TV Neerstedt II trotzt dem Tabellenzweiten Wilhelmshavener HV ein 21:21 ab

Angie Hohnholt macht die Überraschung perfekt

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Kreisläuferin Angie Hohnholt erzielte in der Schlussminute das 21:21.

Harpstedt/Neerstedt - Für eine Überraschung haben die Weser-Ems-Liga-Handballerinnen des TV Neerstedt II gesorgt: Der Aufsteiger trotzte dem Tabellenzweiten Wilhelmshavener HV ein 21:21 ab. Dagegen enttäuschte die HSG Harpstedt/Wildeshausen beim 19:23 gegen TuRa Marienhafe.

HSG Harpstedt/Wildeshausen – TuRa Marienhafe 19:23 (11:11): „Die Niederlage war so unnötig wie eine Grippe“, schimpfte Udo Steinberg. Der HSG-Coach ärgerte sich vor allem über die Konzentrationsdefizite im Abschluss: „Links und rechts ist alles frei, aber wir werfen den Keeper an. Wenn wir nur einen Teil der Chancen reingemacht hätten, hätten wir das locker nach Hause geschaukelt.“ Dabei hatte seine Crew über 5:3 (7.) und 11:8 (21.) bis zum 14:12 (36.) das Geschehen im Griff. Doch nach dem 15:15 nutzte Marienhafe die Abschlussschwächen der Gastgeberinnen, um über Tempogegenstöße entscheidend auf 20:16 (56.) davonzuziehen. „Das war reine Konzentrationssache! Man darf vorne nicht nur einfach draufsemmeln“, zürnte Steinberg.

HSG Harpstedt/Wildeshausen: N. Schröder, Jarren, M. Krieger - Wachsmann (6/2), J. Krieger (1), Görke (2), Abeln (1), Bäumler, Meyer-Ebrecht (5/2), M. Kracke, F. Schröder (1), Idel (1), Schaper (2), Wolter.

TV Neerstedt II – Wilhelmshavener HV 21:21 (12:13): Der Favorit führte während der Partie meistens mit einem oder zwei Treffern. „Aber wir haben zu keinem Zeitpunkt den Kopf hängen gelassen“, freute sich Neerstedts Trainerin Cordula Schröder-Brockshus über die tolle kämpferische Leistung ihrer Mannschaft. Zudem hatte Torhüterin Meike Meyenburg mal wieder einen ganz starken Tag erwischt. Im Angriff sorgten Johanna Stuffel (6) und Marie Heltriegel (7/3) wechselweise für wichtige Tore von der rechten Rückraumposition. „Dadurch konnten wir die Ausfälle von Rieke Lehmkuhl und Grit Breuer kompensieren“, meinte Cordula Schröder-Brockshus. Nach dem 14:17 (38.) glichen die Grün-Weißen zum 18:18 (48.) aus. Doch der WHV legte immer wieder vor. Etwa 30 Sekunden vor Spielende scheiterte Lina Oltmann von linksaußen. Den Abpraller angelte sich Kreisläuferin Angie Hohnholt und machte die Überraschung mit dem umjubelten 21:21 perfekt. Die Jadestädterinnen kamen zwar nochmal in Ballbesitz, doch ihr direkter Freiwurf mit der Schlusssirene blieb in der Neerstedter Deckung hängen.

mar

TV Neerstedt II: Meyenburg, Stolle (n.e.) - Jüchter, J. Stuffel (6), Hohnholt (2), Mutke (1), Heltriegel (7/3), Oltmann, Ebsen (1), Schulze (2), Schwarz (2), Rasche.

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