Ahlhorner SV gewinnt Bundesliga-Derby gegen Brettorf in nicht mal 80 Minuten

Neuefeind-Crew serviert Faustball-Fast-Food – 5:0

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Ratlos am Rande: Brettorfs verletzter Schlagmann Tobias Kläner (l.) und Trainer Klaus Tabke.

Ahlhorn - Von Sven Marquart. Wenn sich die Bundesligisten Ahlhorner SV und TV Brettorf gegenüberstehen, kommen Faustball-Feinschmecker normalerweise auf ihre Kosten.

Nicht so gestern Nachmittag – da wurde im Stadion an der Katharinenstraße Faustball-Fast-Food serviert: Beim 5:0 (12:10, 11:4, 11:5, 11:2, 11:7) vernaschte der ASV seinen Lokalrivalen regelrecht. „Da hätte ich für mein Eintrittsgeld mehr erwartet“, moserte ein Zuschauer, als die Partie nach nicht einmal 80 Minuten beendet war.

Symptomatisch für den gesamten Spielverlauf hatte Jens von Seggern die Niederlage der Gäste mit zwei leichten Fehlern besiegelt. Der Routinier, der erneut den verletzten Schlagmann Tobias Kläner (Bluterguss vor der Kniescheibe) vertrat, setzte ungewohnt viele Bälle ins Aus oder an die Leine. „Wenn’s nicht läuft, dann läuft’s nicht“, meinte Jens von Seggern. „Es war alles schwach: Die Abwehr war schwach, der Angriff war ganz schwach – und wenn mal eine Angabe gut lag, hat Ahlhorn sie trotzdem noch gewitzt verwertet.“

Mal abgesehen vom ersten Satz, als die Brettorfer nach einem 6:8-Rückstand mit 9:8 in Führung gingen, war von einem umkämpften Derby nicht viel zu sehen. Ein Ass von Jens von Seggern beantwortete Christoph Johannes seinerseits mit einem Ass, und nach einer Leinenangabe von Seggerns ging der erste Durchgang mit 12:10 an den Ahlhorner SV.

Schon im zweiten Satz reagierte Klaus Tabke und brachte Dominik von Seggern für Jörn Büsselmann. Doch die Gastgeber machten unbeirrt weiter und gingen mit einer 3:0-Führung in die Zehn-Minuten-Pause. „Die Jungs haben in den ersten drei Sätzen richtig gut gespielt“, freute sich ASV-Coach Thomas Neuefeind. Jens von Seggern sei zwar „ein gefährlicher Angabenschläger, aber man merkt doch, dass Tobi Kläner nicht dabei ist“.

Im vierten Satz feierte Patrick Baues dann eine Premiere: Der Neuzugang vom MTV Hammah erzielte mit dem 6:2 seinen ersten Punkt im ASV-Trikot.

Es wirkte fast schon verzweifelt, als Klaus Tabke im fünften Durchgang kräftig rotieren ließ und unter anderem Kapitän Christian Kläner von der Mitte nach rechts vorne beorderte. „Christoph Johannes hat alle Kritiker widerlegt – in der Angabe wie im Rückschlag, und wir waren nicht in der Lage dagegenzuhalten“, meinte Tabke. Ein Derby mit 0:5 zu verlieren sei bitter, besonders wenn man den Anspruch habe, sich für die DM zu qualifizieren: „Was wir hier angeboten haben, war in keiner Hinsicht zufriedenstellend.“

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