Plötzlich auf Augenhöhe: Aufsteiger Wildeshausen empfängt Vizemeister Oythe

Bragulas geheime Hutwahl

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Ein letztes Mal volle Pulle vor eigenem Publikum: Die Krandel-Kicker um Maxi Seidel (rechts) empfangen morgen zum Heimspiel-Jahresausklang den VfL Oythe.

Wildeshausen - Der VfL Wildeshausen hat sich freigeschwommen – mit zuletzt zwei Siegen stehen die Krandel-Kicker wieder über dem ominösen Strich in der Fußball-Landesliga. „Durch die sechs Punkte bei 7:0 Toren haben wir einiges wettgemacht“, freute sich VfL-Coach Marcel Bragula schon Minuten nach dem 2:0-Erfolg gegen den SV Wilhelmshaven. Nun soll beim letzten Auftritt im Krandel 2015 nachgelegt werden. „Wir wollen uns mit einer ansprechenden Leistung von unserem Heim-Publikum verabschieden“, sagt Bragula vor dem Derby gegen den VfL Oythe (morgen/14 Uhr).

Der Gegner kommt mit einem Rucksack voller Probleme. Als einer der Liga-Favoriten war das Team von Trainer Josef Vornhagen in die Saison gestartet, liegt nun punktgleich mit dem Aufsteiger Wildeshausen auf Rang zwölf. Warum es beim Vizemeister derart bescheiden läuft, ist allerdings schnell erklärt: Die Vornhagen-Mannschaft kämpft mit stumpfen Offensivwaffen. In Dennis Jex (Hüftverletzung) und Marcus Kohls (Knieprobleme) fehlen seit Wochen die besten Angreifer, außerdem musste Mittelfeld-Fädenzieher Christian kleine Holthaus zum Saisonstart passen. Die Folge: Die ersten vier Spiele gingen verloren. Zuletzt berappelte sich Oythe, nur eine der letzten sieben Begegnungen wurde verloren. „Wir haben uns stabilisiert“, sagt Vornhagen, wenngleich er zugibt, dass 18 geschossene Tore kein Ruhmesblatt sind: „Dabei spielen wir uns eigentlich genügend Chancen heraus.“

Bragula war ob des Oyther Saisonstarts „verwundert“, sieht den morgigen Gegner aber perspektivisch in anderen Liga-Sphären: „Die Qualität der Einzelspieler ist hoch, sie haben einige Granaten dabei. Deshalb traue ich ihnen ganz sicher zu, dass sie eine Serie starten. Aber damit sollen sie bitte bis nach dem Spiel am Sonntag warten.“

Denn auch Wildeshausen bastelt an einer Serie. Die Befreiungsschläge gelangen zuletzt mit „seriösem, konservativem Fußball“ (Bragula). Heißt: Der VfL spielte abwartender, setzte erstmal auf ein stabiles Defensivkonstrukt, bei dem stets möglichst viele Akteure hinter dem Ball waren. Ob das morgen wieder so praktiziert wird? „Schau‘n mer mal. Das muss man von vielen Faktoren abhängig machen“, sagt Bragula: „Man muss sehen, welcher Hut für die anstehende Aufgabe am besten passt.“

Personell wird wohl umgestellt. Stoßstürmer Lennart Feldhus bekam gegen Wilhelmshaven einen Schlag auf das Sprunggelenk, hat sich außerdem die Brust geprellt. Sollten Bragula und sein Trainerkollege Marco Elia das System nicht verändern, wäre der wiedergenese Rene Tramitzke die erste Alternative im Angriffszentrum. „Rene ist für uns ein wichtiger Spieler, der schon oft seine Qualitäten bewiesen hat. Er trainiert gut, ist daher natürlich eine Option“, sagt Bragula. Verletzungsbedingt fehlen weiterhin Janek Jacobs, Jannik Wallner und Bastian Stuckenschmidt.

Oythe-Trainer Vornhagen sah Wildeshausen gegen Wilhelmshaven. Seine Erkenntnisse: „In der Rückwärtsbewegung haben sie taktisch sehr gut gespielt. Wildeshausen ist kein typischer Aufsteiger, sie sind in der Liga angekommen. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe.“

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