Hübners Ausgleich reicht nicht

Neerstedt verliert spät 31:32 beim SV Beckdorf

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Neerstedts Andrej Kunz (beim Wurf) traf sechsmal ins Schwarze und erntete nach der knappen Niederlage in Beckdorf ein Sonderlob von seinem Trainer Björn Wolken.

Delmenhorst - Nur einen Wimpernschlag schrammten die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt am Samstag beim SV Beckdorf an einem Punktgewinn vorbei. Fünf Sekunden vor Schluss hatte Erik Hübner für die Gäste zum 31:31 ausgeglichen. Es folgte ein schneller Anwurf der Beckdorfer, ein Pass auf den Rechtsaußen und der Treffer zum 32:31 (15:18)-Endstand ins verwaiste Tor. Neerstedts Trainer Björn Wolken hatte in der Schlussphase alles auf eine Karte gesetzt und Keeper Hendrik Legler nach einer Zeitstrafe gegen den starken Andrej Kunz aus dem Kasten geholt.

„Nach dem Ausgleich verpennen wir den Wechsel und fangen uns noch das bittere Tor“, monierte Wolken hinterher kopfschüttelnd. Verdient sei die Pleite im Landkreis Stade nicht gewesen, betonte der TVN-Coach. Spielerisch habe seine Mannschaft auch ohne die Kasper-Brüder Malte und Marcel sowie Kyan Petersen, Marcel Reuter, Julian Hoffmann und Paul Schröder voll überzeugt. Auch die Regelauslegung der Schiedsrichter hätte sein „letztes Aufgebot“ um ein besseres Resultat gebracht. „Die haben zu viel Härte durchgehen lassen und die Spieler nicht ausreichend geschützt“, zeigte sich Wolken mit so einigen Entscheidungen der Unparteiischen Manuel Morgenstern und Enrico Marcks alles andere als einverstanden.

Beim 6:5 durch den neunfachen Torschützen Vito Clemens lag der SV Beckdorf in Durchgang eins letztmals vorne. Dann folgte die stärkste Phase der Gäste. Fünf Minuten vor der Halbzeit führte der TV Neerstedt mit vier Toren. Eike Kolpack hatte zum 16:12 getroffen. In Hälfte zwei nahm die Härte zu. Drei Minuten nach Wiederanpfiff sah Beckdorfs Finn Nowacki nach einer Attacke gegen Andrej Kunz direkt Rot. Wenig später warf Erik Hübner Neerstedt noch einmal mit drei Treffern nach vorne – 20:17 (35.).

In der Folge drehte sich das Blatt. 25:22 lautete das Resultat für den SV Beckdorf, als die Begegnung im letzten Viertel angekommen war. Die folgende Aufholjagd der Neerstedter blieb unbelohnt. Mit elf Treffern avancierte Eike Kolpack vor seiner Schulteroperation Anfang April zum besten Torschützen beim Tabellenneuten. „Auch Andrej Kunz und Philipp Hollmann sind voran gegangen“, lobte Wolken den sechsfachen Torschützen Kunz und Hollmann, dem fünf Treffer gelangen. Beide

Akteure hätten sich die Kritik nach dem Match gegen den TSV Bremervörde (24:24) zu Herzen genommen.

Unterdessen bastelt Wollken weiter akribisch am Kader für die kommende Saison. In Gestalt des 21-jährigen Julius Timm vermeldet der Coach nach Niklas Planck (wir berichteten) einen weiteren Zugang für das Tor.

Der 2,08 Meter große Hüne hatte sich zuletzt in Bremen beim Drittligisten ATSV Habenhausen fit gehalten. Zuvor war Timm in Schleswig-Holstein für den ATSV Stockelsdorf und die HSG Ostsee aktiv.

„Julius hat im Training voll überzeugt“, freut sich Björn Wolken über die Zusage. Mit Nachwuchskeeper Kevin Pecht, dem 27-jährigen Planck sowie Julius Timm hat Wolken den Abgang von Hendrik Legler (TV Cloppenburg) kompensiert.

TV Neerstedt: Legler, Pecht - Kolpack (11), Kunz (6), Reiser (6/3), Hollmann (5), Hübner (2), Harting (1), Deeken, Achilles. - prü

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