Neerstedts Keeper lässt in der ersten Halbzeit lediglich sechs Gegentreffer zu

Kuper bei 33:22 in Galaform

+
Schier unüberwindlich: Neerstedts Keeper Christoph Kuper.

Neerstedt - Von Sven Marquart. Ein Christoph Kuper in Galaform hat den Handball-Oberligisten TV Neerstedt zu seinem sechsten Saisonsieg geführt. Egal, welche Wurfvarianten die Schützen der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn beim 33:22 (17:6) auch versuchten – der Mann mit dem gelben Sweater und der Rückennummer 21 im Neerstedter Tor war schier unüberwindlich.

„Ich kann ganz zufrieden sein. Aber der Innenblock hat auch stark gearbeitet und mir die Aufgabe leicht gemacht“, sagte Christoph Kuper. Das war fast zu bescheiden. Denn wäre sein verhinderter Torwarttrainer Michael Schäfer in der Halle gewesen – er wäre mit dem Notieren der Paraden kaum hinterher gekommen. Dag Rieken schätzte die Quote der von Kuper gehaltenen Würfe auf 70 Prozent. „Christoph war bärenstark – er hat der Mannschaft enorm geholfen“, lobte Neerstedts Coach seinen Schlussmann.

Der war sofort voll da und kaufte den Gästen schon in der Anfangsphase mehrere Bälle ab. „Wir wissen, dass Christoph ein guter Oberliga-Keeper ist. Man darf ihn nicht so ins Spiel kommen lassen. Das baut ihn auf. Er kommt über die Emotion, und dann pusht er sich noch mehr“, sagte Dennis Bolz. Allerdings machte Friedrichsfehns Übungsleiter neben Kupers Glanztaten auch die „schlechte Rückwärtsbewegung“ für die „unterirdische erste Halbzeit“ seiner Mannschaft verantwortlich. Dem Tabellensiebten gelangen vor der Pause lediglich sechs Treffer.

So oft hatte auf Neerstedter Seite allein schon Bastian Carsten-Frerichs beim 11:5 genetzt. Der Rechtsaußen münzte die Ballgewinne in der Defensive per Konter in einfache Tore um. Nur einmal geriet der TVN-Express vor der Pause kurz ins Stocken: Nachdem Dennis Jürgens beim Stand von 14:6 den Platz zwischen den Pfosten geräumt hatte (25.), parierte sein Kompagnon Tim Möller prompt vier aufeinander folgende Würfe von Björn Wolken, Torben Kruse, Tim Schulenberg und Malte Kasper.

„Zur Halbzeit hätten wir noch höher führen können als 17:6, aber wir haben relativ viel verworfen“, sagte Dag Rieken. Den Elf-Tore-Vorsprung transportierte seine Crew in den zweiten 30 Minuten bis zum Abpfiff. Weiter als 13 Treffer ließen die Ammerländer die Grün-Weißen nie davonziehen. Nach dem 25:12 durch Torben Kruse nahm Dag Rieken seine beiden erfolgreichsten Werfer vom Feld (42.). Für den überzeugenden Tim Schulenberg ging Andrej Kunz auf die Rückraummitte; Philipp Freese löste Bastian Carsten-Frerichs auf dem rechten Flügel ab. Sowohl Kunz als auch Freese trugen sich in der verbleibenden Spielzeit in die Torschützenliste ein.

„So einfach hatten wir uns das nicht unbedingt vorgestellt“, räumte Dag Rieken ein. Doch das kam ihm alles andere als ungelegen. Durch den klaren Spielverlauf konnte er es sich sogar leisten, den grippegeschwächten Thomas Schützmann zu schonen. Stattdessen übernahm Marcel Kasper die Linksaußenposition und erzielte von dort sechs zum Teil äußerst sehenswerte Treffer.

TV Neerstedt: Kuper, Depenbrock (n.e.) - Carsten-Frerichs (7), Kunz (1), Freese (1), Kruse (5), Schulenberg (7/1), Kolpack (3), Malte Kasper (3), Marcel Kasper (6), Wolken, Quickert, Schützmann (n.e.).

Poledance sorgt für durchtrainierte Figur

Poledance sorgt für durchtrainierte Figur

Von scharf bis süß: Die Avocado ist ein Alleskönner

Von scharf bis süß: Die Avocado ist ein Alleskönner

Wandern im ursprünglichen Defereggental

Wandern im ursprünglichen Defereggental

Vulkan-Trekking auf dem Chimborazo in Ecuador

Vulkan-Trekking auf dem Chimborazo in Ecuador

Meistgelesene Artikel

Vermasselt sich Jan Lehmkuhl selbst den Oberliga-Aufstieg?

Vermasselt sich Jan Lehmkuhl selbst den Oberliga-Aufstieg?

Interview mit Wildeshausens Spartenleiter Ottmar Jöckel 

Interview mit Wildeshausens Spartenleiter Ottmar Jöckel 

TV Dötlingen „verhandelt“ mit Ex-Profi Christoph Metzelder

TV Dötlingen „verhandelt“ mit Ex-Profi Christoph Metzelder

Eike Bothe muss weiter auf sein Landesliga-Debüt warten

Eike Bothe muss weiter auf sein Landesliga-Debüt warten

Kommentare