24:24 gegen TSV Bremervörde

Salkic raubt Neerstedt den Sieg

+
Auch die sechs Treffer von Eike Kolpack reichten dem TV Neerstedt nicht zum Sieg.

Neerstedt - Eine Serie haben die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt beim 24:24 (10:8) gegen den TSV Bremervörde zumindest beendet. Nach drei Pleiten in Folge stand für sie immerhin mal wieder etwas Zählbares auf der Habenseite. Die Gefühlslage von Trainer Björn Wollken war allerdings eine ganze andere, nachdem Bremervördes Adnan Salkic drei Sekunden vor Ende der Partie per Siebenmeter zum Endstand getroffen hatte.

Wolken präsentierte sich auch einen Tag nach dem Unentschieden noch mächtig angefressen und war auf seine Akteure nicht gut zu sprechen. „Zu blöd“ hätten sich seine Spieler angestellt, nahm der 36-Jährige kein Blatt vor den Mund. Bremervörde habe wahrlich nicht viel zu bieten gehabt, befand Wolken. Eigentlich hätte seine Mannschaft die Begegnung auch ohne Toptorjäger Mario Reiser mit zehn Treffern gewinnen müssen.

60 Minuten lang sollten seine Spieler Vollgas geben, so Wolkens Plan. In der Praxis sah es dann ganz anders aus. Ein Beispiel: Eine Viertelstunde war gespielt, da wurde Eike Kolpack bei einem Konter auf die Reise geschickt. Kolpack wurde von einem TSV-Spieler abgedrängt, und die Chance war dahin, weil kein weiterer Neerstedter mitgelaufen war. „Wir müssen nur konsequent nachrücken, und der Ball ist drin“, ärgerte sich Wolken.

Dabei hatte die vom Coach zum „Endspiel“ ausgerufene Partie optimal für die Hausherren begonnen. Philipp Hollmann und Eike Kolpack trafen zur 2:0-Führung (5.). Nach dem 1:2 (6.) durch Felix Weber erhöhten Paul Schröder, Kyan Petersen und Malte Kasper auf 5:1 (10.). Als Eike Kolpack in Minute 18 zum dritten Mal eingenetzt hatte, war der Vorsprung auf fünf Treffer angewachsen – 8:3.

Doch danach riss der Faden bei den Grün-Weißen. Bremervördes achtfacher Torschütze Adan Salkic brachte seine Farben zunächst auf 7:9 heran (24.). Acht Minuten waren in Hälfte zwei absolviert, da war Neerstedts Vorsprung beim 13:13 komplett dahin. Erneut hieß der Torschütze Salkic. Am Ende sollte auch die erneute Zwei-Tore-Führung zum 24:22 (58.) durch Malte Kasper und Paul Schröder nicht zum Sieg reichen.

Wiederum präsentierte sich Salkic als Spielverderber. Dem entscheidenden Siebenmeter sei zwar im Angriff ein Foul voraus gegangen, meinte Wolken. „Aber wir müssen uns schon an die eigene Nase fassen. Lassen wir im Angriff den einen oder anderen Heber sein, dann ist das eine sichere Kiste.“ Aber seine Warnungen seien offensichtlich nicht in den Köpfen aller Spieler angekommen. Jetzt habe seine Crew ein weiteres Endspiel beim SV Beckdorf vor der Brust. - prü

TV Neerstedt: Legler, Pecht - Marcel Reuter (1), Hübner, Kolpack (6/1), Malte Kasper (5), Schröder (5), Deeken, Hollmann (1), Petersen (1), Achilles (2), Kunz (3/3).

Das könnte Sie auch interessieren

Lange Haftstrafen für führende "Cumhuriyet"-Mitarbeiter

Lange Haftstrafen für führende "Cumhuriyet"-Mitarbeiter

Eröffnung der Spargelsaison in Bruchhausen-Vilsen 

Eröffnung der Spargelsaison in Bruchhausen-Vilsen 

Projektwoche an der Grundschule Bücken

Projektwoche an der Grundschule Bücken

Die Neuheiten von der Peking Motor Show

Die Neuheiten von der Peking Motor Show

Meistgelesene Artikel

Schindler hat Tabelle im Blick

Schindler hat Tabelle im Blick

VfL fehlt es zurzeit an Glück und Qualität: „Es läuft alles gegen uns“

VfL fehlt es zurzeit an Glück und Qualität: „Es läuft alles gegen uns“

Dötlingen trotzt Spitzenreiter Hude ein 2:2 ab

Dötlingen trotzt Spitzenreiter Hude ein 2:2 ab

Wolken spart sich Vorwürfe

Wolken spart sich Vorwürfe

Kommentare