Angreifer vom Ahlhorner SV hofft auf Nominierung für deutsches U 18-Nationalteam

Faustballtalent Ole Wilke will zur WM

Nachwuchsfaustballer Ole Wilke vom Ahlhorner SV bei der Ballannahme.
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Den Ball und die WM-Teilnahme im Visier: Angreifer Ole Wilke vom Ahlhorner SV bestreitet in Wangersen den Nominierungslehrgang der deutschen U 18-Nationalmannschaft.

Ahlhorn – Die Vorfreude stieg von Tag zu Tag – und mit ihr auch ein wenig die Nervosität: Schließlich bestreitet Ole Wilke vom Ahlhorner SV noch bis Sonnabend den wohl wichtigsten Lehrgang seiner noch jungen Faustballkarriere. In Wangersen (Landkreis Stade) kämpft der 16-Jährige um seinen großen Traum: die Nominierung für die deutsche U 18-Nationalmannschaft. Vom 29. Juli bis 1. August steigt im österreichischen Grieskirchen die Weltmeisterschaft, und Wilke hofft auf eine Berufung in die deutsche Auswahl.

Die ersten Hürden auf diesem Weg hat er bereits genommen. Zuletzt wusste er bei einem eintägigen Lehrgang auf der heimischen Anlage in Ahlhorn zu überzeugen. Der Brettorfer Tim Lemke, Co-Trainer der männlichen U 18-Nationalmannschaft, hatte unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften zwölf Spieler aus dem Norden zur ersten Maßnahme in diesem Jahr zusammengezogen.

„Es war super, die anderen Spieler aus der Nationalmannschaft wiederzusehen“, sagt Ole Wilke. Nach vielen Monaten, in denen nur individuelles Lauf- und Krafttraining möglich war, konnten er und seine Teamkollegen wieder gemeinsam auf dem Faustballfeld stehen. „Wir haben sieben Stunden lang trainiert“, berichtet der Angreifer. Neben ihm nahmen in Anton Brod, Luc Tran und Ole Kaltenhauser noch drei weitere Ahlhorner Spieler am Lehrgang teil – den Sprung zum Nominierungslehrgang schaffte nur Wilke.

Im Alter von fünf Jahren entdeckte er den Faustballsport für sich – und war bereits nach dem ersten Training Feuer und Flamme. „Mir hat es von Beginn an Spaß gemacht, deshalb bin ich dabei geblieben“, erzählt der Ahlhorner. Mit dem ASV triumphierte er bereits in jungen Jahren bei deutschen Meisterschaften und wurde für die Auswahlteams des Niedersächsischen Turnerbundes nominiert. Die dort gesammelten Erfahrungen konnte er auch beim Lehrgang in Ahlhorn einfließen lassen, bei dem – nach der langen Trainingspause – der Fokus auf den spielerischen Komponenten lag.

Im Anschluss erhielt Ole Wilke von Tim Lemke und Bundestrainer Kolja Meyer (TV Vaihingen/Enz) die Einladung zum Nominierungslehrgang nach Wangersen. „Es ist für mich eine große Ehre“, sagt der 16-Jährige. „Schließlich bin ich als einer der jüngeren Spieler noch dabei.“ Auch deshalb machte er sich keinen allzu großen Druck vor dem Lehrgang, bei dem am Ende aus dem 15-köpfigen Aufgebot die zehn Spieler für die WM nominiert werden. „Die WM zu spielen, wäre schon großartig“, sagt Ole Wilke. Doch auch wenn es nicht klappt: Mit der U 18-Europameisterschaft 2022 in Vaihingen/Enz und der U 18-Weltmeisterschaft 2023 in Neuseeland hat er weitere Chancen auf internationale Wettbewerbe.

Von Sönke Spille

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