27:16 – Bartels-Team schlägt Spitzenreiter

Neerstedterinnen rütteln am Thron

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Nach Ballgewinn schalteten die Neerstedterinnen schnell um (hier Melanie Ahrens), so dass der SVE Wiefelstede frühzeitig mit seinem Latein am Ende war. ·

Wildeshausen - NEERSTEDT/WILDESHAUSEN · Unterschiedlicher könnten die Stimmung in den Lagern der Handball-Regionsoberligisten TV Neerstedt II und HSG Harpstedt/Wildeshausen nicht sein. Während die Neerstedterinnen den Tabellenführer schlagen konnten, erwischten die HSG-Frauen einen Tag zum Vergessen.

TV Neerstedt II - SVE Wiefelstede 27:16 (13:7): Nach den Feierlichkeiten der Grün-Weißen Nacht hatte die Mannschaft von Trainer Stephan Große-Knetter am nächsten Tag noch einen Paukenschlag parat. In eindeutiger Manier schickten sie den Spitzenreiter SVE Wiefelstede mit 27:16 (13:7) nach Hause.

Von der ersten Minute an zeigte die Neerstedter Reserve eine konzentrierte Abwehrleistung, machte die Räume geschickt eng, packte zudem entschlossen zu. „So war es nicht verwunderlich, dass wir schnell mit 2:0, 5:2 und 8:3 in Führung gegangen sind“, resümierte Große-Knetter. Einmal im Flow setzten sie sich über 11:6 bis 13:7 zur Halbzeit ab.

Auch Anfang des zweiten Durchgangs war der Heimmannschaft anzumerken, dass sie am heutigen Tag nicht gewillt waren, die Chance auf das sechste Spiel ohne Niederlage nochmal herzuschenken. Im Defensivverbund wurde energisch jeder Angriff im Keim erstickt, falls doch mal eine Gästespielerin zum Wurf kam, war dies meist eine sichere Beute für Maike Meyenburg zwischen den Pfosten. Über 17:10 erhöhten die Neerstedterinnen auf 21:11. Die Partie war spätestens jetzt entschieden, deshalb fiel es auch nicht ins Gewicht, dass der TVN nun durch die vielen Wechsel etwas den Rhythmus verlor.

TV Neerstedt II: Meyenburg, Martens - Pelz (2), Jüchter, Bausch, Mutke, Lü schen (4), Lehmkuhl (8), Lasrich, Hammann (3), Schulze (3), Ahrens (3), Heltriegel (4), Kasper.

HSG Delmenhorst II - HSG Harpstedt/Wildeshausen 22:14 (8:10):Im sechsten Saisonspiel ist die Serie gerissen. Nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlagen waren die von Michael Bartels trainierten Handballerinnen bei der Auswärtspleite in Delmenhorst „kollateral schlecht“, wie es der Coach ausdrückte. Auch wenn die Gäste zu keinem Zeitpunkt an ihre bisherigen Saisonleistungen anknüpfen konnten, schien es zunächst so, dass trotzdem etwas Zählbares herausspringen könnte. Denn auch Delmenhorst war in Halbzeit eins nicht in der Lage, Angst und Schrecken zu verbreiten. So führten die Gäste zur Pause gar mit 10:8. Doch danach lief nichts mehr zusammen. In der 45. Minute gingen die Gastgeberinnen mit 15:13 in Führung und ließen ab diesem Zeitpunkt nichts mehr anbrennen.

Fast erschreckend, dass das Bartels-Team in den folgenden 15 Minuten nur noch einen Ball ins gegnerische Gehäuse unterbringen konnte. Auch angesichts dieser Torflaute wirkte der Trainer zunächst etwas ratlos: „Vielleicht hat man so etwas einmal in der Saison, dass das gesamte Team überhaupt nichts zustande bringt.“ Besonders auffällig sei es gewesen, dass das Zusammenspiel nicht einmal in Ansätzen geklappt habe. „Jede hat ihre eigene Partie gespielt“, kritisierte Bartels, war aber nicht gewillt, jetzt eine Untergangsstimmung herauf zu beschwören: „Wir werden das jetzt aufarbeiten. Das Ziel bleibt weiterhin, oben mitzuspielen.“

HSG Harpstedt/Wildeshausen:M. Jarren, Kuper - Wachsmann (2), Wolter (2), Wagner, Abeln, Görke (2), Krieger (1), Jackowski (2), Lammers (3), Kniffki (2). · wie

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