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Harpstedter TB rupft die „Falken“: Volkmer gelingt beim 8:1 binnen neun Minuten lupenreiner Hattrick

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Von: Sven Marquart

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Dötlingens Bartosz Drozdowski (rechts) findet in Wildeshausens Keeper Maik Backhus (links) seinen Meister.
Duell ohne Sieger: Dötlingens Bartosz Drozdowski (r.) findet in Wildeshausens Keeper Maik Backhus (l.) seinen Meister. Am Ende trennten sich die beiden Nachbarn 1:1. © Tamino Büttner

Landkreis – Die Auswärtspartie beim TV Falkenburg hatte Fußball-Kreisligist Harpstedter TB auf seiner Facebook-Seite als „Endspiel 1/5“ deklariert. Nach dem 8:1-Kantersieg über das Schlusslicht wartet auf den Titelanwärter bereits an diesem Montag, 20 Uhr, beim VfL Wildeshausen II das nächste „Finale“. Bei einem Sieg kann der HTB in der Tabelle wieder am schärfsten Rivalen TSV Großenkneten vorbeiziehen.

FC Huntlosen – SV Achternmeer 3:1 (1:0): Achternmeer versuchte, mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, Huntlosen hielt mit Körpereinsatz dagegen. „Im Endeffekt haben wir verdient gewonnen, weil wir den Sieg mehr wollten“, erklärte Huntlosens Trainer Jan Schindler. Christian Brandes hatte seine Elf nach Eckstoß von Jan Deters mit 1:0 in Führung geköpft (30.). „Achternmeer hatte etwas mehr vom Spiel, aber wir waren besser in den Zweikämpfen“, meinte Schindler. Ebenfalls nach einem Eckstoß besorgte Maik Böttcher das 1:1 (52.). Kurz nach dem Ausgleich verletzte sich Leon Fenslage so schwer am Knie, dass Huntlosens bester Torschütze mit dem Rettungswagen abtransportiert werden musste. Diesen Schock steckte der Tabellenelfte gut weg und ging durch Sebastian Merz erneut in Front. Seinem Treffer zum 2:1 war – natürlich – ein Eckball vorausgegangen (72.). Aus gut 30 Metern überwand Dennis Jielg den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden SVA-Keeper Joshua Niemann zum 3:1 (78.). Mit vereinten Kräften verhinderten Torhüter Niko Eilks und Verteidiger Tim Künnemann kurz vor Schluss einen zweiten Gästetreffer.

TV Falkenburg – Harpstedter TB 1:8 (0:6): Michael Würdemann war hochzufrieden. „Die Jungs haben das sehr ordentlich gelöst, den Ball gut laufen lassen und sind so den Zweikämpfen aus dem Weg gegangen“, lobte Harpstedts Interimscoach seine Crew. Das frühe 1:0 durch Nils Klaassen spielte den Gästen zusätzlich in die Karten (3.). Onno Bolling erhöhte bald auf 2:0 (11.). Mit einem lupenreinen Hattrick binnen neun Minuten sorgte Ole Volkmer für klare Verhältnisse (35./41./43.). Besonders sehenswert: das 5:0 per Flugkopfball auf Flanke von Niklas Fortmann. Torjäger Fortmann besorgte nach Foul an Klaassen per Strafstoß den 6:0-Pausenstand (45.+1). In der zweiten Hälfte ließ es der Titelanwärter nach einigen Wechseln etwas ruhiger angehen. Indem er einen Foulelfmeter von Nils Poppe parierte, verhinderte HTB-Keeper Henrik Reineberg zunächst den Ehrentreffer der „Falken“. Praktisch im Gegenzug markierte Hannes Neuhaus das 7:0 (73.). Beim 1:7 von Dominique Streif gab es für Reineberg dann nichts zu halten (82.). Den 8:1-Schlusspunkt setzte Mel Siegenthaler (85.). „Aus den letzten vier Spielen wollen wir vier Siege holen, so dass wir gar nicht in die Verlegenheit kommen, aufs Torverhältnis zu gucken“, betonte Würdemann mit Blick auf die um 15 Treffer bessere Ausbeute des TSV Großenkneten. Für das anstehende Derby in Wildeshausen stehen ihm abgesehen von den langzeitverletzten Christoph Kammann und Julian Meyer alle Akteure zur Verfügung.

TV Dötlingen – VfL Wildeshausen II 1:1 (0:0): Aus Sicht von Markus Welz stimmte die Leistung, nicht aber das Ergebnis. „Ich bin ein bisschen enttäuscht. Das 1:1 ist zu wenig“, bilanzierte Dötlingens Trainer. Sein Team habe zwei entscheidende Fehler gemacht: „Zum einen haben wir unsere exorbitante Zahl an Chancen nicht genutzt, und zum anderen waren wir nach dem 1:0 zu passiv“, monierte Welz. Einem seiner Meinung nach regulären Treffer von Shqipron Stublla hatte Schiedsrichterin Mona Böhm (TV Munderloh) unmittelbar vor der Pause wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Trotz guter Möglichkeiten dauerte es bis zur 81. Minute, ehe Joost Hoffrogge das 1:0 gelang. Aber auch der starke Julian Eilers, der fast jeden Zweikampf gewann, konnte nicht verhindern, dass Andreas Kari die Kugel zum 1:1 in den Knick hämmerte (88.).

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