Müller köpft Ausgleich in der Nachspielzeit / Tramitzke verletzt sich am Knie

Potthoff nur bei Bohrers Phantomtor machtlos – 1:1

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Wieder nichts: Auch in dieser Situation findet Majues Gebhardt-Bauer seinen Meister in Wiefelstedes Torhüter Jannes Potthoff.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Der VfL Wildeshausen wird in der Fußball-Bezirksliga derzeit nicht gerade vom Glück verfolgt. Am vergangenen Mittwoch verlor der Vizemeister mit 1:2 beim BV Bockhorn, bekam einen klaren Foulelfmeter nicht, und stattdessen sah Jan Lehmkuhl wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte.

Der Mittelfeldspieler wurde inzwischen für zwei Partien gesperrt. Gestern nun kam der VfL nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den SV Eintracht Wiefel stede hinaus. Den Ausgleich für den Tabellenvorletzten erzielte Waldemar Müller in der Nachspielzeit. Zu allem Überfluss verletzte sich Rene Tramitzke am Knie.

Das Resultat war für Klaus Ebel natürlich eine „Enttäuschung“. Allerdings gab der VfL-Trainer auch unumwunden zu, dass seine Mannschaft „einfach keine gute Vorstellung abgeliefert“ hatte. Doch schon mit einer konsequenteren Chancenverwertung hätte sie den Dreier mühelos einsacken können. „Wenn Wildeshausen das 2:0 macht, ist die Sache gelaufen“, sagte Ralf Brumund. Stattdessen durfte sich Wiefelstedes neuer Coach über seinen gelungenen Einstand freuen: „Der VfL ist die spielstärkste Mannschaft der Liga, und es ist eine tolle Leistung, hier einen Punkt zu holen.“

Danach hatte es lange nicht ausgesehen, denn die Gastgeber führten bis kurz vor Schluss mit 1:0 durch ein Tor, das keins war: Ein Schuss von Benjamin Bohrer trumpfte von der Latte klar vor der Torlinie auf. Majues Gebhardt-Bauer köpfte den Ball danach zwar ins Netz, stand dabei aber im Abseits. Schiedsrichter Jan Denker (VfR Wardenburg) und sein Assistent werteten jedoch Bohrers Versuch als Treffer – ein Phantomtor (27.).

Majues Gebhardt-Bauer (48./55.), Marcel Hesselmann (64.) und Maximilian Seidel (66./80.) scheiterten danach ein ums andere Mal an Eintracht-Keeper Jannes Potthoff. Zudem traf Sascha Görke den Pfosten (70.).

Dann blieb der eingewechselte Rene Tramitzke nach einem Zweikampf am Boden liegen und schrie vor Schmerz laut auf (85.). Betreuer Martin Schmale führte den humpelnden Stürmer in die Kabine. Womöglich standen Tramitzkes Teamkollegen noch unter Schock, als Waldemar Müller nach einem Freistoß zum 1:1 einköpfte (90.+1). „Grausam! Wir müssen ab Dienstag versuchen, wieder Freude reinzubringen, was nicht so einfach sein wird“, ächzte Klaus Ebel.

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