Pokalmodus ruft geteiltes Echo hervor / TV Neerstedt will sich um Final Four bewerben

„Ein Schritt in die richtige Richtung“

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Friedel Schulenberg

Neerstedt - Der neue Modus des HVN/BHV-Pokals hat bei den Handballvereinen ein geteiltes Echo hervorgerufen. „Oft haben wir gehört, dass in den Hallen was los war. Es gab aber auch kritische Stimmen“, berichtet Pokalspielleiter Jens Buchmeier aus Springe.

Nachdem viele Mannschaften in der Vergangenheit verzichtet hatten, ist die Pokalteilnahme seit dieser Saison für die Ober-, Verbands- und Landesligisten Pflicht. „Das werden wir in der kommenden Saison sicher so beibehalten, aber wir feilen noch am Modus“, erläutert Buchmeier. Um den Wettbewerb attraktiver zu machen, werden die einzelnen Runden in Turnierform ausgetragen. Es könne weiter zwei Halbfinals und ein Finale geben oder ein Turnier im Modus jeder gegen jeden mit verkürzter Spielzeit.

Kritik gab es beispielsweise an der Terminwahl. Unter anderem waren die Pokalrunden für das Einschulungswochenende und den vierten Advent angesetzt. „Das ist sicher nicht glücklich, darf aber nicht störend sein, wenn wir uns im Leistungshandball bewegen“, findet Jens Buchmeier. Insgesamt habe man „einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“.

Für ein abschließendes Fazit ist es allerdings noch zu früh – schließlich steht das Final Four der besten vier Mannschaften noch aus. Qualifiziert sind der TV Neerstedt, der TV Bissendorf-Holte, die HSG Barnstorf/Diepholz (alle Oberliga Nordsee) und der MTV Braunschweig (Verbandsliga Niedersachsen).

Die vier Vereine würden in Kürze aufgefordert, sich um die Ausrichtung des Finalturniers am 25./26. April zu bewerben, berichtet Jens Buchmeier. Gingen mehrere Meldungen ein, entscheide das Los. Auch der TV Neerstedt, der bereits Gastgeber eines der vier Drittrundenturniere war, könne sich bewerben. „Das werden wir mit Sicherheit tun“, kündigt Handballabteilungsleiter Friedel Schulenberg an.

Auch die Austragung an einem neutralen Spielort wäre denkbar gewesen. Doch diese Idee findet Schulenberg „nicht so klug“. Jens Buchmeier bestätigt: „Das macht keinen Sinn!“ Wenn einer der vier Teilnehmer Ausrichter sei, kämen garantiert zahlreiche Fans. „Aber wie viele machen sich auf den Weg, wenn ich in die Swiss Life Hall nach Hannover gehe?“

Der Gewinner des HVN/BHV-Pokals zieht mit den anderen Landespokalsiegern in den neugestalteten DHB-Amateurpokal ein. Nur dessen Sieger darf dann auf attraktive Partien gegen Spitzenteams wie den THW Kiel oder die Rhein-Neckar Löwen hoffen: Ansonsten bleiben die Erst- und Zweitligisten sowie die besten Mannschaften aus den dritten Ligen im DHB-Pokal künftig unter sich.

mar

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