VfL Wildeshausen verschenkt beim 3:2 über TV Eiche Horn III einen Punkt

„Nicht schön, aber gewonnen“

Zum Jahresabschluss gewann Ina Diephaus mit dem VfL Wildeshausen beim TV Eiche Horn III. Foto: westermann

Wildeshausen – Kurz vor Weihnachten haben die Landesliga-Volleyballerinnen des VfL Wildeshausen schon einmal Geschenke verteilt: Im Auswärtsspiel beim TV Eiche Horn III überließen sie den Bremerinnen beim 3:2 (21:25, 25:21, 23:25, 25:17, 15:7) vollkommen unnötig einen Punkt.

„Das war ein ziemlich gruseliges Spiel! Wir waren träge und es fehlte die nötige Spritzigkeit – fast wie in den Ferien“, monierte Gunther Wieking. Dabei hätte der VfL-Coach angesichts der ordentlichen Personalsituation gegen den Tabellenachten eigentlich einen deutlichen Sieg erwartet. „Aber nur im Tiebreak haben wir so gespielt, wie wir es können. Ansonsten sind wir weit unter unseren Möglichkeiten geblieben.“

Im Gegensatz zur 0:3-Klatsche gegen den VfL Oythe III waren in der Hansestadt auch Libero Angela Bleyle und Außenangreiferin Ina Diephaus wieder mit dabei, wenn auch noch nicht hundertprozentig fit. Aber auch einige ihrer Teamkolleginnen waren angeschlagen, so dass das Training am Mittwoch ganz ausgefallen war und am Freitag nur in schmaler Besetzung über die Bühne ging.

Die Wildeshauserinnen hatten große Probleme bei der Annahme. Dadurch gerieten sie im ersten Satz schnell mit 2:7 in Rückstand. Zwar konnten sie vom 16:22 auf 19:22 verkürzen. „Aber es fehlte der letzte Biss, um den Satz ganz zu drehen“, erläuterte Wieking.

„Der zweite Satz sah dann ein bisschen besser aus“, berichtete der VfL-Coach. Allerdings lief seine Crew zunächst wieder nur hinterher. Beim 8:11 nahm Wieking eine Auszeit. Die zeigte Wirkung. Beim 17:16 übernahm der VfL die Führung und schaffte über 23:19 den Satzausgleich. „Da dachte ich, wir wären drin“, meinte der Übungsleiter.

Doch falsch gedacht. Im dritten Abschnitt lag der Tabellenzweite zunächst bis zum 17:16 vorn. Mit vier Punkten in Folge wendeten die Bremerinnen das Blatt und holten sich die 2:1-Satzführung. Durch einen 10:3-Auftakt im vierten Durchgang bekamen die Frauen um VfL-Kapitänin Sina Meyer endlich ein bisschen Sicherheit in ihr Spiel. „Davor haben wir ziemlich gewackelt“, bekannte Wieking. Über 13:6 und 16:12 erzwang sein Team schließlich den Entscheidungssatz.

Der Tiebreak war dann eine klare Angelegenheit zugunsten des Tabellenzweiten, der dank guter Aufschläge rasch ein 8:1 vorlegte. „Da haben wir ordentlich, sicher und präzise gespielt“, registrierte Wieking erfreut. Trotz des Sieges war er aber „nicht wirklich zufrieden“ mit der Darbietung seiner Mannschaft. „Nicht schön, aber gewonnen“, lautete sein Fazit. „Nach dem pomadigen Auftritt in Oythe haben wir zumindest einen erfolgreichen Jahresabschluss geschafft. Spielerisch haben wir noch Luft nach oben.“

Bei einer mehr ausgetragenen Partie hat der VfL Wildeshausen nun drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter VfL Oythe III. Weiter geht es für den Verfolger am Sonnabend, 11. Januar, 15 Uhr, mit den Heimspielen gegen den Tabellendritten Bremen 1860 III und den fünftplatzierten SV Dimhausen.  mar

VfL Wildeshausen: Angela Bleyle, Monika Blömer, Klara Schütte, Roxy Hillmann, Lea Schwuchow, Ina Diephaus, Sina Meyer, Katrin Schröder, Lea Gebken.

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