Zwischenstation Visbek / Wechsel im Winter

VfL Oythe gibt Bahrs nicht frei

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Steffen Bahrs

Wildeshausen - „Eine doofe Situation – das habe ich so nicht erwartet“, sagt Steffen Bahrs. Der Mittelfeldspieler wird (vorläufig) nicht für den Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen auflaufen. Sein bisheriger Verein, der Landesligist VfL Oythe, verweigerte die Freigabe für den Wechsel in den Krandel. Dadurch wäre der 21-Jährige bis Ende November gesperrt gewesen. Doch dazu kommt es nicht.

Der VfL Wildeshausen und der VfL Oythe hatten sich nicht über die Wechselmodalitäten einigen können. Die Vechteraner wollten für Bahrs eine Ausbildungs- und Förderungsentschädigung kassieren, die Wildeshauser waren indes nicht bereit zu zahlen.

„Andere Vereine verlangen das von mir auch, deshalb stelle ich mich nicht hinten an, wenn dieses Spiel gespielt wird“, sagt Peter Zeglin. Das sei „in unserem Bereich absolut üblich“, betont Oythes Fußballobmann. Er habe es in den vergangenen drei bis vier Jahren nicht erlebt, dass ein anderer Verein auf die Entschädigung verzichtet hätte: „Gerade wenn ein Spieler nach oben wechselt, wollen die richtig was sehen.“ Zudem habe Bahrs schon in der vergangenen Saison seine Zusage für die Spielzeit 2013/2014 gegeben, argumentiert Zeglin.

„Bei uns geht alles absolut ohne Geld ab“, betont Ottmar Jöckel. „So lange ich den VfL führe, bekommen die Spieler kein Geld, und wir werden auch keine Ablösen zahlen“, erläutert Wildeshausens Fußballabteilungsleiter seine Prinzipien. Daraus schließt wiederum Peter Zeglin, „dass der VfL Wildeshausen offensichtlich nicht so sehr an dem Spieler Bahrs interessiert ist“.

Tatsächlich hatte Steffen Bahrs selbst in Wildeshausen angeklopft. Dort wollte er mehr Spielzeit sammeln, nachdem er in Oythe zumeist nur Kurzeinsätze bekommen hatte. Monatelanges Zusehen bleibt dem Kleinenkneter, der in der Jugend von Arminia Rechterfeld mit dem Kicken begonnen hatte, jedoch erspart. Denn im Gegensatz zum Bezirksliga-Vizemeister Wildeshausen war RW Visbek bereit, den Forderungen des VfL Oythe nachzukommen. Künftig läuft Steffen Bahrs also für den Tabellenführer der 1. Kreisklasse Vechta auf. „Ich habe zwar viele Freunde dort, aber das ist nur eine Notlösung, um Spielpraxis zu bekommen“, sagt Steffen Bahrs.

Die vom letztjährigen Wildeshauser A-Junioren-Coach Heinz „Tom“ Surmann trainierten Visbeker wollen nach dem Abstieg unbedingt auf direktem Weg in die Kreisliga zurück. Da können sie einen guten Passgeber, der noch dazu aus der Distanz torgefährlich ist, gut gebrauchen – und wenn es nur für einige Wochen ist.

Denn Bahrs hat die „Zusage, dass ich im Winter nach Wildeshausen wechseln darf“. Ihm gefalle die Philosophie von Trainer Klaus Ebel: „Ich denke, dass die Mannschaft in Zukunft einiges erreichen kann.“ · mar

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