Neerstedts Oberliga-Handballer festigen mit 28:23 in Cloppenburg Platz vier

Kolpack lässt's krachen: Zehn Tore beim Derby-Sieg

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Vorangeher: Eike Kolpack (am Ball) übernahm im Derby beim TV Cloppenburg oft Verantwortung. Am Ende hatte der Neerstedter Rückraum-Hühne zehn Tore geworfen. Rechts hinter ihm die TVN-Kollegen Andrej Kunz und Torben Kruse.

Aus Cloppenburg Berichtet - Cord KrügerCLOPPENBURGAm Ende eines 55 Minuten lang spannenden Oberliga-Derbys verteilte Dag Rieken ein „großes Kompliment an die gesamte Mannschaft“ – oder das, was von ihr nach den grippebedingten Ausfällen am Freitagabend noch übrig war. Doch zwei seiner nur noch neun Handballer auf dem Spielberichtsbogen musste der Trainer des TV Neerstedt nach dem 28:23 (13:13)-Triumph beim TV Cloppenburg besonders hervorheben: Eike Kolpack und Rückraum-Kollege Marcel Kasper, der es auch als Kreisläufer ziemlich gut kann.

„Ich weiß nicht, wie oft Eike getroffen hat, aber er hat auch dafür gesorgt, dass unser Abwehrblock ziemlich gut stand“, lobte Rieken. Und mit „Marcel am Kreis haben wir den richtigen Schachzug getan.“

Nur der Vollständigkeit halber: Kolpack schenkte Cloppenburg zehn Tore ein – nur vier Aluminium-Treffer, ein bärenstarker TVC-Keeper David Albrecht mit allein zwölf Paraden vor der Pause und eine Manndeckung gegen ihn im zweiten Durchgang hinderten Neerstedts besten Werfer des Abends an einer noch höheren Ausbeute. Wie wertvoll Kolpack für den TVN ist, zeigte sich in einer Phase der ersten Halbzeit, „als wir mal reagieren und Eike runternehmen mussten – da lief es nicht so gut“, fasste Rieken eine bedenkliche Durststrecke in Hälfte eins zusammen.

Bis dato hatten sich die Gäste vor 350 Zuschauern über 4:3 (5.), 6:3 (10.) und 10:4 (per Siebenmeter durch Kolpack/16.) schon auf 12:5 abgesetzt (19.) – auch dank Mithilfe der Hausherren, denen reihenweise Fehler im Spielaufbau unterliefen. Doch dann bekam Kolpack eine Verschnaufpause – und beim TVN herrschte Torflaute. Cloppenburg hingegen arbeitete sich bis auf 10:12 heran (25.), Rieken nahm eine Auszeit und rüttelte seine Jungs wach. „Wir hätten den Vorsprung weiter ausbauen können, stattdessen wurden wir unkonzentriert und haben zu viel verworfen“, monierte der Lehrer. „Das hat der Gegner ausgenutzt und fünf Tore am Stück gemacht – da war das Publikum natürlich sofort wieder da“, beschrieb Neerstedts fünffacher Torschütze Andrej Kunz: „Nach der Pause haben wir uns aber wieder reingekämpft.“

Dafür sorgte er selbst mit seinen wichtigen Toren zum 14:13 (32.) und 15:14 (35.), die Cloppenburg in Schach hielten. Eine Viertelstunde vor Schluss bat dann Marcel Kasper zum Tanz: Mit seinen drei Treffern am Kreis (21:18, 22:19 und 23:20) entnervte er die TVC-Deckung. Zwei Tore von Kolpack (25:21/54.) und erneut Kasper, der dabei noch eine zweite Zwei-Minuten-Strafe herausholte, bedeuteten die Vorentscheidung.

Hinzu kam, dass Christoph Kuper im TVN-Kasten nach dem Wechsel mehr Bälle abwehrte und die Deckung vor ihm weiterhin konsequent zugriff. So reichte es zum Sieg und zur Festigung von Platz vier – auch ohne die kurzfristig wegen grippaler Infekte fehlenden Tim Schulenberg und Bastian Carsten-Frerichs. „Wie in den Spielen davor hat die Mannschaft wieder einige empfindliche Ausfälle weggesteckt und das hervorragend gemacht“, zeigte sich Rieken stolz auf sein kampf- und nervenstarkes Kollektiv, das den Vorsprung am Ende souverän verwaltete.

TV Neerstedt: Kuper - Kunz (5), Freese (3), Kruse (3/1), Schützmann, Kolpack (10/1), Wolken, Marcel Kasper (7), Busse.

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