Wieder doppelter Außenbandriss / Meyer hofft noch auf Görke und Seidel

Pech bleibt Müller-Rautenberg treu

„Wir müssen mutig sein“: Co-Trainer Patrick Meyer will den VfL Wildeshausen mit Spaß Fußball spielen sehen. Foto: Marquart

Wildeshausen – Unfassbar! Gerade erst hatte sich Steven Müller-Rautenberg von einem doppelten Bänderriss im rechten Sprunggelenk erholt, da hat es den Flügelstürmer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen schon wieder erwischt. Durch das Foul von Ivan Buzynnikov bei der 0:1-Niederlage gegen den BV Essen zog sich der 26-Jährige die exakt identische Verletzung erneut zu – zum insgesamt vierten Mal in seiner sportlichen Laufbahn. Damit fällt Müller-Rautenberg wie auch Mittelfeldabräumer Alexander Kupka, der gegen Essen einen Nasenbeinbruch erlitten hatte, für die Auswärtspartie beim VfL Germania Leer aus (Sonntag, 14 Uhr).

„Das ist natürlich super bitter!“, bedauert Wildeshausens Co-Trainer Patrick Meyer. Denn dadurch verlängert sich die Ausfallliste nach den Langzeitverletzten Sebastian Bröcker, Christoph Stolle, Philipp Finger und Hauke Glück um zwei weitere Namen. Zumindest Kapitän Sascha Görke (Oberschenkelzerrung) und Angreifer Maximilian Seidel (eingeklemmter Nerv im unteren Rückenbereich) sind noch nicht abgeschrieben. „Ich hoffe, dass wir die beiden bis Sonntag fit bekommen“, sagt Meyer.

Denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Partie über die Bühne gehen wird, bezifferte Germanias Fußball-Koordinator Mario Rauch am Freitag auf „99 Prozent“. Dabei war das für Mittwochabend angesetzte Heimspiel gegen den SV Bevern noch den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer gefallen. Zwar sei der Rasen im Hoheellern-Stadion weiterhin tief und in keinem optimalen Zustand. „Aber wenn keine großen Regenschauer mehr kommen, gehe ich davon aus, dass gespielt wird“, bekräftigte Rauch. Durch die Wettervorhersagen sah er sich in seiner Einschätzung bestärkt.

Im Gegensatz zu den Krandel-Kickern kann Germania-Coach Michael Zuidema personell aus dem Vollen schöpfen. „Das ist auch ein Grund, weshalb wir so gut da stehen. Wir hatten in dieser Saison Glück, dass wir kaum Ausfälle hatten und nicht tauschen mussten“, erläutert Rauch. Aktuell belegt der Aufsteiger Tabellenplatz sechs. Allein 17 ihrer 23 Punkte sammelten die Ostfriesen auf heimischem Terrain. Einen ihrer sechs Auswärtszähler holten sie beim 0:0 im Hinspiel.

Leers große Stärke ist die Defensive. Die Mannen um Ayaovi Bamezon haben in 14 Spielen erst 14 Gegentreffer zugelassen – Liga-Bestwert! „Leer verteidigt gut und ist als Mannschaft sehr kompakt“, bestätigt Patrick Meyer. Trotzdem sieht er einen möglichen Ansatzpunkt. „Wenn wir unsere schnellen Spitzen wie Robin Ramke und Maxi Seidel ins Spiel bekommen, haben wir eine Chance zu gewinnen“, glaubt der 30-Jährige.

Nach zuletzt vier Pleiten am Stück konzentrierten sich die Wildeshauser in dieser Trainingswoche vorwiegend auf sich selbst und weniger auf den nächsten Gegner. „Wir müssen mutig sein und mit Spaß Fußball spielen“, fordert Meyer. „Bei kurzen Pässen hat man außerdem viel schneller die Chance, den Ball zurückzugewinnen. Das geht nicht, wenn er lange in der Luft ist.“  mar

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