Vor dem Spiel in Wilhelmshaven erteilt VfL-Coach Bragula Träumereien eine Absage

„Nicht reif für die Oberliga“

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Wildeshausens Flügelflitzer Janek Jacobs (l.) wirkte beim 3:3 gegen Melle nicht so frisch wie gewohnt.

Wildeshausen - Erfolg macht sexy: Marcel Bragula war nach dem 3:3 gegen den SV Melle 03 ein beliebter Gesprächspartner. „Ich bin ständig angesprochen worden“, berichtet der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen, dessen Team 23 Punkte aus den jüngsten neun Spielen holte und damit bis auf den fünften Tabellenplatz empor geklettert ist. Inzwischen geistert schon das Thema „Oberliga“ durch den Krandel. Ein Thema, das Bragula gar nicht in den Kram passt.

„Wir führen hier eine Diskussion, die völlig unnötig ist – der VfL Wildeshausen ist in der aktuellen Situation gar nicht reif für die Oberliga“, redet der 41-Jährige Klartext. Der aktuelle Höhenflug sei eine schöne Momentaufnahme. „Aber wenn wir vier, fünf Spiele am Stück verlieren, sind wir ganz schnell wieder unten drin. Deshalb müssen wir mit dem Rumgespinne aufhören!“, fordert Bragula. Um in der fünfthöchsten Spielklasse zu bestehen, müsse das Trainingspensum auf vier bis fünf Einheiten pro Woche erhöht werden. „Und dieser Aufwand ist für viele zu groß.“ Außerdem brauche es „sechs bis acht neue Spieler, die ohne Geld nicht irgendwo herkommen“. Darum könne der Verein „froh sein, wenn wir am Ende das Erreichte erhalten“.

Zu diesem Zweck dürften mindestens 40 Zähler notwendig sein, hat Bragula überschlagen. 34 hat seine Crew aktuell auf dem Konto, das am Sonntag, 15 Uhr, im Auswärtsspiel beim SV Wilhelmshaven weiter gefüllt werden soll. „Mindestens einen Punkt“ hat Bragula zum Ziel gesetzt: „Wir fahren dahin, um was mitzunehmen und nicht, um das Jadestadion zu bewundern.“ Doch Achtung: Schon gegen Melle wirkten die Krandel-Kicker nicht so frisch wie in den Partien zuvor und konnten nur dank einer enormen Willensanstrengung und zwei Treffern in der Nachspielzeit das Ende ihrer Erfolgssträhne verhindern.

Die Wilhelmshavener waren bis zur jüngsten 0:3-Pleite beim Spitzenreiter SV Bad Rothenfelde sechs Mal in Folge ungeschlagen. Davor hatten sie zuletzt am 18. November beim 0:2 im Hinspiel gegen Wildeshausen verloren. Nach dem Duell auf dem Huntloser Kunstrasen musste SVW-Coach Dario Fossi gehen. Co-Trainer George Alhassan und Sportchef Norbert Herrmann übernahmen.

Aber auch unter der Regie des neuen Übungsleiterduos kam der Tabellenvorletzte trotz ordentlicher Resultate nicht von den Abstiegsplätzen weg – zu schwer wiegt immer noch die Hypothek des Sechs-Punkte-Abzugs vom Saisonstart. „Von der Qualität der Spieler müssten sie aber da unten rauskommen“, meint Bragula.

Wie der SV Wilhelmshaven am Donnerstag mitteilte, wird George Alhassan den Jadestädtern aufgrund beruflicher und privater Belastungen „für unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung“ stehen. Bis zum Saisonende werde Wolfgang Wesseling zusammen mit Norbert Herrmann auf der Trainerbank sitzen.

Gegen den Aufsteiger aus Wildeshausen können sie wieder auf Abwehrchef Jakub Kurzawa und Sechser Sebastian Schlumberger zurückgreifen, die ihre Gelbsperren abgesessen haben. Außerdem kehren Mittelfeldspieler Daniel Oleksyn nach auskuriertem Muskelfaserriss und Verteidiger Hassan Atoui nach überwundenen Rückenproblemen ins Team zurück. Dagegen kommt die Partie für Mittelfeldspieler Habib Haliti und Angreifer Daniel Greif noch zu früh. Zudem hat sich Mittelfeldmann Johannes Wielspütz in Bad Rothenfelde einen Innenbandriss zugezogen und dürfte mindestens vier Wochen fehlen.

Bei den Gästen setzt Bragula „große Fragezeichen“ hinter die Namen von Maximilian Seidel (Oberschenkelzerrung) und Sebastian Bröcker (Pferdekuss).

mar

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