Aufsteiger unterliegt Landesliga-Tabellenführer SV Bad Rothenfelde mit 0:3

Pfannenstiel zieht Schlussstrich unter Wildeshauser Erfolgsserie

Da ist es passiert: VfL-Keeper Sebastian Pundsack holt nach dem 0:2 den Ball aus dem Netz. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Enttäuscht sanken Lukas Schneider, Storven Bockhorn und Jannik Wallner auf den sattgrünen Rasen des Krandelstadions. Nach zuvor zehn Spielen ohne Niederlage verließen die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen am Sonntag erstmals seit dem 8. November 2015 (3:4 gegen Kickers Emden) wieder als Verlierer den Platz: Der Aufsteiger hatte sich dem Tabellenführer SV Bad Rothenfelde mit 0:3 (0:0) geschlagen geben müssen.

„Kommt hoch Jungs“, munter VfL-Coach Marcel Bragula seine Schützlinge auf, ehe er sie im Kreis um sich versammelte. Seine Mannschaft habe „eine super erste Halbzeit gespielt“, verpasste es allerdings, in Führung zu gehen und begünstigte nach dem Wechsel zwei der drei Gegentreffer durch kapitale Abwehrschnitzer. Kämpferisch war den Krandel-Kickern absolut kein Vorwurf zu machen. „Und ich denke, als Aufsteiger darf man in dieser Liga auch mal ein Spiel verlieren“, erklärte Bragula.

In Innenverteidiger Alexander Kupka (Schulterverletzung) sowie den Flügelflitzern Janek Jacobs und Maximilian Seidel (beide Oberschenkelprobleme) mussten Bragula und sein Trainerpartner Marco Elia auf wichtige Stammkräfte verzichten. Trotz der Ausfälle konnten sie „keinen Leistungsabfall erkennen“. Im Abwehrzentrum bot der 18-jährige Niklas Heinrich an der Seite von Lennart Flege eine abgeklärte Vorstellung und erhielt dafür gleich mehrfach Szenenapplaus.

Auf den Außenpositionen wirbelten Sebastian Bröcker und Ole Lehmkuhl. Letzterer hätte die Gastgeber nach einem Stockfehler von Jan Unger im Bad Rothenfelder Strafraum in Führung bringen müssen, doch er setzte den Ball knapp am Tor vorbei (23.). „Den muss er machen, aber c’est la vie“, meinte Bragula. „Wir wussten, dass Wildeshausen gefährlich sein kann“, sagte Gästetrainer Günter Baerhausen. Doch durch das frühe Pressing des Neulings wirkte seine Crew schon ein wenig überrascht.

Ein Patzer von Lennart Flege leitete dann den Anfang vom Wildeshauser Ende ein: Nutznießer war Artöm Pfannenstiel – 0:1 (59.). „Bis dahin hatten wir alles im Griff“, sagte Bragula, wollte mit seinem Abwehrchef aber auch nicht zu hart ins Gericht gehen: „Auch wenn Lennart in dieser und einigen anderen Szenen nicht glücklich aussah, will ich nicht auf ihm herumhacken – er ist einer unserer wichtigsten Spieler.“

Nachdem Ole Lemkuhl, dessen Heber knapp das Tor verfehlte, den Ausgleich verpasst hatte (67.), erhöhte Kevin Herbermann mit einem Schuss aus der Drehung auf 2:0 (71.). Bragula stellte vom anfänglichen 4:4:2-System, in dem der etatmäßige Mittelfeldspieler Jan Lehmkuhl die zweite (hängende) Sturmspitze neben Lennart Feldhus gab, in der Abwehr auf eine Dreierkette um. Beim Bemühen um den Anschlusstreffer konnte Gästekeeper Felix Zimmermann einen Freistoß von Lukas Schneider nur nach vorne abwehren. Im Nachsetzen verfehlte Storven Bockhorn per Kopf erneut nur knapp das Rothenfelder Gehäuse (83.). „Da hatten wir ein bisschen Glück. Wenn da das 2:1 fällt, weiß ich nicht, was passiert“, atmete Günter Baerhausen durch.

Stattdessen machte Artöm Pfannenstiel alles klar: Nach einem Missverständnis zwischen VfL-Schlussmann Sebastian Pundsack und Linksverteidiger Lukas Schneider hob er den Ball zum 3:0 ins Tor (89.). „Unterm Strich haben wir verdient gewonnen, auch wenn der Sieg vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen ist“, bilanzierte Baerhausen.

Verlieren – für die Wildeshauser ein fast schon vergessenes Gefühl. Doch dass ihre Erfolgssträhne irgendwann reißen würde, war auch Marcel Bragula klar: „Die Serie ist zu Ende, und das ist auch gut so. Jetzt können wir uns aufs Wesentliche konzentrieren.“ Sprich: die noch fehlenden Punkte zum Klassenerhalt einfahren. „Dafür müssen wir allerdings die Abwehrfehler abstellen.“

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