Fußball-Bezirksliga: Enttäuschendes Heimspiel des VfL / Görke fand‘s „grausam“

1:3 – Obenstrohe spielt Wildeshausen schwindelig

Wildeshausen - Ihre Fußballschule dürfen die Bezirksligaspieler des VfL Wildeshausen für die nächste Trainingseinheit morgen Abend zu Hause lassen. „Da werden wir mal schön laufen“, kündigte VfL-Trainer Jürgen Gaden in seiner ersten Enttäuschung an. Die schlechte Stimmung des Trainers war nur verständlich, denn was seine Spieler gestern Nachmittag gegen den TuS Obenstrohe bei der 1:3 (0:3)-Heimpleite phasenweise geboten hatten, war von Bezirksligaformat weit entfernt.

„Grausam“ fand es auch Co-Trainer Peter Görke, was sich die Wildeshauser da zusammenspielten. In den ersten fünf Minuten registrierten Gaden und Görke zwar noch zwei gute Möglichkeiten durch Tobias Kern und Marco Gruel, „danach kam aber gar nichts mehr“, stellte Görke fest, der vor allem das Zweikampfverhalten und den Zug zum Tor vermisste.

Mehr zu jubeln hatten da die Gäste, die von zahlreichen Anhängern begleitet wurden. Allen voran Lars Zwick, Matthias Lamche und der früh eingewechselte Henning Röbke spielten die Wildeshauser schwindelig. Das Trio blieb selbst zwar ohne Torerfolg, war aber an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Obenstrohe spielte vor allem in der ersten halben Stunde – abzüglich der ersten fünf Minuten – wie aus einem Guss und „war uns in allen Belangen überlegen“, gab Görke fairerweise zu. Mit dem 0:1 (10.) durch Tobias Oleschinsky begann das Drama, dass sich mit dem 0:2 nach einer Ecke (Theis Riechmann/25.) und dem 0:3, das Florian Jochens nach Zwick-Vorlage erzielte (32.), bis zur Pause fortsetzte. Es hätte sogar noch schlimmer kommen können für den VfL, doch Verteidiger Lukas Schneider (38.) und Keeper Sebastian Pundsack (42.) verhinderten einen höheren Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Nerven der heimischen VfL-Fans weiter strapaziert – und zwar mit Ballverlusten oder Pässen, die in der Regel im Seitenaus oder Niemandsland landeten. Zwar hätte die erste Aktion durch Lennart Flege und Marco Gruel beinahe das 1:3 gebracht (46.), doch auf der Gegenseite lag danach der Großteil an Chancen. So hätte sich Jonas Walter die „Joker-Krone“ aufsetzen können, wenn er aus kurzer Distanz völlig freistehend nicht über das Tor geschossen hätte (64.).

Immerhin ist den Wildeshausern zu Gute zu halten, dass sie sich zumindest in der Schlussphase noch einmal aufbäumten. Belohnt wurde dies mit dem Ehrentreffer von Marco Gruel, der den Ball nach einer Flanke aus dem Halbfeld einmal aufkommen ließ und dann volley abzog (78.). Kern und Gruel hatten danach weitere Chancen, ein Elfmeter nach Foul an Daniel Pasker blieb dem VfL verwehrt. Allerdings hätte Obenstrohe auf der anderen Seite das Ergebnis auch noch höher schrauben können. · him

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