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Neerstedter Aufholjagd gegen OHV Aurich II wird beim 29:31 nicht belohnt

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Von: Jürgen Prütt

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Neerstedts Christoph Steenken (Mitte) bleibt in der Auricher Abwehr hängen.
Kein Durchkommen: Christoph Steenken (M.) bleibt in der Auricher Abwehr hängen. © Tamino Büttner

Neerstedt – Handball-Verbandsligist TV Neerstedt hat auch sein zweites Spiel binnen vier Tagen verloren. Nachdem die Männer aus der Gemeinde Dötlingen am Sonnabend beim MTV Eyendorf eine schmerzhafte 25:39-Klatsche kassiert hatten, gab es am Mittwochabend im Nachholspiel gegen den OHV Aurich II eine 29:31 (12:18)-Niederlage. Bereits an diesem Sonnabend, 9. April, ist die Crew von Trainer Andreas Müller erneut gefordert, und zwar auswärts beim VfL Horneburg. Das Duell mit dem Drittletzten der Tabelle wird um 16 Uhr angepfiffen.

Nachdem sich Linkshänder Marcel Reuter (fehlte in Eyendorf aufgrund einer Coronainfektion) rechtzeitig freigetestet hatte, standen Müller gegen Aurich 14 Spieler zur Verfügung. Lediglich Jan-Niklas Bruning (Pause nach Handoperation) und Marvin Auffarth (Schulterprobleme) fehlten. Den freien Platz im Kader hatte Müller an Stjorven Schröder aus der zweiten Mannschaft vergeben. „Stjorven hat nach der Pause in der Deckung den Part von Eike Kolpack übernommen. Er hat es gut gemacht“, lobte Müller.

Überhaupt war die zweite Halbzeit aus Sicht der Gastgeber die bessere. Beim 13:22 (34.) hatte sich Müller mit Routinier Thomas Schuetzmann beraten. Fortan nahmen die Neerstedter per Sonderbewachung Aurichs Kevin Wendlandt aus dem Spiel. Tatsächlich sollte die Kurzdeckung gegen den bis dato siebenmal erfolgreichen Rückraumlinken der Ostfriesen nicht ohne Wirkung bleiben. Tor um Tor robbten sich die Neerstedter heran. Schuetzmann stellte mit dem zehnten seiner insgesamt 15 Treffer auf 22:24 (43.). Beim 25:26 (50.), das erneut Schuetzmann erzielte, schien der TV Neerstedt das Ruder herumreißen zu können. Doch es sollte nicht mehr reichen. „Wir lassen zwei gute Möglichkeiten aus, und Aurich trifft zum 28:25“, schilderte Müller die Phase um die 52. Minute. Danach habe der OHV den Vorsprung über die Zeit gebracht, musste der 44-Jährige die zweite Niederlage in Folge quittieren.

Über 60 Minuten gesehen sei es ein verdienter Sieg der Gäste gewesen, urteilte Müller. „Wir lassen bestimmt 15 klare Chancen aus, und in der ersten Halbzeit ist fast jeder Wurf des Gegners ein Treffer“, nannte der Bookholzberger die Gründe für die Schlappe. Seine Enttäuschung wollte der Coach nicht verbergen. „Ich bin schon ein wenig geknickt. Aus diversen Gründen rufen wir unser Potenzial aktuell nicht ab“, haderte Müller.

Auch in Horneburg sieht der Coach eine schwere Aufgabe auf die Grün-Weißen zukommen. „Bei uns werden einige Spieler fehlen, und Horneburg braucht im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt“, erläutert der B-Lizenzinhaber.

Stenogramm

TV Neerstedt – OHV Aurich II 29:31 (12:18)

TV Neerstedt: Pecht, Oltmanns - Ch. Steenken, Schrader, Marcel Reuter (4), Hoffmann (3), Schröder, Schuetzmann (15/3), Kolpack, Uken, (3), Poppe, Siemer (1), Hennken, Kunz (3)

OHV Aurich II: Möhlmann, Müller - Menne (2), Lübben (3), Höppner, Gronau (4/1), Stoehr (2), Speckmann, Neumann (5), Reshöft (6), Wendlandt (9)

Siebenmeter: TVN 4/3, OHV 2/1

Zeitstrafen: TVN 4, OHV 5

Schiedsrichter: Thore Poguntke/Hauke Schneider

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