VfL-Coach Bragula muss zum Einsatz nach Afghanistan / „Co“ übernimmt bis März

Patrick Meyer wird Chef auf Zeit

Trägt künftig die Verantwortung: Während VfL-Coach Marcel Bragula (l.) in Afghanistan Dienst tut, hat Co-Trainer Patrick Meyer beim VfL Wildeshausen das Sagen. Foto: Marquart

Wildeshausen – Seit Marcel Bragula am 1. Juli 2014 zum Chefcoach des VfL Wildeshausen ernannt worden ist, hat er allenfalls eine handvoll Spiele verpasst. Nun kommen einige hinzu. Ab kommender Woche steht der 45-Jährige dem Fußball-Landesligisten für längere Zeit nicht zur Verfügung. Der Oberstabsfeldwebel wurde zu einem mehrmonatigen Bundeswehreinsatz nach Afghanistan abkommandiert. Bis zu seiner für März geplanten Rückkehr trägt Patrick Meyer beim Tabellenneunten die sportliche Verantwortung. Unterstützt wird der Co-Trainer dabei vom langjährigen Abwehrchef Lennart Flege sowie Torwarttrainer Eike Bothe.

„Marcel und ich wussten, dass es irgendwann mal wieder auf ihn zukommen könnte“, erzählt Ottmar Jöckel. Deshalb war der VfL-Fußballabteilungsleiter auch auf die aktuelle Situation vorbereitet. Große Maßnahmen musste er aber nicht ergreifen. „Ich habe überhaupt keine Bedenken. Auch wenn wir das gute erste Saisondrittel in den letzten drei Spielen nicht bestätigen konnten, glaube ich, dass ,Paddy‘ und Lennart die Sache in den Griff bekommen“, meint Jöckel. Außerdem wisse die Mannschaft, worauf es ankommt.

Auch Bragula weiß sein Team bei Meyer und Flege in guten Händen. „Die werden das schon machen“, sagt der B-Lizenzinhaber. Er habe „volles Vetrauen“ in das Duo. Muss er auch. Denn Bragula hat nach eigener Aussage in Afghanistan „einen komplexen Auftrag“ und wird „24/7 beschäftigt sein“. Da zudem die Kommunikation mit der Heimat stark eingeschränkt sei, dürfte er auf das sportliche Tagesgeschäft kaum Einfluss nehmen können. Aber natürlich wird er probieren, so gut es geht auf dem Laufenden zu bleiben.

„Man darf das Ganze nicht zu hoch hängen, da ich auch bisher schon in alle Entscheidungen involviert war“, sagt Meyer, der ebenfalls im Besitz der B-Lizenz ist. „Natürlich fällt jetzt ein wichtiger Bestandteil weg, und wir müssen alle gucken, dass wir dieses Loch füllen. Aber ich kenne die Mannschaft – wir werden das schon wuppen“, ist der 30-Jährige zuversichtlich. Dass er gerade in der heißen Phase seines Referendariats an einer Ganderkeseer Grundschule steckt, ist für den Oldenburger ebenfalls kein Problem.

„Wenn nichts ausfällt, werde ich insgesamt sieben Landesliga-Spiele verpassen“, erläutert Bragula, der damit rechnet, „Mitte/Ende März“ wieder in Deutschland zu sein. Demnach wäre er beim Heimspiel gegen den TV Dinklage am 15. März wieder an Bord.  mar

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