Pokal-Bonbon für Kreisliga-Aufsteiger TV Dötlingen / ASV hat Abwehrsorgen

„Eine feine Sache“

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Mit Niklas Hiegemann (l.) und Roman Seibel verfügt der TV Dötlingen über zwei ausgewiesene Torjäger.

Dötlingen - Ein besonderes Bonbon wartet heute Abend, 19 Uhr, auf die Kreisliga-Fußballer des TV Dötlingen: Durch den Aufstieg von Endspielgegner SV Atlas in die Bezirksliga darf der Kreispokalfinalist in dieser Saison im Bezirkspokal starten. „Das haben von den Jungs noch nicht viele erlebt“, sagt Trainer Georg Zimmermann. In der ersten Runde empfängt seine Crew den Bezirksligisten Ahlhorner SV.

Eine Partie gegen einen klassenhöheren Gegner, in der es auch noch um etwas geht, sei „eine feine Sache und eine prima Standortbestimmung“, findet Zimmermann. Allerdings muss er auf die privat verhinderten Marko Müller und Rene Post sowie seinen gerade wiedergewählten Kapitän und Innenverteidiger Julian Eilers (Oberschenkelprellung) verzichten.

Dadurch ist der Coach gezwungen, sein taktisches Konzept zu verändern. Die Gastgeber werden in der Abwehr mit einer Dreierkette agieren. Bei ASV-Angriffen sollen die beiden Sechser einrücken. Vor dem zentralen Mittelfeldspieler Jannes Henning plant Zimmermann mit drei Offensiven sowie Niklas Hiegemann als Stoßstürmer.

Seinem Neuzugang Roman Seibel gönnt Georg Zimmermann „ein paar weitere Wege“. Im Klartext: Der frühere Torjäger des Harpstedter TB soll mit Anlauf aus der Tiefe des Raumes kommen, um seine Dynamik voll zu entfalten. „Außerdem ist Roman konditionell noch nicht ganz da, wo er sein könnte“, meint Zimmermann schmunzelnd.

Mittlerweile liegt auch die Spielberechtigung für den 23-jährigen Angreifer vor, nachdem der TV Dötlingen die fällige Ausbildungsentschädigung nach Harpstedt überwiesen hat. Auch die Sperre von Joole Bredehöft, der sich im letzten Punktspiel der vergangenen Saison einen unnötigen Platzverweis eingehandelt hatte, ist abgelaufen. Das habe ihm Thomas Luthardt vom Spielausschuss bestätigt, berichtet Zimmermann.

Nun hofft der 60-Jährige, dass sein Team „nicht mit fünf, sechs Toren untergeht und einen Dämpfer für die Meisterschaft“ bekommt. Umgekehrt könnte ein gutes Resultat seinem jungen Team aber auch „zusätzlichen Mut geben“.

Während die Dötlinger noch von der Aufstiegseuphorie beflügelt sind, hat ASV-Coach Detlef Blancke mit seinen Mannen „eine mehr als durchwachsene Vorbereitung“ bestritten. Fabian Bakenhus dürfte nach seinem Bänderriss spielen können, schätzt Blancke. Schlecht sieht es dagegen bei Sören Schröder und Nico Wegner aus, die an Leistenbeschwerden laborieren. Zumindest in Wegners Fall sei ein Einsatz völlig ausgeschlossen.

Durch den Verlust von Jan Gusfeld-Ordemann (zum Bremen-Ligisten Habenhauser FV) und Kai Brüning (Karriereende nach Knieverletzung) hat Detlef Blancke eine Großbaustelle in der Viererkette, denn unter den fünf Neuzugängen ist kein gelernter Innenverteidiger. „Das ist eine große Aufgabe“, stöhnt der ASV-Coach. Wahrscheinlich wird er Rechtsverteidiger André Harmuth und Mittelfeldspieler Christian Stumpe ins Abwehrzentrum beordern. „Und ich hoffe, dass Chris von Behren nach seiner Fuß-OP schnell wieder fit wird – dann haben wir ein paar Variationsmöglichkeiten.“

Zwar habe er lediglich gehört, dass der TV Dötlingen eine gute Mannschaft beisammen habe, „aber als Bezirksligist werden wir uns nicht nach dem Gegner richten, sondern versuchen, unser eigenes Konzept durchzubringen“, betont Blancke. Zudem sei in dieser Phase jede zusätzliche Partie Gold Wert: „Im Pokal können sich auch die Jungs noch mal zeigen, die sonst nicht so viel spielen.“

mar

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