Neerstedts Coach hadert trotz des 31:27-Erfolgs bei der SVGO Bremen

Nur das Ergebnis stimmt

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Tim Schulenberg war mit sieben Treffern (davon zwei Siebenmeter) der erfolgreichste Neerstedter Werfer beim Auswärtsspiel gegen Grambke.

Neerstedt - Wieder gewonnen, wieder mehr als 30 Tore geworfen. Trotzdem war Neerstedts Trainer Jörg Rademacher mit der Leistung seiner Oberliga-Handballer beim 31:27 (18:14)-Sieg im Auswärtsspiel bei der SVGO Bremen nicht einverstanden. Sein Team konnte zu keiner Phase des Spiels an die Leistung aus Vorwoche beim Heimsieg über die SG Achim-Baden anknüpfen. „Ich bin mit dem Spielverlauf sehr unzufrieden. Wir sind in unserer Leistung einfach nicht konstant genug“, sagte Rademacher.

Recht hatte er. An diesem Nachmittag stand weder die 3:2:1-Deckung noch lief es im Angriff richtig rund. Auch deshalb hatten die Gäste schnell mit 1:4 (3.) im Hintertreffen gelegen. Vor allem der flinke SVGO-Linksaußen Marc Krüger nutzte fast jeden Fehler der Grün-Weißen zu erfolgreichen Kontern. Nach dem frühen Rückstand fanden die Neerstedter besser ins Spiel, minimierten ihre Fehler und konnten über 4:4 (8.) mit 8:6 (13.) durch Eike Kolpack in Führung gehen.

Aber von einem spielerischen Unterschied zwischen dem Oberliga-Dino und dem als Abstiegskandidaten gehandelten Nordbremer Verein war nichts zu sehen. Erstens fehlte Neerstedt in der Deckung die nötige Aggressivität, zweitens agierten die Gäste in der Offensive bisweilen kopflos, die Fehlerquote war extrem hoch. Zwar baute der TVN seinen Vorsprung von 10:8 (15.) auf 14:11 (22.) durch Tim Schulenberg aus. „Wir hätten den Sack dennoch viel frühzeitiger zumachen müssen“, monierte Rademacher. Kurz vor der Pause stellte Neerstedt noch auf 18:14.

Auch nach Wiederbeginn schlich sich immer wieder der Schlendrian bei den Grün-Weißen ein. Zwar stellte Björn Wolken zunächst auf 22:17 (38.), doch die Gastgeber kämpften sich über erfolgreiche Gegenstöße wieder auf 23:26 (47.) heran, so dass sich der Ex-Bundesligaspieler Rademacher gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. Damit nahm er Grambke den Schwung, sein Team verwaltete schlussendlich den Vorsprung bis zum 31:27-Erfolg.

„Das Wichtigste sind die zwei Punkte“, sagte Radermacher: „Aber mit einer solchen Leistung sind wir in der nächsten Woche gegen den starken Aufsteiger Edewecht auf keinen Fall der Favorit.“

wz

TV Neerstedt: Kuper, Depenbrock - Goyert (5), Reuter (2), Schulenberg (7/2), Kolpack (3), Kasper (3), Wolken (7/4), Kunz (4).

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