TV Neerstedt zittert sich nach 24:18 zu einem 31:30 gegen SVGO Bremen

Kolpack und Wolken mobilisieren letzte Kräfte

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Neerstedts Ole Goyert machte ein starkes Spiel. Der Linksaußen bestach beim Tempogegenstoß, durch eine hohe Trefferquote sowie als vorgezogener Abwehrspieler.

Neerstedt - Am Ende mussten die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt noch mal um den Erfolg zittern. Beim 31:30 (19:15) über den Tabellenvorletzten SVGO Bremen hatte die Mannschaft von Trainer Jörg Rademacher schon komfortabel mit 24:18 (39.) geführt, ehe das Polster schmolz.

Bereits im Vorfeld hatte der ehemalige Profi auf der Neerstedter Bank eine dunkle Vorahnung gehabt, dass die Partie kein Selbstgänger werden würde. Zum einen musste er in Kreisläufer Malte Kasper und Torhüter Christoph Kuper auf zwei wichtige Säulen in seinem Team verzichten. Zum anderen hatte die Nordbremer nach der Demission von Trainer Uwe Feldermann beide Spiele nur mit einem Tor verloren.

Rademachers Befürchtungen sollten eintreten. Nach dem 1:0 (1.) durch Marcel Tytus übernahmen die Gäste das Kommando und zogen über 5:2 (5.) auf 8:4 (10.) davon. Dabei nutzte SVGO-Flügelspieler Marc Krüger immer wieder die überhasteten Neerstedter Würfe zu erfolgreichen Kontern. Selbst eine frühe Auszeit von Rademacher (10.) änderte zunächst wenig.

Der B-Lizenzinhaber hatte sich für eine 5+1-Deckung entschieden, um die Kreise des drittligaerfahrenen Leif Brandt einzuengen. Ein Schachzug, der nur bedingt aufging. Zwar erzielte Brandt selbst nur zwei Treffer, dafür verschaffte er seinen Nebenleuten reichlich Raum.

Neerstedts Keeper Tristan Depenbrock bekam zunächst nicht viel an die Finger. Erst als seine Teamkollegen in der Defensive besser arbeiteten, konnte er einige Würfe parieren. Prompt verwandelten die Grün-Weißen den 9:11-Rückstand (18.) in eine 12:11-Führung (21.). Jetzt war Neerstedt im Spiel. Mehrfach konnte sich nun Linksaußen Ole Goyert in Szene setzen, so dass die Rademacher-Mannen mit einer 19:15-Vorsprung in die Halbzeitpause gingen.

Diese Führung bauten die Gastgeber nach Wiederanpfiff bis zum 24:18 (39.) aus. Doch die Gelb-Blauen kämpften und nutzten Neerstedts Kräfteverschleiß zur Aufholjagd. Thies Kohrt glich zum 28:28 aus (57.). Aber Eike Kolpack und Björn Wolken (2) mobilisierten noch einmal die letzten Kräfte und brachten ihre Farben vorentscheidend mit 31:29 (60.) in Front. Krügers 14. Treffer zum Endstand war nur noch Ergebniskosmetik. „Das Spiel meiner Mannschaft war eine Katastrophe. Wir gehen personell am Stock. Aber wichtig sind die zwei Punkte“, sagte Rademacher.

wz

TV Neerstedt: Depenbrock - Goyert (6), Tytus (4), Reuter (1), Schulenberg (7/3), Hüsener (n.e.), Schützmann, Kolpack (7), Wolken (6), Busse, Kunz.

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