Oberliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst erneut Hallenkreismeister

Jana Dasenbrock macht das Dutzend voll

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Schwer bepackt: Jahn-Kapitänin Magdalena Flug mit Siegprämie, Sektflasche, Wanderpokal und Trophäe.

Ganderkesee - Von Sven Marquart. Die Restspielzeit tickte herunter, und eigentlich war längst klar, dass die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst ihren Titel bei der Hallenkreismeisterschaft verteidigen würden. Trotzdem machte der Oberliga-Tabellenführer im Finale gegen die SF Wüsting-Altmoorhausen weiter Dampf, denn es ging ja noch um einen weiteren Pokal.

Nämlich um den für die beste Torschützin des Turniers. Mit jeweils elf Treffern lagen die Delmenhorsterin Jana Dasenbrock und Ann-Kristin Willms vom VfL Stenum gleichauf. Deshalb schickte Jahn-Coach Claus-Dieter Meier seine Kandidatin nach einem Hinweis von Co-Trainer Bernd Hannemann auch sofort wieder von der Ersatzbank aufs Feld.

Zurück im Spiel, scheiterte Jana Dasenbrock an Wüstings Nina Harms, die zur besten Torhüterin des Turniers gekürt wurde. Doch 16 Sekunden vor Schluss machte die 20-Jährige mit dem Treffer zum 5:1-Endstand tatsächlich noch das Dutzend voll. Ihre Stenumer Konkurrentin gratulierte fair. Die Ex-Ippeneranerin Willms hatte nach einem Doppelpack im Spiel um Platz drei gegen den VfL Wildeshausen (4:1) die Torjägerliste angeführt.

Im Finale untermauerte Titelverteidiger Jahn eindrucksvoll seine Vormachtstellung. Sandra Göbel, Jana Dasenbrock (2) und Tugba Kanli sorgten schnell für klare Verhältnisse. Die Sportfreundinnen – bis zu ihrem Rückzug vor einigen Wochen ebenfalls in der Oberliga beheimatet – konnten durch Nina Egbers nur noch auf 1:4 verkürzen, ehe Jana Dasenbrock den Schlusspunkt setzte.

„Wenn man dabei ist, merkt man das gar nicht so“, sagte Claus-Dieter Meier, als er auf die klare Überlegenheit seines Teams angesprochen wurde. „Wir wollten zeigen, dass wir technisch gut ausgebildet sind – das ist uns gelungen.“ Auch mit dem überragenden Torverhältnis von 60:3 aus zehn Partien war der Jahn-Coach „sehr zufrieden“.

Nicht ganz so glücklich wirkte Uwe Vossel, der Trainer des VfL Wildeshausen. Nach dem zweiten Platz im Vorjahr musste sich der Bezirksliga-Aufsteiger diesmal mit Rang vier begnügen. „Die Vorrunde zu überstehen war Pflicht, aber die Kür haben wir verpasst“, meinte Vossel.

Seine Crew war im Halbfinale knapp mit 0:1 an den SF Wüsting-Altmoorhausen gescheitert. Das goldene Tor erzielte Natascha Helms (7.). Zwar bot sich Kira-Lysan Meyer die Chance zum Ausgleich, doch die VfL-Torjägerin hatte Pech: Ihr Schuss knallte ans Lattenkreuz (8.). Im zweiten Halbfinale kitzelte Bezirksligist VfL Stenum den Favoriten TV Jahn, musste sich nach dem 1:0 durch Ann-Kristin Willms aber noch klar mit 1:5 geschlagen geben.

Die zwölf Teams machten es Burhanettin Akyol, Horst Dräger, Jens Meenen, Hartmut Lachmann und Alireza Amintavakoli leicht. Die Schiedsrichter mussten in den 46 Partien keine einzige Zeitstrafe aussprechen. Zwar wurde der TuS Vielstedt zum Fairnesssieger ernannt – es hätte aber auch jeden andere Mannschaft treffen können.

Insgesamt etwa 500 Zuschauer stimmten Tim Kirchhoff „mehr als zufrieden“. Erhofft hatte sich der Vorsitzende des Ausrichters Kickers Ganderkesee 150 Besucher pro Tag. Stolz war Kirchhoff aufs 25-köpfige Helferteam. „Wenn wir im nächsten Jahr eine Hallenzeit bekommen, richten wir das Turnier gerne wieder aus“, erklärte der Kickers-Chef und bekam direkt grünes Licht vom Spielausschussvorsitzenden Manfred Nolte: „Vom Kreis her ist alles klar – du kannst nichts besser machen!“

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