VfL spielt sich beim 1:1 gegen SV Wilhelmshaven II kaum Chancen heraus

„Nicht das richtige System“

+
Kein Durchkommen für Maximilian Seidel (M.): George Alhassan (l.) und Martin Shagidanov machen dicht.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Chancenwucher – damit haben die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen bisweilen ihre Probleme. Chancenarmut ist für sie dagegen eine ungewohnte Erfahrung.

„So wenig Möglichkeiten haben wir noch nie gehabt“, stellte Trainer Klaus Ebel nach dem 1:1 (0:0) gegen den SV Wilhelmshaven II verwundert fest.

Bei den Gastgebern hatten mehrere Spieler nicht ihren allerbesten Tag erwischt. Als Beispiel führte Klaus Ebel seinen Kapitän Lukas Schneider an. Der Linksverteidiger sei „auf seiner Position normalerweise eine Rakete“. Gestern zündete sie jedenfalls nicht.

In der Offensive war Maximilian Seidel zu oft auf sich allein gestellt. Allerdings ließen George Alhassan und seine Nebenleute auch kaum gefährliche Situationen zu. „Der Käpt’n hat seine Abwehr gut im Griff gehabt“, lobte Klaus Ebel den Wilhelmshavener Innenverteidiger. Dem VfL-Coach war durchaus bewusst, mit Seidel als einziger Spitze „nicht das richtige System“ gegen den Tabellenfünften gewählt zu haben. Allerdings fehlten ihm im Angriff die Alternativen: Rene Tramitzke (Urlaub), André Hesselmann (krank) und aus der Kreisliga-Mannschaft Tobias Kern (verletzt) standen allesamt nicht zur Verfügung.

Dass es nicht lief, bemerkte Benjamin Bohrer bereits Mitte der ersten Halbzeit: „Jungs, was ist los?!“, rief der Linksaußen, als außer ihm keiner seiner Mannschaftskollegen nachgesetzt hatte (24.). So kamen die Gäste durch Abdel Moneem Abou Khalil (3./38., Pfosten) und David Jahdadic (21./36., Außennetz) in Halbzeit eins zu einem Chancenplus. Auf der Gegenseite zwang Tobias Düser SVW-Keeper Martin Fisch zu einer Fußabwehr (18.). Die dickste Gelegenheit hatte jedoch Ma jues Gebhardt-Bauer, dessen 25-Meter-Knaller von rechtsaußen von der Lattenunterkannte zurück ins Feld sprang (33.).

Auch nach dem 1:0 durch einen trockenen Rechtsschuss von Linksfuß Sascha Görke (52.) spielten die Gäste ruhig weiter und wurden belohnt: Mit seinem achten Saisontreffer erzielte Abdel Moneem Abou Khalil das 1:1 (69.). Allerdings sah der Torjäger, der tags zuvor noch in der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz gekommen war, zehn Minuten später wegen einer Schwalbe und Foulspiels Gelb-Rot (79.).

Im Gegensatz zu ihm verzichtete Maximilian Seidel in der Nachspielzeit darauf, einen Elfmeter zu schinden: Obwohl er im Strafraum attackiert wurde, lief der 18-Jährige weiter (90.+2). „Der Verteidiger kloppt ihm zwei Mal ans Bein – andere fallen da auf die Schnauze“, meinte Klaus Ebel. So gab es für die Krandel-Kicker nur Eckball. Und beinahe wäre Sascha Görke mit der letzten Aktion noch der Siegtreffer gelungen. Doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei (90.+3). „Ich denke, dass Unentschieden geht in Ordnung“, bilanzierte Ebel.

Dschungelcamp 2017: Tag fünf im Busch in Bildern

Dschungelcamp 2017: Tag fünf im Busch in Bildern

DHB-Auswahl im Schongang ins WM-Achtelfinale

DHB-Auswahl im Schongang ins WM-Achtelfinale

Werder-Training am Dienstag

Werder-Training am Dienstag

Hochgeschlossen ist das neue Sexy

Hochgeschlossen ist das neue Sexy

Meistgelesene Artikel

„Futsal tut nicht weh“

„Futsal tut nicht weh“

Meiners-Crew hofft auf lautstarke Fanunterstützung

Meiners-Crew hofft auf lautstarke Fanunterstützung

Titel durchkreuzt Peukers Pläne

Titel durchkreuzt Peukers Pläne

„Hardy“ Dasenbrock gibt beim 33:34 ein starkes Comeback

„Hardy“ Dasenbrock gibt beim 33:34 ein starkes Comeback

Kommentare