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TV Neerstedt kassiert beim MTV Eyendorf eine verdiente 25:39-Klatsche

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Von: Jürgen Prütt

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Neerstedts Torhüter Lukas Oltmanns versucht, einen Siebenmeter abzuwehren.
Verhinderte einen höheren Rückstand: Neerstedts Keeper Lukas Oltmanns hielt in der ersten Halbzeit einige freie Würfe. © Tamino Büttner

Neerstedt – Andreas Müller war bedient. „Eigentlich dachte ich, mit der Klatsche in Aurich hätten wir über Jahre hinweg den Tiefpunkt erreicht. Aber es geht noch einen Tacken schärfer“, stellte der Trainer des Handball-Verbandsligisten TV Neerstedt fest, nachdem seine Crew beim MTV Eyendorf mit 25:39 (9:21) unter die Räder gekommen war. „Alle – mich eingeschlossen – haben einen komplett gebrauchten Tag erwischt.“ Es sei eine Einstellungssache gewesen, meinte Müller, der den Auftritt seiner Mannschaft als „peinlich“ bezeichnete.

Eigentlich hatten die Gäste mit viel Tempo zu einfachen Toren kommen wollen. Soweit die Theorie. Die Praxis sah ganz anders aus: Nicht einen einzigen Spieler könne er hervorheben, stellte Müller frustriert fest. Lediglich Lukas Oltmanns habe „annähernd Normalform“ erreicht. „Hält Lukas in der Phase vor der Halbzeit nicht noch den einen oder anderen freien Ball, dann gehen wir mit 25 Gegentoren in die Halbzeit.“ Die Partie habe früh einen „bitteren Verlauf“ genommen, klagte Müller. Beim 2:7 (9.) hatte der Übungsleiter der Gäste in einer Auszeit noch einmal an die Absprachen erinnert. Vergebens. Auch danach habe Eyendorf die Schwächen seiner Mannschaft gnadenlos aufgedeckt, berichtete Müller.

Auch offensiv fanden die Grün-Weißen keine Lösungen. Ab dem 2:9 (10.) sah Müller die Felle davonschwimmen. Am vorhandenen Personal habe es nicht gelegen, dass der Drops bereits zur Halbzeit gelutscht war, betonte der 44-Jährige. Aus der Stammformation fehlte nur Linkshänder Marcel Reuter.

„Der TV Neerstedt kassiert in einer Halbzeit 21 Tore – wann hat es das schon einmal gegeben?“, ächzte Müller nach dem ersten Abschnitt. Zehn oder elf Treffer habe Eyendorf über Gegenstöße erzielt, merkte der Coach an. Dabei war das eigentlich der Plan der Neerstedter gewesen: Eine gute Deckung stellen, viele Chancen über die erste und zweite Welle kreieren und damit den Zweikämpfen aus dem Weg gehen. Letztlich könne er dem Gegner nur zu seiner Leistung gratulieren, meinte Müller: „Tabellarisch waren wir der Favorit. Aber in der Verbandsliga wird einem nichts geschenkt. Eyendorf hat aus seinen Möglichkeiten das Optimale gemacht und auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte Müller.

Bereits an diesem Mittwoch, 6. April, 20.15 Uhr, geht es für die Neerstedter in eigener Halle mit dem Nachholspiel gegen den OHV Aurich II weiter. „Zumindest können wir uns so schnell für den schwachen Auftritt in Eyendorf rehabilitieren“, sagte Müller.

Stenogramm

MTV Eyendorf – TV Neerstedt 39:25 (21:9)

MTV Eyendorf: Kindermann, Frischkorn - Horstmann (1), Künstler (3), Otte (7), Offt (2), Wartjes (7/4), Petermichl (7), Petersen, Weißbach, Witthöft (1), Haisel (8), Kaps, Kanagasabai (1)

TV Neerstedt: Pecht, Oltmanns - Ch. Steenken, Schrader, Hoffmann (2), Schuetzmann (8/3), Kolpack (5), Uken (5), Poppe, Siemer (2), Auffarth, Kunz (3)

Siebenmeter: MTV 4/4, TVN 4/3

Zeitstrafen: MTV 1, TVN 0

Schiedsrichter: Torsten Doberass/Heinz-Otto Möller

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