Niederlage in Bersenbrück ist für Gravel „kein Beinbruch“

VfL Wildeshausen: Oberliga-Volleyballer gehen erstmals in dieser Saison leer aus

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VfL-Spielertrainer Frank Gravel hatte bei der 1:3-Niederlage in Bersenbrück Pech: Beim Matchball landete sein Zuspiel an einem Seil, das unter der Hallendecke hing.

Wildeshausen - Erstmals in der laufenden Saison sind die Oberliga-Volleyballer des VfL Wildeshausen leer ausgegangen. Beim 1:3 (13:25, 26:24, 21:25, 25:27) beim TuS Bersenbrück vergab der Aufsteiger im vierten Durchgang zwei Satzbälle und damit die Chance – wie bei der bis dahin einzigen Niederlage gegen die VSG Ammerland II – mindestens einen Punkt mitnehmen zu können.

„Diesmal mussten wir feststellen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen“, sagte VfL-Spielertrainer Frank Gravel. Sein Team hatte in Bersenbrück einen völligen Fehlstart hingelegt. Die Annahme blieb nur Stückwerk, und da auch im Block und in der Abwehr wenig zusammenlief, ging der erste Satz klar an die Gastgeber.

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Wildeshauser, wenn auch nur langsam. Zunächst liefen die Huntestädter ständig einem Rückstand hinterher. Mit vier Punkten in Serie glichen sie dann aber zum 17:17 aus. „Endlich kam die Abwehr an die Bälle“, meinte Gravel. Doch kurz danach schwächelte der VfL wieder bei der Annahme. Bersenbrück ging mit 21:18 in Führung und hielt den Vorsprung bis zum 24:22. Den ersten Satzball wehrten die Gäste souverän aus der Annahme ab, beim zweiten packte der Block zu. Das verunsicherte die Hausherren. So konnte Frederik Bartelt im Angriff für den Satzausgleich sorgen.

Diesen Schwung nahmen die Wildeshauser mit in den dritten Abschnitt. Schnell gingen sie mit 6:0 in Front. Der Sechs-Punkte-Vorsprung hatte bis zum 11:5 Bestand. Doch dann wurde Bersenbrück wieder stabiler in der Annahme, und der VfL-Block kam nur noch selten zum Zug. Erst beim 19:24 fing sich der Spitzenreiter wieder. Zwei Satzbälle konnten die Gäste noch abwehren, beim dritten ließen sie einen einfachen Ball ins Feld fallen.

Im vierten Satz verwandelte der VfL einem 1:5-Rückstand in eine 13:10-Führung. Anschließend ging die Annahme gründlich daneben, und Gravel nahm seinen Libero heraus. Trotzdem hieß es wenig später 13:17. Aber die Wittekind-Crew stabilisierte sich, glich aus und zog auf 23:20 davon.

Wildeshauser Satzball landet im Block

Der Satzausgleich war zum Greifen nahe. Doch erst beim 23:23 holten sich die Wildeshauser den ersten Satzball, den sie aber vergaben. Die zweite Chance hatten sie aus der Abwehr heraus. Aber der Angriff landete im Block. Anschließend verschätzten sich die Gäste und ließen einen Ball ins Feld fallen.

Beim Matchball versuchte Frank Gravel eine schwache Annahme mit einem hoch gebaggerten Ball auf außen auszugleichen. Allerdings berührte das Spielgerät – zum ersten und einzigen Mal in der Partie – ein Seil, das unter der Hallendecke hing. Damit war die Wildeshauser Niederlage besiegelt. Trotzdem behauptete der Neuling weiter die Tabellenführung.

Die dreiwöchige Pause bis zum Heimspieltag gegen die VG Delmenhorst-Stenum und die TG Wiesmoor (Sonnabend, 15. Dezember, 15 Uhr) können die Wildeshauser gut gebrauchen. Vier Spieltage in den zurückliegenden fünf Wochen hat ihnen doch etwas zugesetzt.

„Die Niederlage in Bersenbrück ist kein Beinbruch. Es bleibt zu hoffen, dass wir in drei Wochen wieder deutlich stabiler im Spielaufbau sind, um in eigener Halle erfolgreich zu sein“, erklärte Frank Gravel.

VfL Wildeshausen: Frank Gravel, Linh Nguyen, Torben Dannemann, Helge Mildes, Frederik Bartelt, Fabian Muhle, Maik Backhus, Paul Schütte, Marco Backhus.

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