Pecht kaum zu überwinden

TV Neerstedt erreict dritte HVN-BHV-Pokalrunde

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Kreisläufer Julian Hoffmann (beim Wurf) bot in Wilhelmshaven eine starke Abwehrleistung im Neerstedter Innenblock und erzielte zudem vier Treffer.

Neerstedt - Pflichtaufgabe gelöst: Durch das 28:14 (13:9) beim Verbandsligisten Wilhelmshavener HV II haben die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt souverän die dritte Runde des HVN/BHV-Pokals erreicht. „Ich bin sehr zufrieden. So muss man gegen eine Mannschaft auftreten, die eine Klasse tiefer spielt“, sagte Trainer Björn Wolken.

Das Fazit des Gästecoaches bezog sich jedoch nur auf die letzten 45 Minuten der Partie. Denn was seine Crew in der Anfangsviertelstunde bot, fand Wolken einfach nur „grausig“. Die WHV-Reserve legte ein 6:0 vor. „Und bei uns passte gar nichts zusammen“, sagte Wolken.

Starke zweite Halbzeit

Allerdings musste sich seine in äußerst ungewohnter Zusammensetzung spielende Sieben auch erst einmal finden. Der kleinen Formation mit Rene Achilles, Marcel Reuter, Mario Reiser, Andrej Kunz, Niclas Deeken und Kreisläufer Julian Hoffmann fehlte im Angriff die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Deshalb war Tempo angesagt. In der Abwehr kam Malte Kasper für Reiser. Doch je länger die Partie lief desto besser klappte es bei den Neerstedtern, die auf 2:6 verkürzten. Prompt nahm WHV-Coach Rico Bonath eine Auszeit. „Danach lief langsam alles in die richtigen Bahnen“, berichtete Wolken.

Paul Schröder, der zunächst auf Linksaußen und später in der Angriffsmitte agierte, glich zum 9:9 aus. „Paul hat ein sehr gutes Spiel gemacht und neun Tore erzielt – das sagt eingentlich alles“, lobte Wolken. Während sein Team in der ersten Halbzeit noch viermal traf, konnten die Hausherren Neerstedts stark haltenden Nachwuchskeeper Kevin Pecht vor der Pause kein weiteres Mal überwinden.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Grün-Weißen lediglich noch fünf Gegentreffer zu. Besonders der Abwehrinnenblock mit Julian Hoffmann und Malte Kasper funktionierte prächtig. „Wir sind offensiv auf die Halben rausgegangen und haben viele Ballgewinne provoziert, von denen dann vor allem Paul Schröder profitiert hat“, erläuterte Wolken. Auch WHV-Rückraumspieler Philipp Bogusch (11) kam nun kaum noch zum Zuge. „Bei ihm waren wir anfangs zu passiv“, monierte Wolken. Der Wilhelmshavener Zweitliga-Unterbau spielte seine Angriffe fast immer sehr lange aus. „Aber wir haben die Konzentration hoch gehalten und die Situation gut gelöst“, erklärte Wolken nach der „gelungenen Generalprobe“ für das anstehende Oberliga-Heimspiel gegen den TV Bissendorf-Holte (Sonnabend, 21. Oktober, 20 Uhr). - mar

TV Neerstedt: Pecht, Legler - Marcel Reuter, Hübner (2), Malte Kasper (4), Deeken, Schröder (9), Hoffmann (4), Reiser (7/2), Achilles (1), Kunz (1).

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