Neerstedter Fans feiern Keeper nach Sieg bei HSG Schwanewede/Neuenkirchen

Kuper hält das 24:23 fest

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Neerstedts Rechtsaußen Marcel Reuter trifft in dieser Szene zum 17:14.

Aus Schwanewede berichtet Sven MarquartDie Handballer des TV Neerstedt haben das nächste Schwergewicht der Oberliga Nordsee auf die Bretter geschickt: Nach dem 20:17 über den Tabellendritten HSG Barnstorf/Diepholz verpassten die Grün-Weißen nun auch der viertplatzierten HSG Schwanewede/Neuenkirchen den K.o. Allerdings machten es die Neerstedter beim 24:23 (13:11) wieder einmal spannend. „Unnötig“, wie der überragende Torhüter Christoph Kuper fand.

„Wir hatten Chancen, den Sack frühzeitig zuzumachen“, stimmte ihm Trainer Jörg Rademacher zu. Vor 600 Zuschauern in der ausverkauften „Heidehölle“ lag seine Crew beim 4:5 durch HSG-Linksaußen Mirko „Batman“ Ahrens letztmals im Rückstand. Neerstedts aggressive, bewegliche 5:1-Abwehr mit Ole Goyert als vorgezogenem Spieler ließ die „Schwäne“ im Angriff nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings verpassten es die Gäste nach dem 10:6 (22.) durch Björn Wolken, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Stattdessen glich Matthias Ruckh zum 11:11 aus (29.). Immerhin sorgten Andrej Kunz und Eike Kolpack mit einem Freiwurftreffer unmittelbar vor der Schlusssirene für eine Zwei-Tore-Pausenführung.

In Halbzeit zwei war der Tabellenfünfte beim 17:14 durch Rechtsaußen Marcel Reuter auf drei Treffer weg. Doch das Team von HSGCoach Malte Waldow hielt den Kontakt und konnte in Person von Ole Harms zum 20:20 egalisieren (54.). Das Kreisläufer-Kraftpaket war wider Erwarten doch einsatzfähig und streute den Neerstedtern ab der 42. Minute durch eine kurze Deckung gegen Eike Kolpack kräftig Sand ins Angriffsgetriebe. Trotzdem war der Halblinke mit fünf Treffern hinter Björn Wolken (6) auf halbrechts bester Neerstedter Werfer. HSG-Keeper Daniel Sommerfeld war zwar immer wieder am Ball, doch oft sprang das Spielgerät von seinen Armen oder Beinen hinter die Linie. Dafür kaufte der „Hexer“ Wolken und Tim Schulenberg zwei Siebenmeter ab.

„Wir haben die Tore immer zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, freute sich Jörg Rademacher. So legten Malte Kasper und Eike Kolpack wieder zum 22:20 vor (56.). Torben Pilger verkürzte auf 21:22, prompt schob Kolpack das 23:21 hinterher (57.). Nachdem Matthias Ruckh per Siebenmeter auf 22:23 gestellt hatte, netzte Ole Goyert zum 24:22. Im Anschluss an eine Auszeit dampfte Mathias Fischer den Rückstand auf 23:24 ein.

In der Schlussminute hätten die Neerstedter ihren sechsten Saisonsieg beinahe noch aus der Hand gegeben: Kreisläufer Malte Kasper sah das ihm zugedachte Anspiel von Eike Kolpack nicht. Stattdessen angelte sich Marcel Reuter die Kugel – und scheiterte freistehend an Sommerfeld. „Ich habe den Ball schlecht gefangen. Solche Dinger müssen rein. Ich kann mich nur bedanken, dass Christoph gehalten hat, sonst wäre ich der Pechvogel gewesen“, meinte der Linkshänder.

Wurde er aber nicht. Zwar kam HSG-Mittelmann Sönke Dierks von linksaußen noch einmal frei zum Wurf, doch Neerstedts Keeper parierte spektakulär. „Kuper, Kuper, Kuper!“, skandierten die mitgereisten Fans.

„Wir waren spielerisch besser, deshalb ist der Sieg hochverdient“, resümierte Jörg Rademacher, der ein „gutes Oberliga-Spiel“ gesehen hatte. „Es ist unglaublich, was die Mannschaft im Moment für ein Pensum abruft“, schwärmte der Ex-Profi. „Ich habe gesagt: Der November wird ein schwerer Monat – da können wir froh sein, wenn wir mit zwei Punkten rauskommen. Und jetzt haben wir ausgerechnet die beiden dicksten Brocken geschlagen.“

TV Neerstedt: Kuper, Depenbrock (n.e.) - Goyert (2) Hüsener (n.e.), Reuter (3), Tytus, Schulenberg (3), Kolpack (5), Kasper (3), Wolken (6), Busse (n.e.), Kunz (2).

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