Wildeshausen am Sonntag im Landkreis-Derby bei heimstarken Stenumern

Positive Anspannung im Endspurt

Reicht die Zeit bis Sonntag? Alexander Kupka (links) und Christopher Kant (rechts) haben sich beim jüngsten Wildeshauser 3:0 gegen Heidmühle verletzt. Ihre Einsätze im Derby beim VfL Stenum sind gefährdet. Foto: Krüger

Wildeshausen – Kurz vor dem letzten Viertel einer famosen Saison muss Marcel Bragula seinen Fußballern nicht extra erklären, um was es geht: „Nach 2015 stehen wir wieder kurz davor, etwas ganz Großes zu schaffen“, verdeutlicht der Trainer des VfL Wildeshausen. Damit meint der Coach des Bezirksliga-Spitzenreiters natürlich die Rückkehr in die Landesliga. Damit sich der VfL Stenum auf dem Weg dorthin nicht als Stolperstein erweist, fordert Bragula für das Auswärtsspiel am Sonntag ab 15.00 Uhr beim Tabellenneunten: „Wir müssen jetzt weiter unser Ding durchziehen!“

Das bedeutet, aus einer sattelfesten Abwehr den Torerfolg zu suchen und dabei geduldig zu bleiben. Den jüngsten 3:0-Erfolg vom Sonntag gegen Heidmühle nannte er als gutes Beispiel: „Wir haben nichts zugelassen, das 1:0 erzielt und die Ruhe bewahrt. Ob das 2:0 dann in der 87. oder 89. Minute fällt, ist erstmal egal. Hauptsache, es fällt nicht das 1:1.“

Die Defensive der Kreisstädter darf mit Recht als Prunkstück bezeichnet werden. 17 Gegentore in den bisherigen 22 Partien bedeuten den Bestwert der Liga. Und die heimstarken Gastgeber (erst eine Saison-Niederlage am Kirchweg kassiert) mit ihrem torgefährlichen Allrounder Maximilian Klatte (zwölf Treffer in 21 Einsätzen) sollen diese Bilanz möglichst nicht verhunzen. Doch ausgerechnet im Endspurt der Saison drohen weitere Bausteine des Wildeshauser Bollwerks zu bröckeln. Gegen Heidmühle musste Bragula bereits auf der Rechtsverteidiger-Position umbauen, nach 30 Minuten zog sich zudem Mittelfeld-Abräumer Alexander Kupka eine Knieprellung zu – mit der Auswechslung zur Pause als Folge. Wildeshausens Sechser vor der Abwehr könnte nun in Stenum ausfallen. Auch der Einsatz von Christopher Kant steht auf der Kippe – er musste gegen den HFC nach knapp einer Stunde wegen einer Oberschenkelzerrung vom Platz. „Nach dem Stand von heute sieht es bei beiden nicht so gut aus“, verdeutlicht Bragula, „aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit.“ Andernfalls „rutschen eben zwei Jungs von der Bank in die Startelf. Die Qualität dazu haben sie alle.“ Eine Bank, auf der am Sonntag allerdings ohnehin nur noch vier Spieler saßen. „Die Zahl der Ausfälle hat sich seitdem nicht verringert“, schildert der 44-Jährige. Die Hoffnung auf Rückkehrer hat er noch nicht ganz aufgegeben. Kandidaten wie Hauke Glück, seit kurzem wieder im Lauftraining, kämen aber noch nicht für die erste Formation in Betracht: „Wenn beim einen oder anderen die Körner für 20 Minuten reichen, wird er mitfahren.“

Angesichts dieser Personallage kommt es dem Trainer „nicht ganz ungelegen, dass wir über Ostern spielfrei haben“. Bis es so weit ist, fordert er noch einmal „konzentrierte Arbeit von allen“.

Trotz aller personellen Fragezeichen überwiegt bei Bragula jedoch die positive Gefühlslage vor dem Landkreis-Derby: „Die Vorfreude ist sowieso immer groß, wenn man da steht, wo wir jetzt stehen. Es ist eine positive Anspannung“, beschreibt es der B-Lizenz-Inhaber.  ck

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