Peuker übergibt wieder an Metschulat

Überraschender Trainerwechsel beim Kreisligisten Harpstedter TB

HTB-Fußballabteilungsleiter Michael Würdemann (links) bedankt sich zum Abschied mit Harpstedter Spezialitäten und Blumen bei Trainer Jörg Peuker für die in den vergangenen fünf Spielzeiten geleistete Arbeit.
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Harpstedter Spezialitäten und Blumen zum Abschied: HTB-Fußballabteilungsleiter Michael Würdemann (links) bedankt sich bei Trainer Jörg Peuker für die in den vergangenen fünf Spielzeiten geleistete Arbeit.

Harpstedt – Die Beziehung zwischen Jörg Peuker und dem Harpstedter TB ist schon sehr besonders. „Das waren die schönsten fünf Jahre meines bisherigen Fußballerlebens“, sagt der einstige Landesliga-Keeper des TuS Heidkrug und bisherige HTB-Coach. Auch deshalb schien es eigentlich undenkbar, dass Peuker den Kreisligisten verlässt – zumal er dort noch nicht fertig war. Seit seiner Amtsübernahme im Juni 2016 hatte der HTB stets oben mitgespielt, aber zum ersehnten Aufstieg in die Bezirksliga hatte es bislang nicht gereicht. In der Saison 2021/2022 wollte Peuker mit seiner Crew einen neuen Anlauf nehmen.

Doch dazu kommt es nicht mehr. Nachdem Peuker bislang allen Verlockungen widerstanden hatte, darunter ein Angebot des Bezirksligisten TSV Bassum, war die jüngste Offerte des TuS Frisia Goldenstedt einfach zu reizvoll. Nach schweren inneren Konflikten entschied sich der 47-jährige Visbeker „aufgrund der sportlichen Perspektive“ dem Goldenstedter Lockruf zu folgen. „Frisia hat eine tolle Infrastruktur und eine gute Mannschaft, die im oberen Drittel der Bezirksliga mitspielen wird“, begründet Peuker seine Entscheidung.

Frisia Goldenstedt benötigt Ersatz für Björn Lipfert

Der Stein war überhaupt erst ins Rollen gekommen, weil der bisherige Frisia-Coach Björn Lipfert nach Mecklenburg-Vorpommern zurückkehrt. In seiner Heimat wird der 39-Jährige Vereinssportlehrer beim Greifswalder FC. Er übernimmt den Bereichsleiterposten für die U 11 bis zur U 13 und trainiert die U 14. Das teilt Lipferts neuer Arbeitgeber auf seiner Internetseite mit.

Die Konsequenzen trägt nun auch der Harpstedter TB mit. „Das ist natürlich ein Schlag ins Kontor! Gerade so kurz vor dem Saisonstart“, meint HTB-Fußballabteilungsleiter Michael Würdemann. Zwar hatte ihn Peuker sehr bald über das Goldenstedter Interesse informiert, ehe er ihn einige Tage später vor vollendete Tatsachen stellte. Trotzdem musste Würdemann den Entschluss des Übungsleiters „erstmal verdauen“. Gedanklich hatte er sich da bereits „ein, zwei Namen zurechtgelegt“. Als es akut wurde, griff er zum Telefon – und kam gleich mit dem ersten Kandidaten überein. Und der ist beim HTB kein Unbekannter. Peukers Nachfolger Marcus Metschulat ist zugleich dessen Vorgänger im Amt. „Das ist die beste Lösung, die wir finden konnten“, strahlt Würdemann, der erst vor wenigen Wochen einen neuen Übungsleiter für die HTB-Reserve in der 1. Kreisklasse suchen musste.

Freut sich auf den HTB: Der ehemalige und künftige Trainer Marcus Metschulat.

Metschulat trainierte das Harpstedter Kreisliga-Team bereits von 2013 bis 2016, schaffte die Platzierungen elf, vier und fünf, ehe er berufsbedingt aussteigen musste. Der Berufssoldat war von Garlstedt (Landkreis Osterholz) ins bayerische Roding versetzt worden. „Da schaffe ich es leider nicht mehr pünktlich zum Training“, hatte er damals gescherzt. Inzwischen ist der Oberstabsfeldwebel beim Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln stationiert. „Ich mache keine halbschwangeren Geschichten. Aber nachdem ich sichergestellt hatte, dass es funktioniert, habe ich direkt zugesagt“, berichtet Metschulat. Künftig wird der 44-jährige Huder verstärkt aus dem Homeoffice arbeiten und von der Gleitzeitregelung Gebrauch machen.

Metschulat steigt am 16. Juni ein

Ansonsten gab es für Metschulat nicht viel zu überlegen. „Als die erste Nachricht von Michael kam, habe ich mich total gefreut“, erzählt er: „Beim HTB gibt es ein gutes Umfeld – da macht es einfach Spaß.“ Am kommenden Mittwoch, 16. Juni, steigt Metschulat ein. „Dann geht es direkt los mit der Saisonvorbereitung“, sagt er. Sein Ziel ist es, „attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen“ zu lassen. Welcher Tabellenplatz in der kommenden Serie herausspringen soll, „müssen wir noch detailliert besprechen“, erklärt Metschulat.

Peuker leitete am Donnerstagabend letztmals das HTB-Training und verabschiedete sich „mit einem dicken Kloß im Hals“ von den Spielern. „Das tat weh, denn unsere Beziehung war schon sehr freundschaftlich und ging weit über ein normales Mannschaft-Trainer-Verhältnis hinaus“, sagt der bis dahin dienstälteste Coach der Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst wehmütig. „Jörg hat großen Anteil daran, dass wir eine der spielstärksten Mannschaften der Liga haben“, würdigt Würdemann dessen Verdienste.

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