktionen der Wittekind-Crew vollendete Fyonn Rothe mit dem Ausgleichstreffer (44.). Christopher Kant hatte ihn bedient. Zur Pause hieß es 1:1. „Absolut schmeichelhaft“, fand Bragula.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild. Nun gaben die klassenhöheren Gäste den Ton an. Zunächst musste Prieto-Falk aber einen weiteren Freistoß von Lars Scholz entschärfen. Doch weil René Tramitzke, der diesmal die Kapitänsbinde trug, und Michael Eberle ihre Chancen nicht nutzten, hieß es auch nach 90 Minuten 1:1.

Im Elfmeterschießen wurde es kurios. Den ersten Versuch setzte Scholz über das Gehäuse. Gerade als Steven Müller-Rautenberg anlief, flog der Ball des Vechtaers von der Tribüne zurück in den Strafraum, und der irritierte Wildeshauser verschoss ebenfalls. „Nach meinem Kenntnisstand hätte der Elfmeter wiederholt werden müssen“, ärgerte sich Bragula. Schiedsrichter Dennis Meinders (VfR Voxtrup) sah es anders.

Die nächsten drei SFN-Versuche zappelten im Netz. Für Wildeshausen trafen Michael Eberle und Christoph Stolle, während Alexander Dreher, der ansonsten ein starkes Spiel machte, an SFN-Keeper Fabian Stuke scheiterte. Somit hieß es 3:4, und der VfL stand 3:4 kurz vor dem Aus. Doch Prieto-Falk wehrte die nächsten beiden Schüsse von Fabian Geerken und Anthony Djebou ab. Jan Stubbmann und Christopher Kant behielten dagegen die Nerven und beförderten ihr Team in die nächste Runde.

Bezirkspokal, 2. Runde

SFN Vechta – VfL Wildeshausen 4:5 (1:1, 1:1) nach Elfmeterschießen

SFN Vechta: Stuke - Canada (64. Warnke), Heidkamp, Swiech, Soremba (70. Stukenborg), Scholz, Kamke, Djebou, Witte (75. Geerken), Ihnken, Cocco

VfL Wildeshausen: Prieto-Falk - Rothe, Müller-Rautenberg, Kant, Eberle, Kupka (27. Lehmkuhl, 65. Berger), Stolle, Ostendorf, Tramitzke (84. Richter), Stubbmann, Dreher

Tore: 1:0 (38.) Leo Kamke, 1:1 (44.) Fyonn Rothe

Elfmeterschießen: Lars Scholz schießt über das Tor, Fabian Stuke hält gegen Steven Müller-Rautenberg, 2:1 Leo Kamke, 2:2 Michael Eberle, 3:2 Fabian Stuke, Fabian Stuke hält gegen Alexander Dreher, 4:2 Philipp Ihnken, 4:3 Christoph Stolle, Nico Prieto-Falk hält gegen Fabian Geerken, 4:4 Jan Stubbmann, Nico Prieto-Falk hält gegen Anthony Djebou, 4:5 Christopher Kant.

Schiedsrichter: Dennis Meinders (VfR Voxtrup)

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