Agravis-Cup in Oldenburg: Wohlder bleibt bei allen vier Starts fehlerfrei

Pedersen legt vier Nullrunden hin

Flott unterwegs: Sören Pedersen und Tailormade Contou schafften im Stechen die fünftschnellste Zeit.
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Flott unterwegs: Sören Pedersen und Tailormade Contou schafften im Stechen die fünftschnellste Zeit.

Oldenburg – Sören Pedersen hatte kein Geheimnis daraus gemacht, dass er den Großen Preis von Oldenburg beim Agravis-Cup gerne gewinnen würde. „Aber einfach wird das nicht, schließlich will das jeder Sportler hier“, wusste der Reiter der TG Wohlde um die Schwere der Aufgabe. Letztlich erreichte der Däne zwar das Stechen des Zwei-Sterne-S-Springens, mit dem Sieg sollte es jedoch nicht klappen. Diesen sicherte sich nämlich seine Landsfrau Zascha Nygaard Andreasen.

Im ersten Umlauf des Finales der Big-Tour glückte Pedersen auf seinem Spitzenpferd Tailormade Contou eine Nullrunde – wie 16 weiteren der insgesamt 60 Duos. Was den zehnjährigen Wallach aber überhaupt zu einem Spitzenpferd macht? Der Däne, der einen Hof in Winkelsett-Wohlde betreibt, erklärte: „Contou hatte schon ein paar gute Springen. Er ist sehr vorsichtig und gut rittig. Er hat eigentlich alles, was ein Pferd haben muss.“

Im Stechen deutete der Oldenburger Wallach dann sein Potenzial auch durchaus an, fehlerfrei blieb er allerdings nicht. Der Einsprung der zweifachen Kombination wurde dem Wohlder Duo zum Verhängnis. Schlussendlich erreichte es das Ziel mit vier Strafpunkten in 38,29 Sekunden – gleichbedeutend mit Rang neun. Mit dieser Zeit gehörte Pedersen übrigens noch zu den schnelleren Reitern im Feld. Nur vier Paare durchquerten den Parcours flotter. An die Siegerin Andreasen kam dabei jedoch keiner heran. Mit ihrem Wallach Quinn benötigte sie lediglich 34,11 Sekunden für alle Hindernisse.

Wenngleich es mit dem Sieg im Großen Preis von Oldenburg nicht geklappt hat, bestand bei Pedersen keinesfalls Anlass zur Unzufriedenheit. Er war froh, dass in diesen Zeiten überhaupt noch ein Turnier ausgerichtet wurde. „Mit so wenigen Zuschauern ist das eine komische Kulisse. Aber ich denke, dass ich für alle Reiter spreche, wenn ich sage, dass wir dem Veranstalter sehr dankbar sind“, betonte Pedersen, dem tatsächlich bei all seinen vier Starts Nullrunden glückten. Die erste Prüfung der Big-Tour, ein S**-Springen, schloss er beispielsweise mit Contou als 16. ab.

Mit der erst achtjährigen Stute Kan Fly hatte der Däne unterdessen sowohl für die Medium- wie auch Big-Tour genannt. Bei der internationalen Springprüfung mit bis zu 1,35 Meter hohen Hindernissen blieb Pedersen auf der Stute in 53,50 Sekunden fehlerfrei. In der Endabrechnung bedeutete diese Zeit Platz drei im Auftaktspringen der Medium-Tour. Einen Tag später stellte der Däne die achtjährige Kan Fly dann im S**-Springen mit Stechen vor, das zur schwierigsten Serie des Agravis-Cups gehörte. Erneut glückte dem Wohlder Duo eine Nullrunde. Auf das Stechen verzichtete Pedersen dann jedoch. Warum? Der Däne erklärte: „Sie hat bisher einfach noch nicht so viel gesehen.“ Trotzdem reichte es für Pedersen und Kan Fly am Ende zu Rang elf.

Neben Pedersen vertrat außerdem Karin Martinsen die TG Wohlde beim Agravis-Cup. Insgesamt notierte die Schwedin, die auf Pedersens Hof arbeitet, sechs Starts in der Oldenburger EWE-Arena. Die besten Resultate holte sie dabei auf Tailormade Cabluevara PS in der Youngster-Tour. Mit der siebenjährigen Stute schnappte sie sich im ersten Springen der Tour mit einer fehlerfreien Runde in 58,04 Sekunden die Silbermedaille. Das S*-Springen mit Stechen beendete das Duo dann auf dem sechsten Rang: Nach einer perfekten Runde im ersten Umlauf lief es im Stechen nicht ganz so glatt. Acht Fehlerpunkte standen nach 31,73 Sekunden auf der Anzeigetafel.

Im Auftaktspringen der Medium-Tour stellte die Schwedin derweil die neunjährige Stute Tailormade Chloe Star PS vor. Eine Nullrunde in 60,32 Sekunden bescherte Martinsen Platz 17. Im Großen Preis von Oldenburg bedeuteten fünf Fehlerpunkte im ersten Umlauf für Martinsen und Tailormade Chloe Star PS das vorzeitige Aus und Rang 42 im Gesamtklassement.

Von Nico Nadig

Fehlerfrei im Auftaktspringen: Karin Martinsen und ihre Stute Tailormade Chloe Star PS.

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