Ahlhorner SV wahrt Chance auf Klassenerhalt / TV Brettorf leistet Schützenhilfe

„Noch sind wir nicht abgestiegen“

Weiter im Geschäft: Erik Grotelüschen und der Ahlhorner SV dürfen sich weiterhin Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. Foto: Marquart

Brettorf/Ahlhorn – Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. „Noch sind wir nicht abgestiegen“, bekräftigte Tim Albrecht, der Spielertrainer des Faustball-Erstligisten Ahlhorner SV. Das Tabellenschlusslicht wahrte nach der einkalkulierten Niederlage beim Spitzenreiter VfK 01 Berlin (1:5) durch den 5:0-Erfolg bei der Berliner TS seine Chancen auf den Klassenerhalt. Schützenhilfe bekam der ASV vom Landkreisrivalen TV Brettorf, der den TK Hannover mit 5:1 bezwang, und vom VfL Kellinghusen, der mit 5:1 beim Leichlinger TV triumphierte. Ahlhorn, Leichlingen, Hannover und die Berliner TS haben nun allesamt drei Siege auf dem Konto. Allerdings haben die Ahlhorner auch schon ein beziehungsweise zwei Spiele mehr absolviert als ihre Konkurrenten im Abstiegskampf.

TV Brettorf – TK Hannover 5:1 (4:11, 11:5, 11:8, 11:3, 14:12, 11:5): Die Brettorfer hatten sich auf Christos Michalakis eingestellt. Doch der starke TKH-Schlagmann war leicht angeschlagen und wurde von Trainer Ole Hermanns für die wichtigen Spiele im Abstiegskampf geschont. Stattdessen servierte Aaron Dumke die hannoverschen Angaben, während Merlin Sommer den Rückschlag übernahm. „Dadurch war es ein ganz anderes Spiel als wir erwartet hatten“, erläuterte Brettorfs Betreuer Tim Lemke, der den urlaubenden Coach Klaus Tabke vertrat. Die Angreifer Malte Hollmann und Hauke Rykena sowie die Abwehrreihe mit Tom Hartung, Hauke Spille und Timo Kläner brauchten zunächst einen Satz, um sich im Kopf auf die veränderte Situation einzustellen. Über 0:2, 2:5 und 3:7 mussten sie den ersten Abschnitt mit 4:11 den Gästen aus der Landeshauptstadt überlassen. Doch dann hatten sie sich sortiert. Malte Hollmann übernahm Rückschlag und Block von Hauke Rykena, der offensichtlich ein bisschen zu viel wollte. „Es war aber nicht das allerbeste Spiel von den Jungs. Es wirkte die ganze Zeit so, als ob sie mit angezogener Handbremse gespielt hätten. Jeder hatte mal einen doofen Ball“, relativierte Tim Lemke. Trotzdem gewann der Tabellenzweite die Sätze zwei bis vier relativ glatt. Im fünften Durchgang führten die Brettorfer schon mit 10:7, vergaben die drei Satzbälle jedoch und mussten beim Stand von 10:11 dann selbst einen abwehren. „Aber die Jungs sind mittlerweile so clever, dass sie auch in solchen Situationen ruhig bleiben“, meinte Tim Lemke. Mit 14:12 ging der Abschnitt an seine Crew. „Im sechsten Satz hat sich Hannover dann ein bisschen aufgegeben. Sie sind bei der Angabe noch mehr Risiko gegangen und haben noch mehr Fehler gemacht, von denen wir profitiert haben. Dadurch war es dann einfach für uns“, berichtete Tim Lemke. Er hörte auf sein Bauchgefühl und verzichtete darauf zu wechseln, „um keinen Bruch zu riskieren“.

VfK 01 Berlin – Ahlhorner SV 5:1 (11:5, 11:8, 11:1, 11:7, 6:11, 11:8): Das Ergebnis klingt deutlicher als der Spielverlauf war. „Wir haben gut mitgehalten und uns auch spielerisch ganz gut verkauft“, meinte Tim Albrecht, der auf der Position vorne links für Rückschlag und Blocks verantwortlich zeichnete. Sein Angriffspartner Christoph Johannes servierte von rechts die Angaben. Die Defensive bildeten Erik Grotelüschen, Mats Albrecht und Andrej Macht. Die VfK-Abwehr ließ sich nur selten überwinden und brachte die Bälle konstant gut nach vorne, so dass Lukas Schubert und Sebastian Kögel immer wieder variabel punkten konnten. Die Ahlhorner hielten so gut es ging dagegen und belohnten sich mit dem Gewinn des fünften Satzes. „Am Ende haben wir aber Körner gespart und den Fokus aufs zweite Spiel gerichtet“, erklärte Tim Albrecht.

Berliner TS – Ahlhorner SV 0:5 (10:12, 12:14, 6:11, 7:11, 6:11): Nach der U 18-Landesmeisterschaft hatte sich Jan Hermes in Hannover in den Zug gesetzt und war in die Bundeshauptstadt nachgereist. Zusammen mit Christoph Johannes (Angaben) bildete Jan Hermes (Rückschlag) gegen den Aufsteiger das Angriffsduo. Tim Albrecht wechselte auf seine angestammte Mittelposition. Dafür setzte Andrej Macht aus. Die ersten beiden Sätze waren eng und gingen erst nach Verlängerung an den ASV, der im zweiten Abschnitt beim Stand von 9:10 und 10:11 zwei Satzbälle abwehren musste. „Dann haben wir es konzentriert runtergespielt und konsequent unsere Chancen genutzt“, schilderte Tim Albrecht den weiteren Verlauf. Am Ende stand ein klarer 5:0-Erfolg. „Wenn wir diese Leistung auch in den nächsten Spielen abrufen, bin ich guter Dinge, dass wir das Unmögliche vielleicht doch noch möglich machen können“, sprach Tim Albrecht sich und seinen Teamkollegen Mut zu.  mar

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