Auswärtsserie gerissen

Für den VfL Wildeshausen beginnt nach dem 0:3 in Papenburg die „heiße Phase des Abstiegskampfes“

 Fyonn Rothe (links) vom VfL Wildeshausen geht in einen Zweikampf
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Folgenschwerer Fehler: Vor dem 0:3 war Fyonn Rothe (l.) zu weit aufgerückt. Ansonsten bot der 20-Jährige auf der für ihn ungewohnten Position des Rechtsverteidigers eine starke Leistung.

Wildeshausen – Die Serie ist gerissen: Nach zuvor drei Siegen und zwei Unentschieden ist der VfL Wildeshausen in der laufenden Saison in der Fremde nun erstmals leer ausgegangen. Beim SC BW Papenburg kassierte das weiterhin beste Auswärtsteam der Landesliga eine 0:3 (0:2)-Niederlage. „Wir verlieren, weil wir zwei Standards schülerhaft verteidigen, einen Stellungsfehler machen und unsere Chancen nicht nutzen – da kannst du dann noch so gut Fußball spielen“, bilanzierte VfL-Coach Marcel Bragula.

Denn die Krandel-Kicker hatten keinesfalls einen so schlechten Auftritt hingelegt, wie es das blanke Ergebnis vermuten lässt. Beide Teams begegneten sich durchaus auf Augenhöhe. „Wir haben sogar den besseren Ball gespielt und Chancen kreiert“, sagte Bragula. Doch in einer Beziehung war die Mannschaft seines Trainerkollegen Alfons „Alo“ Weusthoff seiner Crew um Längen voraus: „Papenburg hat einfach die Qualität, die spielentscheidenden Momente an sich zu ziehen.“

So wie in der sechsten Minute, als ein Eckstoß halbhoch in den Wildeshauser Strafraum flog und Torben Lange nur noch den Fuß hinhalten musste – 1:0. Auch das 2:0 ging auf das Konto des 34-jährigen Sturmroutiniers. Bei einem weiteren Eckstoß schraubte sich Lange hoch und schädelte die Kugel ins Netz (24.). Bei beiden Gegentreffern stimmte die Zuordnung in der Wildeshauser Defensive nicht. „Ansonsten hatte Papenburg in der ersten Halbzeit keine Torchance“, meinte Bragula. Im Gegensatz zu den Gästen. Doch Michael Eberle jagte den Ball aus fünf Metern weit über den Kasten (15.). „Außerdem haben wir einen klaren Handelfmeter nicht bekommen“, ärgerte sich Bragula.

Die Wildeshauser, die schon das Hinspiel mit 0:2 verloren hatten, zahlten also erneut Lehrgeld. Gegen die Papenburger Defensive, die für Bragula zu den stärksten der Landesliga gehört, war der 0:2-Pausenrückstand natürlich eine immense Hypothek – zumal sich die Huntestädter in dieser Saison mit dem Tore schießen ausgesprochen schwertun. „Fakt ist: Wir sind offensiv einfach zu ungefährlich“, bestätigte Bragula, der die verletzten Timo Goldner und Maximilian Seidel schmerzlich vermisst. In neun Spielen hat der VfL erst 13 Treffer erzielt. Im Emsland hätte er diese Bilanz durchaus etwas aufpolieren können. Doch Christoph Stolle traf aus 14 Metern nur den Querbalken (63.). Außerdem setzte Stolle einen Kopfball über den Kasten.

Wie schon beim 2:2 in Werlte musste Fyonn Rothe erneut auf der für ihn ungewohnten Position des Rechtsverteidigers ran. Wieder bot der 20-Jährige eine starke Leistung. Allerdings leistete sich Rothe in der 66. Minute einen folgenschweren Stellungsfehler. Weil er zu weit aufgerückt war, entwischte ihm Zolfaqhar Nazari, dessen Querpass Eric Bruns zum 3:0 verwandelte. Trotzdem: „Ich bin froh, dass wir solche Talente in unseren Reihen haben. Wir müssen ihnen Fehler zugestehen“, betonte Bragula. Doch dafür ist eigentlich nicht die Zeit. Denn nach dem missratenen Rückrundenauftakt rief Bragula direkt den Beginn der „heißen Phase des Abstiegskampfes“ aus.

Stenogramm

SC BW Papenburg – VfL Wildeshausen 3:0 (2:0)

SC BW Papenburg: Gommert - Rohe, Hiller, Korte, Jansen, Schiller, Papen, Bruns (78. Kruth), Lange (82. Hensen), Nazari, Heidelberg

VfL Wildeshausen: Prieto-Falk - Rothe, Krumland, Nakelski, Ramke (82. Stubbmann), Hehr, Abel, Müller-Rautenberg, Radke, Eberle (46. Tramitzke), Stolle (76. Kupka)

Tore: 1:0 (6.) Torben Lange, 2:0 (24.) Torben Lange, 3:0 (66.) Eric Bruns

Schiedsrichter: Manuel Kramer (FC RW Sande)

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