Neugegründete Beckeln Fountains nehmen Spielbetrieb in der 5. Kreisklasse auf

„Präsi“ Sander schnürt selbst die Stollenschuhe

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Trainer Jörg Weichler (l.) und der Vorsitzende Tim Sander (7.v.r.) starten mit den Beckelns Fountains in der 5. Kreisklasse.

Beckeln - Von Sven Marquart. Wettkampferfahrung haben sie bislang nur bei Juxveranstaltungen wie der Fleckenmeisterschaft oder dem Menschenkickerturnier gesammelt. Doch in wenigen Wochen wird es Ernst: Dann nehmen die Beckeln Fountains als fünfter Club aus der Samtgemeinde Harpstedt und 41. Verein im Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst den Spielbetrieb auf.

Regelmäßig trafen sich Tim Sander und seine Beckelner Freunde in der Freizeit zum Kicken. Ein Großteil von ihnen hat schon mal im Verein gespielt. „Irgendwann kam die Idee auf, wieder aktiv zu werden“, berichtet Sander. Der Gedanke, beispielsweise als untere Mannschaft des Harpstedter TB an den Start zu gehen, sei schnell wieder vom Tisch gewesen. Tenor: „Wir wollen für Beckeln spielen!“ Da es in der 800-Seelen-Gemeinde jedoch bislang keinen Fußballverein gab, wurde nach reiflicher Überlegung einer gegründet.

„Wir haben uns informiert, die rechtlichen und finanziellen Dinge abgeklopft“, erzählt Tim Sander. Selbst der Papierkrieg mit Amtsgericht, Finanzamt, Landessportbund und Niedersächsischem Fußballverband schreckte ihn und seine Mitstreiter nicht ab.

Ende Februar war es dann soweit: Bei der Gründungsversammlung wurde Tim Sander zum ersten Vorsitzenden gewählt. Mit seinen 20 Jahren ist der Weyher nun einer der jüngsten, wenn nicht sogar der jüngste Vereinschef im Landkreis. Der Führungscrew gehören außerdem Sven Wolle (zweiter Vorsitzender), Joachim Sander (Kassenwart), Till Gralheer (stellvertretender Kassenwart), Timo Gralheer (Spartenleiter) und Jann Lüllmann (Schriftführer) an.

Bei der Wahl des Vereinsnamens hätten sie ziemlich lange überlegt, erzählt Tim Sander. Schließlich entschieden sie sich für den englischen Begriff „Fountains“ (Fontänen). Damit beziehen sich die Kicker auf den Springbrunnen im Gemeindewappen. Die Vereinsfarben sind Blau und Gelb.

Da es in ihrer Gemeinde keinen Fußballplatz gibt, einigten sich die Beckelner mit dem Harpstedter TB und dürfen jetzt immer dienstags und sonntags auf dem Platz am Freibad trainieren. Am Tielingskamp tragen die Fountains künftig auch ihre Heimspiele in der 5. Kreisklasse aus. „Wir fangen bewusst ganz unten an“, erläutert Tim Sander. „Wir wollen Spaß haben, und alle sollen zum Zuge kommen. Außerdem wollen wir auch Erfolge feiern und nicht nur negative Erfahrungen sammeln.“ Wie 26 andere des knapp 40 Mitglieder starken Vereins wird der „Präsi“ selbst die Stollenschuhe schnüren. „Am liebsten als rechter Verteidiger oder im defensiven Mittelfeld.“

Übten die Fountains anfangs in Eigenregie, haben sie seit Kurzem in Jörg Weichler auch einen Coach. Der frühere Uphuser spielte einst für den TSV Achim in der Bezirksoberliga und kam „der Liebe wegen“ nach Beckeln. Obwohl er einen „zusammengewürfelten Haufen“ übernommen hat, ist der 44-Jährige vom Potenzial seiner Schützlinge überrascht. Einige hätten locker das Zeug dazu, um im Kreisliga-Team des Harpstedter TB zu spielen. „Ich halte die Mannschaft für sehr talentiert und sehe die 5. Kreisklasse nur als Durchgangsstation an“, sagt Jörg Weichler. „Ich glaube, die Jungs marschieren so durch.“

Allerdings quält den Übungsleiter ein großes Problem: „Wir haben keinen Torwart.“ Notgedrungen wechseln sich zwei gelernte Feldspieler zwischen den Pfosten ab. „Aber ich hoffe, dass wir noch einen Keeper ausgraben – das kann auch einer sein, der 45 oder 50 ist“, meint Jörg Weichler. Bisher reicht die Altersspanne bei den Fountains von 18 bis 30. Wer mitspielen möchte, kann per E-Mail an beckeln.fountains@gmx.de Kontakt aufnehmen.

Bis zum Ligastart im August planen die Beckelner noch einige Testpartien. Ihr erstes Pflichtspiel bestreiten sie am letzten Juli-Wochenende. „Wir haben gleich Glück gehabt“, sagt Tim Sander und rollt mit den Augen. In der ersten Kreispokalrunde treffen er und seine Teamkollegen auf den Kreisligisten SV Baris – ein Hammerlos für die Neulinge! „Wir werden alles geben“, verspricht Sander. „Mal sehen, wie das Ergebnis ausfällt.“

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