Neuer Vorsitzender hält Spielbetrieb im NFV-Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst auch ohne weitere Fusion für zukunftsfähig

Thema Fairness bereitet Meenken Sorgen

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Der neue Vorsitzende Erich Meenken sieht den Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst gut aufgestellt.

Kirchhatten - Die ersten Monate seien schwierig gewesen, erinnert sich Erich Meenken an den Zusammenschluss der beiden Fußball-Altkreise Oldenburg-Land und Delmenhorst im Jahr 2012. „Das war ein richtungsweisender Schritt, aber es gab durchaus ein paar Juckepunkte“, bekannte der neue Kreisvorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht während des Kreistags in Kirchhatten.

Drei Jahre später haben sich die einstigen Nachbarn zusammengerauft – gut zu erkennen an dem neuen Logo, das während der Versammlung auf einem großen Roll-up-Banner prangte: Dazu wurden in das Emblem des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) die Wappen des Landkreises Oldenburg und der Stadt Delmenhorst integriert.

„Inzwischen haben wir reichlich Erfahrung mit Fusionen gesammelt“, sagte Meenken und schlug damit den Bogen zu der angedachten und inzwischen für gescheitert erklärten Liaison mit den Kreisen Oldenburg-Stadt, Ammerland, Friesland, Wesermarsch und Wilhelmshaven. Anfänglich habe die Idee „eine gewisse Euphorie ausgelöst“, bekannte Meenken: „Allerdings hätten wir viel früher Rückmeldungen von den Vereinen einholen müssen, dann hätten wir uns eine ganze Menge Diskussionen sparen können.“ Bei der jüngsten Arbeitstagung hatten die Vereinsvertreter mit großer Mehrheit gegen einen Großkreis gestimmt.

Aber auch in der momentanen Konstellation mit 43 Mitgliedsvereinen und in der aktuellen personellen Besetzung sei der Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst durchaus in der Lage, länger seine Eigenständigkeit zu wahren, erklärte Meenken. Nach einem kleinen Abwärtstrend stieg die Zahl der spielenden Mannschaften zuletzt wieder auf 432 Teams an. „Damit wäre der Spielbetrieb durchaus zukunftsfähig“, meinte Meenken. Dennoch sei er offen für weitere Veränderungen und mögliche Kooperationen.

Eine negative Entwicklung hat der neue Kreischef beim Thema Fairness ausgemacht: „Die Vielzahl an Bescheiden und Verwaltungsstrafen muss unbedingt eingedämmt werden – es würde den Vereinen gut tun, wenn ein Großteil des Geldes nicht in der Kreiskasse landen würden.“ Allerdings erwartet der neue Schatzmeister Conrad Ammermann bereits die nächsten Einnahmen: Obwohl der Kreistag eine Pflichtveranstaltung ist, fehlten der SC Colnrade, RW Hürriyet, der KSV Hicretspor, der SV GW Kleinenkneten und der TuS Vielstedt unentschuldigt und müssen deshalb mit einer Strafe rechnen.

Zur Kasse gebeten werden die Vereine zukünftig auch, wenn sie nicht genug Schiedsrichter stellen. Für jede gemeldete Mannschaft ab der D-Jugend müssen die Vereine einen Unparteiischen melden, ansonsten wird pro fehlendem Referee eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 75 Euro fällig. „Das soll nicht abschrecken, sondern in erster Linie dazu animieren Schiedsrichter zu gewinnen“, erläuterte Meenken.

Die Crew von Schiedsrichterobmann Harald Theile genießt auch über die Kreisgrenzen hinaus einen guten Ruf. „In einigen Bereichen des Schiedsrichterwesens sind wir führend – so werden unsere Schiedsrichter beispielsweise für Futsal aus anderen Kreisen angefragt“, berichtete Meenken.

mar

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