Harpstedter TB will Heidkrug und Ahlhorn im Titelkampf unter Druck setzen

Peuker hofft auf Siegenthaler

In der Rolle des Jägers: Trainer Jörg Peuker und der Harpstedter TB. Foto: Marquart

Harpstedt – Der Titelkampf in der Fußball-Kreisliga hat sich durch den Last-Minute-Sieg des Ahlhorner SV über den TV Munderloh noch einmal zugespitzt. Mit einem direkt verwandelten Freistoß besorgte Bassel Ibrahim in der Nachspielzeit der vorgezogenen Partie das 5:4 für den ASV (90.+4). Dadurch zog der Tabellenzweite nach Punkten mit dem TuS Heidkrug gleich. Der Spitzenreiter muss an diesem Freitag, 20 Uhr, beim Harpstedter TB antreten. Im Falle eines HTB-Sieges würde der amtierende Vizemeister bis auf einen Zähler an das Führungsduo heranrücken und damit für das dramatischte Saisonfinale seit der Spielzeit 2015/2016 sorgen. Damals holte sich der FC Hude (+88) nur aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen TV Munderloh (+81) die Meisterschaft.

„Es kann noch allerhand passieren. Wir werden auf jeden Fall alles versuchen, um die beiden anderen unter Druck zu setzen“, sagt Jörg Peuker. Zunächst einmal geht es dem HTB-Coach nach zuletzt acht Siegen am Stück darum, auch das letzte Saisonheimspiel gegen Heidkrug und die abschließende Partie beim SV Atlas II zu gewinnen. „Dann werden wir schauen, wozu es reicht.“

Bei Heidkrugs 5:1-Erfolg im Hinspiel hatte Henrik Reineberg einen rabenschwarzen Tag erwischt: Harpstedts Keeper verschuldete die ersten drei Gegentreffer und sah wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte (86.). „Diesmal wollen wir es besser machen“, bekräftigt Peuker. Allerdings blickt er ein wenig neidisch auf den breiten Kader seines Trainerkollegen Selim Karaca. „Heidkrug hat kaum Qualitätsverlust“, meint der 45-Jährige. Er hingegen kann seinen Leistungsträgern kaum Pausen können. Zu den langzeitverletzten Jannis Bunzel, Linus Jasper und Matthes Barenbrügge gesellte sich nun auch noch Moritz Bätcher, der sich beim jüngsten 5:1 über den TV Jahn einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hat. Dafür hofft Peuker, dass Mel Siegenthaler nach auskurierter Fußverletzung zurückkehrt.

Dass seine Crew plötzlich doch nochmal ganz vorne angreifen kann, hätte Peuker vor einigen Wochen nicht für möglich gehalten. „Ich dachte, Heidkrug zieht das durch. Allerdings haben sie in ziemlich vielen Spielen Glück gehabt – und irgendwann haben sie doch mal Punkte gelassen“, sagt der Visbeker.

Dass Peuker zuallererst seinen Harpstedtern den Titel wünscht, versteht sich von selbst. Aber auch dem TuS Heidkrug würde er Meisterschaft und Bezirksliga-Aufstieg „von ganzem Herzen“ gönnen. Schließlich hat Peuker eine lange Heidkrug-Vergangenheit: Von 1998 bis 2000 und von 2002 bis 2005 hütete er am Bürgerkampweg insgesamt fünf Jahre das Tor des damaligen Landesligisten. Nach wie vor hat er Kontakt zu ehemaligen Mitspielern wie Ralf Faulhaber und Matthias Trätmar. „Das ist ein wichtiger Teil von mir“, betont Peuker.

Auch zum zweiten Konkurrenten bestand eine – wenn auch kurze – Verbindung: Zwischen Januar und Oktober 2015 saß Peuker beim ASV auf der Trainerbank. Allerdings sind die Sympathien für seinen Ex-Verein inzwischen verflogen: „Wir waren vor dem Rückspiel personell arg gebeutelt und hatten um Verlegung gebeten. Doch der ASV hat abgelehnt, was mich sehr erzürnt hat.“  mar

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